31.7.2020 – ein Loblied auf die Fräse

Gut geschlafen, ich erkläre den blöden Schnubbn endgültig für beendet.
Passend dazu – ich greife mal vor – ruft vormittags Frau Doktor an und teilt kurz mit, der Coronatest sei negativ. Nicht, dass ich einen Moment an etwas anderes geglaubt hätte (naja ein paar kleine vielleicht doch), aber es ist trotzdem ein gutes Gefühl. Außerdem erleichtert es das geplante Nachmittags-Eis.

Früh aufgewacht und die erste Stunde des Tages alleine und in vollkommenem Frieden damit verbracht, der Sonne dabei zuzusehen, wie sie ums Eck kommt. Ich gehe davon aus, dass so etwas auch für das angeschlagene Nervensystem gut ist.

Dann Schreibtisch und etwas Kleinkram. Eine Kundin hat ihre Geschäftsform geändert und freut sich sehr, dass ich das alles so problemlos auf der Website abbilden kann. Ich hingegen freue mich auch, denn sie hat einen externen Content-Anbieter verpflichtet (der liefert News und aktuelle Merkblätter zum Fachgebiet) dessen Scripts (und damit der Content) sich wirklich vollkommen problemlos einbinden lassen. Und der bei Nachfragen schnell und freundlich und kompetent antwortet.
Bleibt für eine Kleinigkeit nur noch als dritter im Bunde ein Systemhaus das die Website hostet – und über Systemhäuser hat die Schwester im Herzen ja schon 2018 sehr passend gebloggt.
Und so warten wir alle jetzt. Wir warten auf etwas, was – wenn man seine Website nicht bei einem Systemhaus, sondern bei einem typischen Standardwebhoster – also nix dollem! – hosten lässt und Zugriff auf einen Administrationsbereich hat oder auch, wenn man mich anruft, ob ich das bitte einrichten kann … wir warten also auf etwas, was selbst mit einem freundlichen Telefonat und kurzem SmallTalk und zwei beteiligten Personen 5 Minuten dauert. Wir warten jetzt seit Dienstag.

Aber, we look at the bright side of life: Die gerne-bald-Kundin ist zur großen Freude jetzt Kundin und das wird toll.

Ebenfalls fast fertig ist nach einer etwas längeren erst-wieder-Aufrappel- und Krankheitspause das Arbeitszimmer der Liebsten. Da stand ja noch die Schreibtischplatte auf zwei Böcken und wollte etwas zurecht gesägt werden.
Unter anderem wieder-aufrappeln musste ich mich, weil sich direkt beim ersten Schnitt das Stichsägeblatt schön schief ins Holz gezogen hatte. Ich war verärgert über die Säge und das Holz und nicht gering über mich und wollte die nächsten Schnitte nicht mit der Säge machen. Also erstmal nicht mit DER Säge aber dann überlegte ich und strich etwas um die frisch erworbene Fräse drumrum und gestern habe ich mal an dem abgesägten Stück Schreibtischplatte geübt. Mal sehen, wie denn die Fräse damit kann (Spoiler: Sehr gut).
Heute dann am richtigen Objekt die Ecke rausgefräst.
Fräsen ist super. Fräsen besteht zu 90% aus Planung und abmessen und festklemmen und dem Anbringen von Führungs-Brettern und dann nochmal denken und alles überprüfen und dann geht die Fräse in ein paar Sekunden durchs Holz wie durch die sprichwörtliche Butter.

In irgendeinem meiner vielen Gitarrenforen las ich mal: „Die Fräse ist das wichtigste Werkzeug, denn damit kannst Du eigentlich alles machen“ und ich beginne, das nachvollziehen zu können.

Und wenn ich nicht rasant dumm gewesen wäre, dann hätten wir auch schon die Beine drunterschrauben können und ich hätte hier ein Foto gepostet und Sie hätten gerufen „Oh, was ein hübsches Lehrerinnenarbeitszimmer“.
Aber ich war rasant dumm und hatte zwei verschieden lange Tischbeine bestellt und fragen Sie einfach nicht.

Wie wärs mit etwas Beifang?

Eine Freundin fragte mich letztens über die Ernsthaftigkeit unserer Sehnsucht nach Dänemark und sagte, sie wisse eigentlich gar nicht so viel von dem Land. Zufällig ist das Internet nett zu mir und ich bekomme immer mal wieder Artikel reingespült, die mehr als „die sind so freundlich“ sagen.
Zum Beispiel diesen hier: „Dänemark hat auf die durch die Corona-Pandemie ausgelöste wirtschaftliche Krise mit einem umfangreichen Klimapaket reagiert. Die darin enthaltenen Klimaziele übertreffen die der Europäischen Union bei weitem, doch selbst die dänische Industrie ist von dem Paket begeistert.
Business Insider: Dänemark verabschiedet ein ambitioniertes Klimapaket, das selbst die Industrie feiert. Ein Modell für Deutschland?


Wollte ich eine Überleitung haben, dann wäre es irgendwas mit Politik und dass die da oben uns hier ja nicht verstehen und dass das in Dänemark auch besser scheint … – aber wer braucht schön Überleitungen?
Dass „die“ uns nicht verstehen, das ist allerdings vielleicht durchaus biologisch, denn …
Macht verändert unser Gehirn und Verhalten ganz automatisch. Das
»Macht-Paradox« ist am Werk: Wenn wir Macht bekommen, verlieren wir genau das gewisse Etwas, das uns zur Macht verholfen hat. Ja, auch dir würde es so ergehen oder es ist dir vielleicht sogar schon so ergangen. Nur wenn wir das erkennen und akzeptieren, können wir erfolgreich etwas dagegen tun. Und dafür brauchen wir die Anderen.

Perspektive daily: Wie Macht auch dich zum Schurken macht


Das erklärt dann vielleicht auch ein bisschen, warum Menschen sich sträuben Schimpfwörter aus ihrer Sprache zu entfernen. Denn die Macht die sie haben, die macht, dass sie damit beschimpfen können aber eben nie beschimpft werden können. Mit ein bisschen Ignoranz und Unkenntnis landet man dann bei dem Unwissen, dass es überhaupt Schimpfwörter sind.
Exkurs: Bei Menschen, die N*kuss sagen, beginne ich gerade konsequent „Arschlochkuss“ zu sagen. Das pikiert die meisten sehr – und N*kuss sei doch kein Schimpfwort? Do-hoch. Exkurs Ende.
Stephan Anpalagan ist darüber wütend und zwar richtig:
Die Tatsache, dass wir im Jahr 2020 noch immer den Porajmos nicht kennen, ihn nicht einordnen oder unseren Kindern erklären können, ist eine Tragödie, eine bodenlose Frechheit. Und doch ist ebenjenes gesamtgesellschaftliche Versagen auch ein glasklares Spiegelbild für unseren Umgang mit den Opfern deren Täter wir sind. Deren Täter wir waren. Deren Familien unsere Familien auf dem Gewissen haben.
Frankfurter Rundschau: Vom „Zigeunerschnitzel“ bis zur „Mohrenstraße“: Mit Rassismus muss gebrochen werden


Dazu passend ein Kommentar aus der taz, über den ich sehr nachdenke:
Seit einiger Zeit wird in Deutschland und der Welt heftig über Rassismus diskutiert. Die Debatte kann dabei, wie einige Indizien andeuten, auch eine gefährliche Wendung nehmen.
Gerade wenn ich mir ansehe, wie auch gerade Menschen aus „meiner“ Bubble in fasznierende Respektlosigkeit umkippen, wenn sie erstmal einen „Gegner“ ausgemacht haben, halte ich eine Überlegung über respektvollen Umgang miteinander für unfassbar wichtig.
taz: Debatte über Rassismus: Gefährliche Wendung

Siehe in diesem Zusammenhang auch: Internet. Heute – bei Creezy.


Haben Sie noch einen geruhsamen Tag, wo auch immer Sie sind.

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29.7.2020 – I can haz level 1?

Das hier ist übrigens der 600. Artikel in diesem kleinen Blog, das sich für mich immer noch neu anfühlt, weil das alte so viel älter war. Krasser shize.

Ich merke aber auch, dass ich auf Dinge gerne so gut achtgebe, dass sie lange halten und ich bei vielem sehr selten – und ungern – etwas neues brauche. Und deswegen Dinge lange als „neu“ wahrnehme.
So unterhielt ich mich letztens mit der Liebsten darüber, dass ich doch „das neue weiße kurzärmelige Hemd“ anziehen wollte. Nach einigem hin und her stellten wir fest, dass der Grund für ihre Verwirrung einfach war: Das Hemd habe ich im Urlaub in Südfrankreich gekauft und selbst wer von Ihnen schon mehr als mittel lange im alten Blog mitliest, wird sich vermutlich nur dunkel an den Urlaub in Südfrankreich erinnern. 2005 ist ja auch lange her. Aber ich schweife ab.

Ich erwähnte ja den doofen Schnubbn, der mich seit ein paar Tagen begleitet. Lassen Sie es mich so sagen: Ohne #inDerAktuellenSituation zu leben hätte ich mir da außer einer gewissen Grundgenervtheit keinerlei Gedanken drum gemacht. So aber rief ich heute Frau Doktor erst an, bevor ich einfach hinfuhr – ich hätte den zweiten Termin gehabt, mir eine Spritze Immunstärkung ins Sitzfleisch rammen zu lassen.
Ich erzählte von den Fieberschüben und der allgemeinen Schlappheit.

Habe ich eigentlich je erwähnt, dass ich es mag zu merken, wenn irgendwo ein klar definierter Prozess routiniert und souverän begonnen und durchgezogen wird? Meine Symptombeschreibung setzte jedenfalls eindeutig den ersten Prozess in Gang: Ich bekam einen Termin zum Abstrich machen (den ersten möglichen außerhalb der Öffnungszeiten) und dazu ebenso freundliche wie eindeutige Verhaltensmaßregeln. (Gehen Sie nicht in die Praxis, ziehen Sie keine 4000,- ein, rufen Sie an, wenn Sie draußen stehen.)
Sehr angenehm nebenbei checkte sie außerdem, ob meine Daten noch alle richtig waren und man merkte: Ich bin dann auf Level 1 angekommen. Keine Panik, aber ein ruhiges, professionelles Level eins.

Um fünf nach zwölf stand ich also vor der Praxis auf der Straße und rief an. Ach prima, sie riefen mich dann rein. Ich: Äh nee, ich steht nicht draußen, ich steh an der Straße! Direkt vor der Tür sind doch andere Leute? — Ach, wenn die weniger würden, dann könne ich ja weiter zur Haustür hochkommen. Und sonst riefen sie mich dann halt an.
Nun gut. Das konnte kontaktlos klappen.
Es begann ein sehr seltsames Ballett. Bei denen, die vor mir da waren, war es nur eine Annahme auf Basis der Länge ihres Besuchs, bei denen die nach mir kamen, sah ich ja, dass sie ebenfalls erst anriefen – und ich denke, mindestens vier von uns kamen, um einen Coronatest machen zu lassen. Nur einer von uns (Spoiler: Moi) setzte das dahingehend um, dass er viel Abstand zu den anderen halten wollte. Wann immer ich einen Schritt irgendwohin auswich – es rückte jemand nach. Anstrengend.

Außerdem haben wir mal hochgerechnet: Es gibt in der Nachbarstadt knappe 90 Hausärzte. Bei alleine einem davon standen jetzt also vier Personen zum Testen vor der Tür. Nessy fasste es schön zusammen:

Der Test selbst: Erstmal ist es schon seltsam, jemandem im und-es-war-noch-nicht-mal-Vollschutz gegenüber zu stehen. Ich wusste und machte klar, dass ich wusste wies läuft*, das erleichterte ihn.

*) Bis morgen früh gegen zehn können Sie es auch noch ansehen; die Schauspielerin Wolke Hegenbarth hat sich dabei gefilmt und es in ihre IG-Story gepackt.

Und los gings:
Stäbchen eins. Tief, wirklich tief in den Rachen. „Wenn Sie würgen war ich richtig“, lachte der Doc.
Stäbchen zwei. Tief durch die Nase bis irgendwo im Rachen. Ein entrüsteter Körper heulte auf einem Auge los und versuchte damit zum Ausdruck zu bringen, dass er an dieser Stelle noch nie berührt worden war und das auch weiterhin so handhaben wollte.
Insgesamt total harmlos. Nicht schön, aber harmlos.

Montag kommt das Ergebnis, wenn ich viel Glück habe auch schon Freitag. Bis dahin bitte Home-Quarantäne. Und die Liebste wird getestet, wenn ich positiv sein sollte.

Ich bin übrigens vollkommen unbesorgt und gehe davon aus, dass dies eine Erfahrung ist, bei der wir uns gewöhnen werden, dass sie hin und wieder passiert.
Jedenfalls bis es einen Impfstoff gibt mindestens. Geht ja nicht wieder weg, dieser Corona-Dreck.

Heute gehts mir eh deutlich besser und als ich mir heute die Maske auf der Nase festdrückte merkte ich auch, warum die Nase außen weh tut – da hab ich wohl die letzten Male etwas feste gedrückt.

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27.7.2020 – [/urlaub]

Was bin ich ein eifriges kleines Arbeitnehmerlein. Pünktlich zum ersten Arbeitstag schlief ich durch und fühle mich (relativ) gesund. Ach ja, ich bin ja gar kein Arbeitnehmerlein, ich bin ja mein eigener Chef. Ich hoffe, ich erinnere mich Ende des Jahres bei der Berechnung der Boni an mein vorbildliches Verhalten. Ach ja, ich zahle ja gar keine Boni. Dann weiß ich auch nicht.

Da ich gestern schon die Firmen-Inbox gesichtet und von unnötigem bereinigt hatte, konnte ich den Tag ganz überschaubar mit ein paar kleinen Routine-Aufgaben beginnen: Den ewig nicht und dann in selbstdefinierten unabgesprochenen Raten und Abständen zahlenden Kunden mal wieder ein bisschen unter Druck setzen.
Dem der „auf dem kleinen Dienstweg“ noch eine Ergänzung haben will, einen Preis mitteilen – halbe Stunde ist halbe Stunde, nicht wahr?
Die Versicherung wieder mal gefragt, wo mein Versicherungsschein bleibt. Also der mit dem richtigen Namen drauf.
Fünf Telefonate geführt, um an eine Rechnung zu kommen. Viermal versprochen bekommen, man richte mein Anliegen aus – fünfmal von Null an erklärt.
Nach einem Rückruf, der auf dem AB landete (aber nix gesagt) gelernt: mein Autohändler kann nicht an eine Durchwahl durchstellen, sondern nur noch nach Namen. Etwas unpraktisch, wie ich finde.
Den Anwalt gefragt, ob man jemanden, der sich besonders dreist und trotz Aufforderung das zu lassen immer wieder in die Inbox wirft und mich zum Rechtsbruch auffordert, nicht vielleicht abmahnen kann.

Was man halt so tut, damit man möglichst schnell direkt wieder vom Schreibtisch weg will.

Außerdem die Buchhaltung weggebracht und dabei erfahren, dass um die inhaltlichen Details der Corona-Soforthilfe immer noch gestritten wird. In other words: Wir Kleinst-Unternehmer bekamen da im März eine Hilfe zugesagt und ausgezahlt, bei der nicht klar war und bis heute nicht klar ist, wie sie überhaupt ausfällt. Beantragen konnte wir sie aber nur sofort, die Rahmenbedingungen verschieben sich seitdem ständig. Es geht um eine Summe, die zB meine laufenden Ausgaben diverse Monate lang gedeckt hätte und mir damit eine Menge Sicherheit hätte geben können.
Da aber die Menschen, die darüber debattieren und entscheiden, vermutlich im Monat in etwa so viel verdienen, wie die gesamte Hilfe betrug, können sie sich vermutlich einfach nicht vorstellen, was dieses in-der-Luft-Hängen mit uns macht.
In der Luft hängen, weil: Irgendwann zu einem nicht näher bestimmten Zeitpunkt werden wir dann die Restsumme zurück zahlen müssen. Die Restsumme, von der wir nicht wissen, wie hoch sie ist – weil eben noch verhandelt wird, was wir denn in der Zwischenzeit davon bezahlen durften.
Das klügste, was man also mit diesem Hilfsangebot der Regierung tun konnte, war: Es auf ein extra zu diesem Zweck angelegtes Konto legen (damit nicht aus Versehen irgerndetwas davon bezahlt wird) und abwarten. Gut, wenn man dann in der Zwischenzeit den Laden dichtmachen muss – das ist dann doof, aber immerhin hätte man dann trotz der eventuellen Pleite die „Hilfe“ zurückzahlen können.
Ich bin ein ganz kleines bisschen wütend.

(zusammenhangloses Bild von gestern)

Exkurs: Wann sind Sie denn so das letzte Mal durch ein Stoppelfeld gelaufen? Es fühlt sich so großartig an, merkte ich gestern, als wir da die HeuStrohballen besuchten.

Hausaufgaben von einer gerne-bald-Kundin bekommen. „Hausaufgaben“ bedeutet bei mir: „Schau Dir andere Websites an – was findest Du gut und was nicht?“ Mich erstmal über die Antworten gefreut.

Tipp am Rande: Wenn man das sogar tut, bevor man sich das erste Mal an eine Webdesignerin wendet, macht man die sehr, sehr glücklich. Naja, wenn nicht, bekommt man eben Hausaufgaben 🙂

Dann – und das soll jetzt gar nicht so arrogant klingen – gedacht: Puh, da ist doch immer noch an vielen Stellen viel Platz nach oben in diesem Internet.
Jetzt ist Gestaltung natürlich auch sehr viel Geschmackssache und ich meine eher: Bei vielen Seiten merke ich, da gabs kein richtiges Konzept zu Beginn. Oder ich sehe an den fertigen Websites: Das Konzept war zu kurz gedacht oder die Kundinnen waren alleine gelassen, nachdem die Website einmal fertig war – und als die erste Zusatzanfordrung kam, fings an zu haken. Beides ist schade.
Ich denke ja lieber mal ein Stündchen länger nach und versuche verzweifelt vor dem ersten Pixel alle irgendwann einmal möglichen Eventualitäten einzuplanen.
Außerdem – Coronahilfe-Chaos hin oder her – habe ich nicht vor, diesen Schreibtisch hier nochmal zu verlassen. Jedenfalls nicht, bevor ich ihn gegen irgendwas mit Meerblick eintauschen kann.

Mittags versucht, einen kleinen Kaffee trinken zu gehen, aber die 350m vom Auto zur Eisdiele waren dann auch deutlich genug. Das ist ein sehr doofer, sehr nerviger und etwas seltsamer Schnubben und in ängstlichen Momenten nachts um drei lese ich mich auch schonmal durch die Corona-Symptome. Aber dann steht da eigentlich immer was von „Hals“ und ich denke: Naja, dann eben ein doofer Schnubbn.

Nachmittags den Ausflug zur Eisdiele ausgeruht und noch ein bisschen Kleinkram gemacht. „Danke fürs Verständnis“ antwortet der säumige Kunde und ich überlege fast, ihm zu schreiben, er habe das missverstanden, ich habe kein Verständnis ausgedrückt. Aber das ändert ja auch nix.

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26.7.2020 – Ferienendblues?

Seit Freitag Abend Fieber und Schnubbn und relativ genervt davon. Vor allem, weil es im Stundentakt kommt und geht, wie es mag. Genug Energie und wenig genug Fieber, um der Liebsten ihren Gruppenraum endlich fertig zu machen.
Voila, aus Kindergarten leuchtend-gelb/blau haben wir was dezenteres gemacht:

Dann wieder krank genug, um nur schlapp rumzuliegen und die halbe Nacht schlaflos Fieber-heiß-kalt in und neben der dicken Decke vor dem Fernseher zu sitzen. Da lief übrigens „Mütter machen Porno“ und ich bin sehr gespannt auf die zweite Folge. Und dann möchte ich nachdenken.

Dann vollkommen fit genug, um ohne allzu große Schäden die Buchhaltung fertig zu bekommen und danach in die Börde zu fahren und im Feld abzuhängen.

Ich weiß es doch auch nicht. Aber alles war immerhin abwechslungsreich genug, um bis jetzt keinen Ferienendblues zu bekommen.

Kommen wir zum Beifang:

Alphatiel hat Durchschnittsnoten aus Niedersachsen im Jahr 2019 bekommen und … ach, schauen Sie selbst. Kluge Menschen sagen schon lange, dass Noten nichts bringen. Unkluge Lehrerinnen halten aber daran fest, weil wie soll man sonst?
Je mehr ich zB von Vanessa oder Andrea von modernen Führung mitbekomme und gleichzeitig ja nun immer ein Auge auf die Schule geworfen habe sehe ich da Parallelen. Moderne Führung und moderne Schule haben eine Menge gemeinsam, so scheint es mir. Als könne diese Digitalisierung die ganze Welt umkrempeln, wer hätte das gedacht?

Farid Bang, der Düsseldorfer OB und die Suppenkasperigkeit der Eliten
Thomas Knüwer beguckt sich einen deutschen Rapper und wie der in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Und wie die es verzweifelt vermeidet anzuerkennen, dass Jugendkultur nicht mehr Pop oder Rock, sondern Rap und HipHop ist. Schon länger.
Nach dem Lesen begann ich übrigens wieder mal über die von mir ja mit Leidenschaft verhöhnten Germanistenpopper nachzudenken. Bei dem, was ich aktuell aus dem Radio mit halbem Ohr mitbekomme haben die inzwischen tatsächlich ein zweites Thema, nämlich: „Ist schon ok, so wie es ist.
Und das ist es natürlich überhaupt nicht. Egal wo man hinguckt: Es brennt schon. Und wenn man sich zB Rap-Texte anhört, dann entdeckt man da schon länger eine kritische Auseinandersetzung mit vielen dieser Themen (mit vielen auch nicht, und ich verachte zB die allgemein zur Schau gestellte Frauenfeindlichkeit sehr). Aber für Boomer ist es natürlich leichter, weißen Menschen zuzuhören, die so tun als seien sie Rockmusiker, die damit das Rebellen-Framing berühren und die uns sagen, dass alles ok ist und dass wir ruhig den Moment feiern sollen.

Und weil es offensichtlich immer noch nötig ist die beiden Corona-Links zum ausklingenden Wochenende:

Informationen zu gestiegenen Fallzahlen in Deutschland vom RKI und die logische Folgerung: Fenster auf! Sagen Sie’s auch ruhig weiter – es weiß nicht jede.

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