20.5.2022 – Wasserstand, der

Es geschieht fast nur Unbloggbares dieser Tage, sorry. Es geschieht aber dummerweise viel, wir sind leider sehr beschäftigt, nicht sehr gut beschäftigt; aber das gehört hier alles nicht hin. Vielleicht lässt es sich am Ende zusammenfassen, ich hoffe, gut.
Immerhin ist das Flow-Projekt das mich die letzten Wochen in Atem gehalten hat fertig, abgenommen und online. Falls es Sie interessiert: www.hkf.de

18.5.2022 – Über die Bequemlichkeit

Wissen Sie, was mir – um diese ungeplante Blogpause mal ungeplant zu unterbrechen – so richtig auf den Senkel geht? Wenn Menschen bequem sind. Also im Allgemeinen und konkret denke ich gerade über diese ganz spezielle Form der Bequemlichkeit nach, sich nicht mit der Idee eines anderen zu beschäftigen, sondern sich fix ein eigenes Bild zu machen und das dann doof zu finden. Ein Bild zu machen, das vielleicht falsch, aber eben bequem abzulehnen ist. Und danach mit Hinweis auf dieses eigene Bild jeden weiteren Gedanken zu verweigern.

Nehmen wir an, Sie arbeiten bei einem Chemieladen und Ihr Gegenüber sagt pauschal „Chemiekonzerne sind böse und überall ist Mikroplastik drin und der Rhein, der schöne Rhein!“ und sie erklären, dass das Bild von Chemiekonzernen auf der Strasse etwas verzerrt ist und erzählen ihm von Qualitätssicherung und Fortschritt und dass der Rhein längst wieder sauber ist und von allem, was Sie aus Ihrer Arbeit so wissen und differenzieren vielleicht auch, weil es ja kompliziert ist und er hört sich das alles an und sagt „Ja aber in der Fernsehzeitung stand letztens auch das mit dem Mikroplastik und wir wissen doch alle noch: Bhopal“.

Stellen Sie sich vor, Sie haben Pädagogik studiert und sind seit zwanzig Jahren im Beruf und Ihr Gegenüber sagt pauschal „Ach, Pädagogen sind doch alle Schnullis und ihr Heititei ist ja ganz nett für Freistunden und Projektwochen, aber wenn man nur genügend Druck macht und die Blagen sich mal über die Bücher setzen, dann klappt das auch und wenn es nicht klappt, dann waren die halt faul. Wie alle Kinder.“ und Sie erklären, dass das Bild von Pädagogen auf der Strasse etwas verzerrt ist und erzählen ihm von etwas moderneren Konzepten und von verschiedenen Lernformen und bringen psychologisches Grundwissen ein und differenzieren vielleicht auch, weil es ja kompliziert ist und er hört sich das alles an und sagt „Ja, aber uns hat es ja auch nicht geschadet und aus uns ist auch was geworden

Oder denken Sie mal, Sie sind seit Jahren in Therapie und eines der Konzepte, die Ihnen wortwörtlich den Arsch gerettet haben nennt sich „Achtsamkeit“ und Ihr Gegenüber sagt pauschal „Ach, diese Achtsamkeitsbubble, der geht es doch nur um der ihr eigenes Yoga, Tee und Duftkerzen-Heil und wenn wir auf die hören, dann wird unsere Welt egoistisch aber hygge untergehen“ und sie erklären, dass es das gibt, aber dass auf Instagram nur ein Teil, vielleicht sogar nur ein falsch verstandener zu sehen ist, weil das Bild von Achtsamkeit auf der Strasse etwas verzerrt ist und Sie differenzieren vielleicht auch, weil es ja kompliziert ist und er hört sich das an und sagt „Ja aber ich kann nicht ernst nehmen, wenn mir ein Teebeutel sagt, ich solle mich nicht sorgen, sondern lächeln und deswegen mag ich das nicht

Oder stellen Sie sich vor, Sie haben jahrelang fächerübergreifend in Geschichte, Politologie und Soziologie geforscht und dort Pazifismus-Konzepte entwickelt und dann ist plötzlich Krieg so nah, dass er sich nicht ausblenden lässt und Ihr Gegenüber sagt pauschal „Jaja, diese Pazisfismus-Schnullis – ich verstehe nicht, wie die jetzt finden können, dass die Ukraine sich nicht wehren darf, das ist doch menschenverachtend“ und Sie erklären, dass das Bild von Pazifismus auf der Straße etwas verzerrt ist und berichten von Forschung und Erhebungen und Konzepten und vom Pazifismus im Krieg und von dem in Friedenszeiten und weil es kompliziert ist, differenzieren Sie auch und dann sagt er „Ja aber diese dreckigen Hipster mit ihren Friedenstauben auf dem Jutebeutel, die sollte man alle da rüber schicken – direkt in die erste Reihe

Diese Art von Bequemlichkeit, die meine ich, wissen Sie. Ist übrigens weit verbreitet auch unter denen, die den Querdenkern immer vorgeworfen haben, sie wären halt nicht zu einem differenzierten Weltbild fähig und hingen lieber einer falschen, aber einfachen Erklärung an, statt mal zu denken.

Es gilt übrigens: Ich bin natürlich nie so. Und Sie natürlich auch nicht.

Twitterbild: Foto von Alena Zadorozhnaya von Pexels.

11.5.2022 – Mantel, Schweigen, Dings

Ich möchte über diesen Tag nicht reden. Am bemerkenswertesten dürfte sein, dass wir wirklich noch überlegten, ob es der sechste oder der siebte Höllenkreis ist, in den wir geworfen wurden.
Wir sind mit dieser Meinung auch nicht alleine, auch die Support-Foren stimmen mit uns überein.

Sie haben Fragen? Sie wünschen sich ein Thema, über das ich mal bloggen soll?
Schreiben Sie’s auf!

10.5.2022 – sirrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

Wenn ich in meinen Kopf hineinschaue, vermute ich, dass ich den ganzen Tag nur in Zooms oder Telefongsprächen verbracht habe. Ein Blick in die Anrufliste bestätigt das.
Aber nur super Menschen, wirklich; ich habe mich über jede von ihnen gefreut und mit den meisten sogar viel gelacht.

Ich vermute außerdem, dass es sich exakt so anfühlen muss, wenn man seinen Kopf in die Mikrowelle legt.

Immerhin das Problem mit dem Systemhaus hat sich gelegt, nachdem sich das Systemhaus bei der Kundin über mich beschwert hat und die uns beide bat, doch jetzt eine Lösung zu finden. Die Lösung ist: Er liest ungerne Mails und seine Aussage gegenüber der Kundin, er wisse gar nicht, was ich von ihm wolle, war gar nicht pampig sondern schlicht wortwörtlich sachlich so gemeint. Ich emfehle trotzdem einen Blick auf das sog. Vier Seiten Modell und demnächst andere Formulierungen, aber naja.
Und ich kann ihn rund um die Uhr anrufen. Wirklich, wann immer ich möchte.
We will see.

Ich bin seit heute Mitglied in einem Verein, der sich darum kümmert dass ich Geld bekomme, wenn jemand meine Musik hört. (Jaja, ich weiß, es gibt da Vor- und Nachteile).
Ich muss nur noch noch … äh, also … ich äh … muss … äh.

Ob ich das Faxgerät aus dem Keller hole?

Sie finden gutes altes Tagebuchbloggen gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen,
oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier meine Wishlist finden. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

9.5.2022 – break of day

Eigentlich fing das alles gar nicht schlcht an: Der Schlaf war gut, die Laune auch, der Saft erfrischend – warum also nicht? Was weiß ich, was das Karma da auszugleichen hatte, aber von da an gings bergab.

Es war wirklich egal, was ich anfasste: Ich musste es wieder abbrechen. Für Projekt eins hatte sich vollkommen überraschenderweise das Systemhaus noch nicht zurück gemeldet. Naja, was sind schon fünf Tage unter Freunden, wenn man weiß, dass das Ding Ende des Monats abgeschlossen sein sollte? Also Ende letzten Monats, ist klar, ne? Projekt zwei hatte ich Freitag nachgefragt und las heute eine „ja, nein, vielleicht, ich denke nochmal nach“ – Mail. Drei und vier ähnlich.
Und ich weiß nicht, wie das bei Ihnen ist, aber wenn ich meinen echten oder virtuellen Schreibtisch frei gemacht habe und denke: „Jetzt gehste da dran“, wenn ich dann die Ordner und Dateien öffne, mir den Überblick verschafft habe, wo ich denn eigentlich stehe, wenn ich dann wieder im Bilde bin und beherzt nach dem Hammer oder der Maus greife und dann bildlich gesprochen vor die Wand laufe, weil was fehlt oder weil jemand nicht wie versprochen was geschickt hat oder … – das raubt Energie. Oder?

Irgendwann mittags beschloss ich: Es reicht. Und machte das Büro zu. Liebe mitlesende Kundinnen: Morgen gibts Antworten.

Ich beschloss, meine Musikkarriere weiter zu bringen und meldete mich bei diversen dazu nötigen Diensten an. Die meisten wollten gerne einen PayPal-Account, um mir mein Geld dahin zu überweisen oder von dort wegzunehmen und es sollte ein PayPal-Geschäftskonto sein. Ich legte also eins an. Ein neues, denn ich möchte das nicht mit meinem privaten verknüpfen. Dummerweise war ich eifrig und aktivierte die zwei-Faktor-Authentifizierung. Also: ich aktivierte sie, bevor ich in der Bestätigungsmail den Link zur Bestätigung meiner Mailadresse geklickt hatte und damit schließt man sich – wie ich heute lernte – sehr gründlich aus. Ohne bestätigte Mailadresse kann man sich nicht einloggen, ohne bestätigte Mailadresse kann man auch kein Passwort anfordern und die Lösung, wenn man sich durch diverse „nein, nein, Sie wollen gar nicht mit uns sprechen“-Telefonmenus gehangelt hat, ist tatsächlich: „In einer Woche ist Ihre Telefonnummer bei uns verifiziert. Dann können Sie ein neues Passwort anfordern
Sie sehen mich begeistert.

„Wollen wir briefwählen gehen?“ fragte die Liebste, „ich lad Dich danach auch auf ein Eis ein“. Das klang gut.
Wählen hat dann auch geklappt. Also, an mir liegts nicht, wenn die falschen am Sonntagabend dann erzählen, dass sie dankbar den Wählerwillen annehmen.

Dann gingen wir Eis essen. Ich fass mich kurz: Wir haben noch vor dem Aufgeben der Bestellung gemerkt, dass wir kein Geld dabei hatten. Und dann haben wir ausgerechnet, was wir denn an Bargeld in den nächsten Tagen brauchen, erstaunt bemerkt, an wie vielen Stellen noch keine Karten möglich sind, kurz einen kleinen Dänemark-Sehnsuchts-Flash bekommen, haben gewissenhaft nochmal nachgerechnet und haben dann exakt 5,- zu wenig abgehoben. Und dann hab ich mich aufs Bett gelegt, an die Decke gestartt und schlchte Laune gehabt.

Und den Computer ausgema

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