19.2.2024 – ach nö

Die Liebste ist weiterhin malade und nachdem Frau Doktor nichts sagte, was wie „ist in drei Tagen weg“ klang, haben wir sehr schweren Herzens einen Entschluss für das nächste Wochenende getroffen …

… und werden Tina nicht in Amsterdam auf der Bühne sehen. Und sonst war der Tag auch nicht so besonders.

18.2.2024 – Chronistenpflicht, die nächste

Echt: Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es heute wirklich nichts zu sehen. Die Liebste kränkelte immer noch etwas rum, daher stand wieder ganztägiges Päppeln auf dem Programm. Insgesamt aber weiterhin eher gemütliches Päppeln und am Ende waren wir sogar noch eine Runde um den Block spazieren und stellten fest wie lange das her war. War vielleicht wirklich zu viel zu tun in der letzten Zeit.
Außerdem gestern Abend noch erfahren, dass das Manifestieren des Lottogewinns natürlich zu keinem finanziellen Erfolg geführt hat und ich also nicht meine Firma zum Kauf anbiete.
Da die Liebste wohl morgen früh mal zu Frau Doktor muss, habe ich außerden am Schreibtisch gesessen und die Arbeit von Morgen früh gemacht.
Das war ein eher doofer Tag, 3/10, gern nicht nochmal.

17.2.2024 – Chronistenpflicht

Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es heute nichts zu sehen. Die Liebste kränkelte etwas rum, daher stand ganztägiges Päppeln auf dem Programm. Insgesamt aber eher gemütliches Päppeln und am Ende waren wir sogar noch eine Runde um den Block spazieren und stellten fest wie lange das her war. War wohl zu viel zu tun in der letzten Zeit.
Außerdem habe ich den ganzen Tag feste den Lottogewinn für heute Abend manifestiert*. Wenn ich hier am Montag meine Firma zum Kauf anbiete, wissen Sie Bescheid. Naja, wenn ich es nicht tue, ja auch.

Mittags klingelte eine DHL-Frau und brachte Pflegeprodukte fürs Vinyl. Das fand ich gut.

Hört von Ihnen noch jemand Radio und kennt Sendungen, die so ähnliche Musik spielen, wie Schwingungen damals?

*) Natürlich glaube ich nicht im geringsten an das Prinzip des Manifestierens. Muss ich das extra erwähnen?

Sie haben Fragen? Sie wünschen sich ein Thema, über das ich mal bloggen soll?
Schreiben Sie’s auf!

16.2.2024 – Duracellhäschen?

Gut geschlafen, als erstes direkt hoch an den Schreibtisch. Da festgestellt, dass ich aus dem Kleinkram-Hügel-Abarbeiten offensichtlich raus bin und jetzt wieder in den Modus meiner eigentlichen Arbeiten hinein finden muss. Kreativ sein und so. Sehr seltsam.
Ein paar Dinge gestaltet, draufgeguckt und sofort gelöscht. Mein Gott, was ein Murks. Erst in der dritten Runde einen Ansatz gefunden, der zu dem bestehenden Layout passt und bei dem ich wenigstens einigermaßen Hoffung haben kann, dass die Kundin mir das nicht zu Recht vom Tisch wischt.

Nachdem der Ansatz stand und ich dann thematische Variationen gebraucht hätte, die Arbeit an den Hinterkopf gegeben und leere Wasserkisten gegen volle getauscht, das kaputte Rolladenband an der Terassentür endlich mal repariert und in der ersten Runde im Wohnzimmer gefeudelt – auch das war nötig.
Erstaunlich, wie viel Energie auf einmal da war und rückblickend bleibt wohl einfach nur zu sagen: Angst fressen Seele auf Energie auf.

Der Kunde einer Agentur für die ich gern arbeite, möchte gern seine Website selbst programmieren. An den Fragen, die gerade – weil die Agentur sich natürlich absichern möchte – als stille Post an mich heran getragen werden, merke ich wieder: Das ist eine der schlechtesten Ideen ever.
Auf Instagram sah ich letztens noch so ein schönes Bildchen mit einer Preisliste: Preis, wenn ich es mache: x; Preis wenn Sie neben mir sitzen und ich es mache: x mal 2; Preis, wenn Sie ich es mache und Sie sagen, was ich tun soll: x mal 3 und so weiter.
Ich denke, wir werden hier bei x mal 5 landen. Mindestens.

Nachmittags hatte die ja inzwischen hier lebende Verwandtschaft sich gewünscht, mit uns ins Café zu gehen und wer wären wir, das auszuschlagen.
B’eurps.
Verzeihung.

Die Liebste und die Verwandtschaft fuhren dann weiter ins Kino; ich bin gerade im Stereodreieck gelandet und höre alten 70er-Jahre ECM-Jazz und schreibe für Sie auf, was heute so war und gerade könnte es kaum angenehmer ein.

Zeugs

Die ganzen Pisa-Schocks haben wir ja alle inzwischen vergessen, verdaut oder verdrängt – da kann ich ja jetzt mal einen schon länger in der Liste reifenden Link teilen; einen Link zu einem Artikel in dem Philippe Wampfler etwas sehr ketzerisches tut: Er fragt, ob Jugendliche wirklich besser lesen lernen müssen. Mir sträubt sich einzelne Resthaar bei der Frage, also ist sie wohl eine gute. „Natürlich muss eine lesen können! Das ist eine Grundkompetenz! Wer nicht lesen kann ist doof!“ ruft es in mir, schneller als ich Lesekompetenz sagen kann und deswegen fand ich es spannend, von diesem Text mal aus der Bahn geworfen zu werden. Ergebnis offen.

[…] Forderungen von belesenen Menschen gehen am Problem vorbei […]. Sie sind aber aufschlussreich, weil sie deutlich machen, wie hilflos viele Menschen dem aktuellen Kulturwandel gegenüber sind.
Grundsätzlich baut die schulische Lesedidaktik sowie die allgemeine Vorstellung von Werteerziehung auf privater Lektüre auf. Wer gern und viel liest, lernt in der Schule besser lesen und kann vom stark auf Lektüre schriftlicher Texte basierenden Unterricht stärker profitieren. Gleichzeitig werden bürgerliche Werte übernommen, wenn man sich mit dem Lektürekanon auseinandersetzt. Jugendliche müssen lesen, um zu verstehen, was ein ‚guter‘ Mensch tun und denken sollte; um sich mit moralischen Fragen auseinanderzusetzen. Lesen ist gleichzeitig aber auch Me-Time, Anlass zu vertiefter Reflexion und entspannende Unterhaltung.
Nun liest aber ein relevanter Anteil von Kindern und Jugendlichen keine literarischen Texte (mehr). Für Me-Time, Unterhaltung und Reflexion nutzen sie TikTok, Instagram, Snapchat – oder Games, auf dem Handy oder an der Konsole.

Philippe Wampfler:
Müssen Jugendliche besser lesen lernen? – Eine kritische Bemerkung zu einer populären Forderung

Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen,
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

15.2.2024 – Erleichterungen

«— Vorsicht, Zahnarzt-Content ahead. Keine Behandlungsdetails. Springen Sie bei Bedarf natürlich trotzdem einfach zum nächsten grauen Balken.

Die letzten Tage waren etwas verschwommen, denn so langsam zog es vom Unter- ins Bewusstsein, dass am Mittwoch endlich der Zahnarzttermin anstand. Der, der eigentlich schon Anfang Dezember hätte sein sollen. Netto zehn Wochen weiteres Warten also, nachdem ich schon auf den Dezember-Termin ca acht Wochen gewartet hatte. 18 Wochen sind ein Drittel Jahr und ich kann sie beruhigen: Der menschliche Körper kann sich an allerlei gewöhnen. Schmerzen hatte ich zum Glück selten, hauptsächlich habe ich halt nur auf einer Seite gekaut und das Zahnputzpensum auf zigmal am Tag hochgeschraubt. Ok, Essen macht deutlich weniger Vergnügen und Auswärts zu essen ist auch quasi unmöglich, aber: Man gewöhnt sich wirklich. Außerdem habe ich in der Weihnachtszeit exakt zwei der von der Liebsten gebackenen Plätzchen und ein Stück Schokolade gegessen – das hat ja auch Vorteile.
Gestern also der Termin mit exakt der Behandlung, die mir vor 30 Jahren das Trauma eingebracht hatte.
Nach ewigem Suchen war ich bei einer Ärztin gelandet, die schon im Vorgespräch im letzten Herbst die volle Punktzahl im Bereich „einfühlsame aber nicht heititei-ige Gesprächsführung“ gewonnen hatte. Spoiler: Sie hat gestern keine Punkte eingebüßt.
Ich war vorbereitet mit einer erhöhten Dosis meiner üblichen Angstdämpfer und dann gestern Mittag einer soliden Portion Lorazepam und konnte so ein bisschen schwammig in Gedanken und Handlungen dahin gefahren werden. Sie setzte mir dann noch eine Maske auf und durchsetzte meine Atemluft langsam ansteigend mit Lachgas. Und dann hab ich anderthalb Stunden verschlafen und besseres hätte kaum passieren können.
Fazit allgemein: Es gibt sie, die Ärztinnen, die die Angstpatienten nicht nur auf der Praxis-Website stehen haben, sondern wirklich mit ihnen umgehen können. Bei denen der Punkt „Angst“ im Vorgespräch zeitlich beliebig viel Zeit einnehmen darf, die das Wörtchen „PTBS“ begreifen und nicht die Bedeutung nachfragen müssen, die Ihnen nicht kumpelhaft die Hand auf die Schulter knallen und „Na, aber reingucken werdense mich aba schonma lassen müssen, woll!“ rufen. Geschweige denn, dass „Ach, stellense sich ma nich so an“ im Wortschatz auftaucht.
Fazit konkret: Die Zahnklinik Witten Herdecke hat da jemand in der Abteilung „Zahnerhaltung“ sitzen, die unter Lachgas behandeln darf und die das wirklich gut macht. Von uns aus ist das eine Stunde Anfahrt und ich würde weiter dafür fahren.
Ja, das ist eine anthroposophische Klinik aber in dem Zusammenhang: scheiß was drauf.

Zahnarzt-Content Ende —»

Schreibtisch-Dinge regeln sich. Community-Dinge regeln sich. Ich kann mal wieder Pixel schubsen oder coden, ganz so wie ich es mal dachte, als ich den Beruf wählte. Die letzten Tage hatte ich noch viel Zeit damit verbracht auszubügeln, dass Google in einem ziemlich kurzfristig durchgezogenen Alleingang (wussten Sie dass das Umstellen eines Buchstabens und das Löschen eines weiteren reicht, um aus einem Alleingang eine Alien-Gang zu machen? Ach, ich schweife ab. Vielleicht doch noch Lora-dings im Blut?)
Google jedenfalls hat beschlossen, keine Mails mehr anzunehmen, bei denen der absendende Server nicht gewisse Voraussetzungen einhält und wenn Sie Ihre Mails bei einem ganz normalen Webhoster im Rahmen Ihres Webhosting-Vertrags empfangen und senden, dann sollten Sie sich eventuell mit den Themen SPF, DKIM und DMARC befassen. HostEurope hatte vor ein paar Tagen noch in den FAQ stehen: „Zu diesem Thema können wir Ihnen leider keine Hilfe anbieten“ und insgesamt sind alle offensichtlich von Big Gs Vorstoß etwas überfahren.
Andere Hoster haben sich schon selbst gekümmert und fassen wir’s doch so zusammen: Wenn Sie weiter an GoogleMail-Adresse problemlos Mails schicken können ist alles easy. Wenn sich GMail-Bekannte beschweren oder wenn Sie bei einem der gängigen Anbieter Newsletter verschicken, dann kümmern Sie sich.

Ein bisschen Vinyl-Pflege bestellt, denn ich bemerke, dass ich wirklich öfter da im Stereo-Dreieck sitze und Schallplatten höre. Den Kauf einer Waschmaschine scheue ich noch etwas, aber auf Dauer …

Mir einen Ruck gegeben, und ein bisschen Fotokunst bestellt. Tony Levin macht schon seit Jahrzehnten immer Fotos von der Bühne und alle Beteiligten sind nicht mehr die jüngsten – wer weiss, wie lange man noch die Chance hat? Außerdem war ich bei der Tour und San Jacinto ist ein Stück, das mich live immer an die Grenzen meiner emotionalen Belastbarkeit bringt – so what could be better?

Verabredungen getroffen. Mit Menschen, teils zum gemeinsamen Essen außer Haus. Sie können sich kaum vorstellen, wie froh mich das macht.

Pärchenquatsch gemacht.

Zeugs

Na, mal wieder was im deutschen Web bestellt und dann kams doch aus China? Christan Buggisch hat da ein paar nützliche Infos, Links und Tipps zum Erkennen solcher Fakeshops zusammen gestellt:

Geschickt gemacht, muss ich sagen. Die meisten dürften vor dem China-Rücksende-Theater zurückschrecken und die 20 Prozent Gutschrift nehmen. Das wären in unserem Fall 8,99 €. Damit beträgt der Verlust 36,00 €. Nicht schön, aber verkraftbar. Bei der Variante „Rücksendung“ würde der Verlust 22,49 € betragen, so viel kostet nämlich der Versand mit DHL inkl. Sendungsverfolgung nach China. Wir reden also über eine Differenz von 13,51 € – das könnten wir sparen, wenn wir uns auf die Rücksendung einlassen (vorausgesetzt alles geht glatt und der Zoll macht kein Theater).

Für 13,51 € dürfte sich das kaum jemand antun. Meine These ist daher, dass die meisten sich für die 20 Prozent-Rückerstattung entscheiden. Und siehe da: Nahezu alle Produkte im Wirberlin-Shop liegen in dieser Preisklasse. Bei deutlich teureren Produkten wäre der Anreiz für eine Rücksendung viel höher. So aber hat der unzufriedene Kunde ein unbrauchbares Produkt und ist um 36,00 € ärmer. Wirberlin dagegen hat Einnahmen in Höhe von 36,00 €, und bei diesem dem Anschein nach billigst produzierten Pullover dürfte die Gewinnspanne erheblich sein.

Ein Schuft, wer Böses dabei denkt oder ein Geschäftsmodell dahinter vermutet.

Christian Buggisch:
Mode aus China und jede Menge Ärger

I don’t need fancy“ schrieb Tina Dico in einem Lied als sie bemerkte, dass sie nach den Jahren des Herumreisens jetzt einen Haushalt hatte und sich in diesem Dinge sammelten; Dinge, von denen sie teilweise nicht mal wusste, wo sie herkamen noch, was sie taten. Gabriel Yoran beginnt seinen Text mit Kritik an ähnlichen Dingen: Dingen die irgendwie halt man hat und die irgendwie gut und schlecht in einem sind und rutscht dann immer weiter in eine große Konsumkritik. Und angenehmerweise auch gleich in den Blick darauf, wie wenig die wiederum funktioniert:

Autos sind so sicher wie noch nie, und ein Schub in der Batterieentwicklung ermöglicht mittlerweile auch E-Autos mit passablen Reichweiten. Aber in Deutschlands meistverkauftem Auto, dem Golf 8 von Volkswagen, regelt man Heizung und Klima nicht mehr mit Knöpfen, sondern über eine berührungsempfindliche Fläche, die man nachts nur findet, wenn man weiß, wo sie ist, und die Augen von der Straße nimmt. Die Fläche ist unbeleuchtet.

Stromverbrauch und Haltbarkeit moderner LEDs sind klassischen Glühbirnen geradezu beschämend überlegen, auch die Probleme der zu kalten Farbtemperaturen hat man in den Griff bekommen, aber die fancy Home-Automatisierung verlangt, dass Gäste eine App installieren, um das Licht auf dem Klo einzuschalten.

[…]

Wir sind zum Konsum verdammt; unser Wirtschaftssystem verlangt ihn von uns. Man kann nicht nicht konsumieren. Aber das Ideal des nachhaltigen, nicht zerstörerischen Konsums scheint so unerreichbar, politisch, wirtschaftlich, logistisch – vor allem psychologisch, denn Konsum ist ein Alldurchdringer. Wenn du als Konsument:in definiert wirst, ist es schwer erträglich, für Konsum kritisiert zu werden.

[…]

Bei kaum einer Alltagstätigkeit fallen Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander wie beim Konsumieren. Ich soll das Richtige kaufen, nicht zu viel, nicht zu billig, nicht über meinen Verhältnissen, nicht unter meinem Niveau. Ich soll verantwortungsvoll konsumieren, kein Kind in einer baufälligen Textilfabrik in Bangladesch ausbeuten, auch nicht den Logistikleiharbeiter im Verteilzentrum vor Berlin. Ich soll nur ausnahmsweise bei Amazon bestellen, lieber gar nicht. An Starbucks muss ich vorbeigehen. Bei Aldi und Ikea ist die Sache schon schwieriger

Gabriel Yoran auf krautreporter.de:
Die Verkrempelung der Welt (als Mitglied darf ich Ihnen diesen Link schenken)

Haben Sie eigentlich heute schon gute Musik gehört? Die nächste Single ist immerhin schon fast fertig gemastert!

Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
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Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

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