26.9.2020 – Samstag halt

Erstaunt aufgewacht. Die Migräne war gestern so heftig, dass ich nicht daran glauben konnte, sie würde mal vorbei gehen. So ähnlich, wie man sich Mitte Februar nicht vorstellen kann, dass es irgendwann mal wieder hell wird und Farben hat – kennen Sie das? Erstaunt also, dass der Kopf frei war.

Wir beschlossen, quasi sofort zum See zu fahren.
Auf dem Weg begann es zu regnen, also hm, meinst Du das wird mehr? Meinst Du da hinten regnets auch so heftig? Wir haben nicht mal Jacken mit. Ach Mist, wir drehen – aber ich wollte Dir doch noch das Autobahnende zeigen. Au ja. Da muss ich aber tanken? Egal.

Gedreht. Logischerweise hörte es also wieder auf zu regnen. Tanken war trotzdem klug, denn die einzige Tankstelle in der Umgebung an der ich mit der App tanken kann hatte gerade Tiefpreisstunde oder so und die App schenkte mir wegen irgendeine Sonderaktion auch noch einmal 10 Cent/Liter und so billig hab ich zuletzt im siebzehnten Jahrhundert getankt.
Trotzdem wurde uns irgendwo auf diesen paar Metern klar, dass es ja doch ziemlich doof wäre, sich ein Autobahnende anzusehen – vor allem wo wir doch laufen wollten und es ja jetzt nicht mehr regnete und dann waren wir an der Ruhr und das war auch ganz hübsch.

Jetzt waren wir ja nun einmal unterwegs und eingekauft werden musste ja nun auch noch, außerdem stand der Liebsten ihr Auto noch an der Werkstatt und man ist ja auch froh, wenn mans hinter sich hat und durch ein beherztes Abschließen der Haustür das Wochenende auch nach außen deutlich machen kann.

Hatten Sie eigentlich den Podcast mit Frau Nessy gehört? Ich berichte da ja nun als Beispiel von einer Panikattacke in der Schlange an der Supermarktkasse und ich habe das dann heute für Sie noch mal kurz gegengecheckt: Ja, ich hab das alles richtig beschrieben. Fühlt sich genau so an, wie beschrieben.
Zu Hause also erstmal ins Bett.
Aber immerhin mit abgeschlossener Haustür.

Der Rest des Tages war dann ein ziemlich gammeliger Samstag, abends gabs ein feines Chili Sin Carne und dann ein öffentlich-rechtliches Quiz und wenn Sie heute noch etwas wirklich unterhaltsames lesen wollen, dann gehen Sie besser zu Frau Brüllen rüber. Der Wurstkönigin, wie ich ab jetzt wohl nennen werde.

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder, wenn Ihnen Geld so unpersönlich ist, hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

25.9.2020 – halbtags

Seit einiger Zeit habe ich diesen Tweet an mein Twitterprofil angeheftet …

… und als ich heute Morgen las, wie eine Lehrerin davon berichtete, wie sie gestern erst von einem Schüler [insert unterirdische sexistische Beleidigung] geschimpft wurde, um sich danach auch noch von dem Vater anschnauzen zu lassen, erinnerte ich mich warum: Nein, die Antworten auf ihren Tweet, die sagten nicht „Was eine Lauch-Familie, Du arme“, sie sagten „Hast Du denn schon einmal freundlich mit ihm gesprochen?
#notallanswers, ist klar.

Aber ich frage mich: Wann hat das angefangen, dass wir alle erstmal unterstellen, die andere wäre dumm wie ein Toast, könnte ihren Job nicht oder brauche jetzt von einer random dudette aus dem Netz einen Rat, wie sie ihren Job richtig macht?

Mir erklärte mal jemand, die mich vorher eine Stunde durch die Mangel gedreht hatte, freundlich: Twitter wäre halt wie eine S-Bahn: Da setze man sich doch auch mal zu jemandem Fremden und diskutiere mit ihm etwas. Und wenn ich das nicht haben könne, wäre ich wohl falsch da.
Ich erinnerte die zigtausend Tweets – nicht nur aber auch rund um #meetoo – die alle deutlich sagten: „Ich will im öffentlichen Raum nicht angesprochen werden!“ Aber Bigotterie gehört wohl dazu, wenn man auf Twitter die eigene Meinung als golden rule ausgöbeln will.

Entschuldigung, ich rege mich auf.

Das Auto zur Inspektion gebracht und während ich auf den Fahrer wartete, der mich wieder nach Hause bringen sollte, im Verkaufsraum umgeschaut. Ich weiß nicht ob es Zufall ist, aber diesmal dominierten wieder die Benziner. Nichts unter 180 PS wenn ich das richtig gesehen habe. Prima, damit fahre ich – in aktuellen Neuwagen-Dimensionen gedacht – wieder Kleinwagen. Find ich ok.

Eine Stunde mit einer Agentur telefoniert. Cookie-PopUps formuliert. Handlungsempfehlungen für Kundinnen formuliert.
Ich … ich … ich … Aber ich wollte doch einfach nur Hypertext schreiben.

Einen Newsletter bekommen, dass die neue Website online ist; die Website einer städtischen Einrichtung eines Nachbarörtchens immerhin. Im Impressum steht englischer Mustertext, im Datenschutzhinweis lorem ipsum.

Ah ja, vielleicht telefoniere ich deswegen eine Stunde über solche Details. Weil so peinliche Dinge dann nicht passieren.

Ab mittags kam dann endlich die Migräne richtig durch, die seit fast einer Woche lauerte. Das war nicht schön, aber ich hoffe auf ein gesundes Wochenende.
Die Liebste holte dann das frisch inspizierte Auto alleine wieder ab.

Ich war wieder für Sie in diesem Internet unterwegs:

Übers Bildblog stieß ich auf diesen Artikel von Torsten Dewi, der mich vor ein großes Problem stellt: Der Artikel ist die Antwort auf einen anderen und ich bin vollkommen dabei, wie Torsten den anderen Artikel und seine Pseudo-Argumentation auseinandernimmt. Inhaltlich bin ich allerdings überhaupt nicht bei ihm und pendelte beim Lesen also folgerichtig im Halbsekundenzeit zwischen „Ja!“ und „Nein!“.
Das trainiert die Ambiguitätstoleranz und das ist super.

Wortvogel: „Liebe Boomer*innen…“: Gegenrede


Was anderes: Finden Sie aktuelle Musik auch so furchtbar? Macht nichts, das geht uns allen so, das ist biologisch.

Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass die meisten von uns im Alter von 33 Jahren aufhören, neue Musikstücke zu hören. […] Währenddessen bleiben populäre Lieder, die in unseren frühen Teenagerjahren herauskamen, bei den Menschen in unserer Altersgruppe wahrscheinlich für den Rest ihres Lebens recht beliebt. Dafür könnte es eine biologische Erklärung geben. Es gibt laut dem Magazin Vice Belege dafür, dass sich die Fähigkeit des Gehirns, feine Unterschiede zwischen verschiedenen Akkorden, Rhythmen und Melodien zu hören, mit dem Alter verschlechtert. Für ältere Menschen könnten also neuere, weniger bekannte Lieder alle „gleich klingen“.

krautreporter: Musikgeschmack – Warum die Lieblingsmusik deiner Kinder so scheußlich klingt

Ergänzend finde ich allerdings ganz interessant, was Kiki vor ein paar Tagen verlinkt hatte: Rick Beato (den man eh abonnieren sollte, wenn man sich irgendwie für Musik interessiert) erklärt, warum Boomer moderne Popmusik nicht mögen. (Spoiler: Sie ist einfach schaize zu billig gemacht)

Rick Beato: Why BOOMERS Hate POP Music (Video, 27:26)

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder, wenn Ihnen Geld so unpersönlich ist, hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

24.9.2020

Heute morgen etwas repariert, was mit Betriebssystem-Updates, nicht mehr supporteten PlugIns in meiner DAW und Tricks, wie man nicht supportete PlugIns in der DAW dann aber doch wieder zum Leben erwecken kann zu tun hatte.
Vollkommen uninteressanter Kram also, bei dem man früher empört gedacht hätte „aber ich habe doch einen Mac gekauft damit ich ich um so etwas nicht kümmern muss?

Kram, der erst wichtig wurde, als ich nach dem Betriebssystem-Update ein paar meiner irgendwann mal produzierten Songs nicht mehr öffnen konnte und das meine Lieben, das saugt ganz ganz gewaltig.

Bei denen, die ich ausprobiert habe gehts jetzt. Nur das Cover von der alten Midnight Oil-Nummer das ich vor nicht allzulanger Zeit begann, das ist offensichtlich tot.
Man muss auch loslassen können.

Mittags telefoniert und dann später eine lange WordPress-Erklär-Mail geschrieben.

Ein Buch bekommen (Sie sollten doch nicht!!) und mich fürchterlich darüber gefreut.

Mit der Liebsten einen wirklich guten Schokokuchen essen gefahren. Das ist so ein Luxus, dass wir so etwas tagsüber tun können; ich liebe das so sehr.

Unser Hausnetzwerk administriert. Wissen Sie zufällig, wie man einem Drucker erklären kann, dass es wirklich schlauer ist, sich mit dem Router direkt (Luftlinie 5m) statt mit dem Powerline-Repeater (Luftlinie 10m, eine Betondecke dazwischen) zu verbinden?

Einen Anruf von Fake-Microsoft bekommen. Nachdem ich den ersten sage und schreibe 25 Minuten in der Leitung gehalten habe (und alles ohne einen Windows-Rechner!) und den zweiten gefragt habe, ob er morgens gut in den Spiegel schauen könne, wenn sein Job darin besteht, leute abzuzocken hab ich heute mal was neues probiert; ich fragte: „Do you believe in god?
Er schien kurz verwirrt, antwortete dann mit ja.
Als ich ihn dann aber fragte, was sein Gott denn dazu sage, dass er mich gerade anlüge wurde er patzig, verlangte wieder ich solle endlich die Fernwartung freischalten und dann hab ich ihn noch ein bisschen beschimpft und er hat aufgelegt.

Wussten Sie eigentlich, dass eine meiner Kundinnen offensichtlich schon vor vielen, vielen Jahren einen der ersten Anrufe bekam? Ich bloggte damals dann natürlich auch darüber und dieser Artikel war lange Jahre lang das einzige was man zu diesen Fake-Anrufen im Web fand. Erst Jahre später gabs dann auch Infos bei den gängigen Computer-Magazinen oder dem Verbraucherschutz.
Dementsprechend sammelten sich dort natürlich auch die Kommentare; ich glaube es waren hinterher vierstellig viele und nicht wenige davon mit traurigen Geschichten darüber, wie viel Geld und wie viele Daten sie verloren hatten.

Jetzt gucken wir hier im Rahmen unserer Avenger-Reihe Guardians Of The Galaxy II. Sind wir nicht alle ein bisschen Groot?

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder, wenn Ihnen Geld so unpersönlich ist, hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

23.9.2020 – der Schulgipfel

Vorweg kurz der Tagebuch-Teil

Geht Ihnen das eigentlich auch so? Die Zeit ist komisch dieses Jahr. Also nicht nur, dass wir den 276sten März haben, sondern auch: Die einzelnen Tage sind zäh wie Butter, aber die Tage fliegen weg wie nix. Haben wir nicht erst gestern den September begonnen?

Ich arbeite übrigens gerade an ein paar Angeboten speziell für Blogger. Also, wenn ich Sie wäre und ein Blog hätte, dann würde ich ja langsam echt neugierig.

Falls Sie mir auf Instagram folgen und dieses Blog nicht kennen … ok, das war jetzt etwas unlogisch. Auf jeden Fall habe ich mich gerade von linktree verabschiedet and I feel fine.
In einer langen Zeile HTML kann man schließlich auch seine verschiedenen online-Dependancen unterbringen und dann landen Ihre Daten nicht wieder auf irgendeinem amerikanischen Server.

Darf ich Sie um etwas bitten? Es gab jetzt letztens Vewirrung um den Link zu meiner Wishlist. Und um auszuschließen, dass ich dumm war (wenigstens einmal) würde ich gerne wissen, wo Sie landen, wenn Sie den Link klicken. Die Frage ist wirklich ernst gemeint, da winkt kein Zaunpfahl und ich möchte gerade keine geschenke damit phishen. Ehrlich nicht.
Es gibt erschreckend viele Antwortmöglichkeiten – weil es soviele doofe Möglichkeiten gibt: Landen Sie auf Ihrer oder meiner Wishlist? Sind Sie gerade bei amazon eingeloggt? Oder haben Sie gar keine Wishlist angelegt?

Also, es geht um diesen Link. Wohin führt der Sie?

Wo landen Sie, wenn Sie auf diesen Link klicken?

View Results

Loading ... Loading ...

Ich weiß, das wirkt wie eine echt dumme Frage – aber ich mache ja zum Glück nichts mit dem Internet. Oh, wait …

Mittags waren die Liebste und ich im Nachbarstädtchen; sie ließ sich kurz einen Wattestab in die Nase stecken und danach gingen wir einmal um den kleinen See.

Nun aber zum Schulgipfel:

Aproposich mache ja nichts mit dem Internet“ – wissen Sie, wer auch nichts mit dem Internet macht? Richtig: deutsche Schulen. Brüller, nicht wahr? Sorry, musste sein. Vorgestern war Schulgipfel und Gipfel das klingt ja immer, als hätte man so richtig was erreicht. Hm, schauen wir mal.

Die Zeit zum Beispiel schreibt:

Diese Pläne sind allerdings alle nicht neu. […] Doch in jedem Bundesland und an jeder Schule gab es andere Vorgaben und Anschaffungen. In Nordrhein-Westfalen etwa galt auch vor dem Treffen der Kanzlerin mit der Kultusministerkonferenz schon, dass jeder Lehrer und jede Lehrerin ein Gerät von der Schule erhalten soll. In Sachsen-Anhalt sollten Lehrerinnen selbst für ihre Fortbildungen sorgen.
[…]
Sind die Mittel des Digitalpakts bereits ausgeschöpft?
Nein. Über ein Jahr nach Beginn des Digitalpakts Schule sind […] von den 5 Milliarden Euro des Bundes nur knapp 16 Millionen Euro ausgezahlt worden. […] Allerdings sind weitere 242 Millionen Euro bereits bewilligt. 15,7 Millionen Euro von 5 Milliarden Euro – die Summe ist lächerlich gering. Die Schulen könnten längst weiter sein.
[…]
Warum wurden so geringe Mittel tatsächlich abgerufen?
[…] Dass zu wenig Geld abgerufen wurde, hängt auch damit zusammen, dass der erste Digitalpakt vielen Beteiligten als ein „Bürokratiemonster“ gilt. Verlangt wird, dass eine Schule erst ein Digitalkonzept erstellt und dieses dem Schulträger vorlegen muss, der die Anträge gesammelt ans Land weiterleitet. Das Land genehmigt dann die Anträge – oder auch nicht, manchmal scheiterten sie an Formalien – und beantragt erst dann das Geld vom Bund.

zeit.de: Schulgipfel – Laptops für Lehrerinnen, sonst nicht viel Neues

Die Süddeutsche titelt „Bildungspolitik aus der Kreidezeit

Die Politik hat die „Herausforderungen des digitalen Wandels in der Bildung“ messerscharf erkannt und ein „Handlungskonzept“ vorgelegt. Bis 2021 soll möglichst jede Schülerin und jeder Schüler in Deutschland „einen Zugang zum Internet“ sowie „eine digitale Lernumgebung“ – man könnte auch Laptop sagen – nutzen können. Die Lehrkräfte werden schnell und strategisch fortgebildet, um „die Potenziale digitaler Medien“ im Unterricht nutzen zu können. Das alles steht in einem Strategiepapier der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2016. Am Montagabend, 21. September 2020, fand nun ein Bildungsgipfel im Kanzleramt statt und danach drängt sich ein bisschen der Eindruck auf, als hätten die Gesprächsteilnehmer das Papier von damals noch einmal hervorgeholt und gesagt: Jetzt gehen wir das aber wirklich mal an!
Drei Stunden saß [Angela Merkel] mit Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU), der SPD-Ko-Chefin Saskia Esken sowie den Kultusministern der Länder zusammen. Für Bund-Länder-Verhandlungen soll es ein „sehr harmonischer Abend“ gewesen sein. Prima, geht doch. Aber was am Ende dabei herauskam, ist fast schon wieder spektakulär unspektakulär. Konkrete Beschlüsse jenseits des bereits Beschlossenen wurden so gut wie keine gefasst. Stattdessen sind sieben „Handlungsstränge identifiziert worden“.

süddeutsche.de: Schulgipfel – Bildungspolitik aus der Kreidezeit

Und die taz macht mal was ganz mutiges: Sie denkt über den Hardware-Tellerrand und überlegt, was möglich wäre, wenn man erstmal auf neue Hardware verzichtet:

Lehrkräfte in Deutschland, im Durchschnitt verdienen sie etwa 55.000 Euro im Jahr, haben in der Regel ihre eigenen Laptops. Auch wenn der Einwand berechtigt ist, dass Privatgeräte am Arbeitsplatz nichts verloren haben – es fehlt zurzeit dringender an anderen Stellen. Zum Beispiel an geeigneter Software für den Unterricht zu Hause.
[…]
Letztlich ist aber auch die beste Maschine nichts wert, wenn sie nicht richtig genutzt wird. Und an dieser Stelle sind die Lehrkräfte selbst gefragt: „Medienkompetenz“ darf nicht länger als Worthülse behandelt werden, die keine Anwendung in der Praxis findet. Digitales Arbeiten ist mehr, als Arbeitsblätter am PC zu entwerfen. Ein genauer Plan für die anvisierten „digitalen Kompetenzzentren“, die Lehrkräfte fortbilden sollen, steht ebenfalls noch aus.

taz.de: Bildungsgipfel vor Corona-Herbst – Falsche Baustelle

Ich erwähne es an der Stelle gerne noch einmal: Ich bin fast-fertig ausgebildeter Pädagoge und arbeite und lebe seit Dekaden online. Ich kann ganz gut konzeptionell denken und weiß, wovon ich spreche. Ich hatte das auch schon mal ausführlicher aufgeschrieben.
Wenn Sie also in diesem Moment begreifen: „So jemand fehlt uns bei diesem ganzen Schul-Digitalisierungszeug“, sprechen Sie mich gern an.
Ach: Mein flapsiger Tonfall gehört dazu – also zum digitalen Leben. Aber inhaltlich bin ich eher ernst und anspruchsvoll, keine Sorge.

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder, wenn Ihnen Geld so unpersönlich ist, hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

22.9.2020 – morgens um halb elf in Deutschland

Kennen Sie „about an boy“, verfilmt unter dem unsäglichen Titel „Der Tag der toten Ente“ mit dem ebenso unsäglichen Hugh Grant? Hugh spielt Will und Will ist reich und hat nichts zu tun und teilt sich gegen die Langeweile den Tag deswegen in 30-Minuten-Etappen ein. Vielleicht auch je 60 Minuten; das ist immerhin 18 Jahre her, dass ich das las und in der Zeit werden andere vom schreienden Säugling zum erwachsenen Menschen.
Diese Etappen füllt sich Will mit etwas Sinnvollem zu tun, der er hat halt eigentlich nichts zu tun.

Der Unterschied zwischen Will und mir ist das Wörtchen „reich“. Aber aktuell teile ich mir den Tag auch in Etappen ein, denn seit etwa einer Woche hat hier kein Telefon mehr geklingelt und ist keine E-Mail reingekommen ist keine E-Mail außer Newslettern, Spam und den Zustandsberichten meines NAS oder der Videoüberwachung mehr reingekommen. Und ich kann mir zwar ein bisschen Durststrecke durchaus erlauben aber trotzdem: ich komm da gerade nur so mittelgut drauf klar und damit ich nicht die Wände hoch gehe, während der Lack auf dem Couchtisch trocknet, nehme ich mir Etappen vor.

Heute war ich in Dortmund im auf (wie heißt es wohl richtig??) bei Phoenix West als das Licht noch hübsch war und habe rüber geschaut zum Florian.

Was ich wirklich sehr mag am Ruhrgebiet, das ist dabei zuzuschauen, wie die Jugendkultur sich die zurückgelassenen Industrieflächen zurückholt, wo immer sie kann.

(„Ich hab was, was Ihr nicht habt –» einen weißen Edding“ lautet übrigens der ganze Satz auf dem Stahlträger)

Was ich auch wirklich sehr mag am Ruhrgebiet, das ist dabei zuzuschauen, wie die Natur sich die zurückgelassenen Industrieflächen zurückholt, wo immer sie kann.

Gestern Abend musste ich lernen, dass ich Menschen zum Einschlafen bringe. (Lesen Sie diesen Thread, wenn es Sie interessiert, wie ich es erfuhr). Vielleicht ist das ja eine mögliche Nebenbeschäftigung? Haben Sie Schlafschwierigkeiten? Soll ich Ihnen ein Buch vorlesen?

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder, wenn Ihnen Geld so unpersönlich ist, hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

Die Website benötigt Cookies. Ich nutze Matomo, um zu sehen, welche Artikel Sie interessieren. Matomo ist lokal installiert, es werden keine Daten mit externen Diensten ausgetauscht oder Cookies gesetzt. Auf Anforderung können Sie zB Videos ansehen, die dann weitere Cookies setzen.