23.5.2021 – #RasterPsychotherapie

Kurzes Vorwort, weil das ja hier sonst ein Tagebuchblog ist:
Als die Liebste und ich heute Morgen aufeinandertrafen, sprach sie: „Hey, es regnet nicht, lass uns so schnell wie möglich rausgehen“ und ich sprach „Hey, ich hab wohl Migräne, ich bleib dann mal im dunklen Zimmer
So war das heute.

Aber wo hier drin nichts passiert ist, möchte ich Sie kurz auf etwas da draußen aufmerksam machen:


tl;dr: Bitte unterzeichnen Sie diese Petition.


Die Bundesregierung möchte gern den folgenden Satz ins Sozialgesetzbuch (§ 92 SGB V) aufnehmen: „Der Gemeinsame Bundesausschuss prüft bis zum 31. Dezember 2022 unter Berücksichtigung der Versorgung nach Absatz 6b, wie die Versorgung von psychisch kranken Versicherten bedarfsgerecht und schweregradorientiert sichergestellt werden kann„.
Bedarfsgerecht und schweregradorientiert – klingt nicht so schlecht?
Aber irgendwie bedeutet das ja auch im Umkehrschluss, dass es im Moment nicht so ist? Arbeiten Therapeuten also im Momentan an ihren Patientinnen vorbei? Oder zu viel oder zu wenig? Schätzen sie die Schwere der Krankheit ihrer Patientinnen gar falsch ein?

Ich erzähl mal meine Erfahrungen dazu und hole – Sie kennen das – etwas aus:

Laut der Bundespsychotherapeutenkammer warten Deutsche im Schnitt knapp 20 Wochen, bis sie regelmäßig zum Therapeuten gehen dürfen. In other words: Knapp ein halbes Jahr. Klingt schon nicht so dolle, finden Sie?
Sorry, ich setze noch einen drauf: 100% der mir persönlich bekannten Menschen mit psychological issues haben nicht in dem Moment bei einer Therapeutin angerufen, als sie dachten „Oh, mir gehts irgendwie nicht so gut“ Sondern sie haben einen schlechten Tag gehabt und dann noch einen und dann gings wieder einen oder drei und dann war einer so lala und dann war wieder einer so richtig beschissen und dann schien auch die Sonne und es ging wieder und so weiter und so weiter und irgendwann nach Monaten haben sie sich eingestanden: Oh, mir geht irgendwie insgesamt nicht so dolle.
Und dann denkt man sich, man könnte sich doch mal zusammenreißen – mehr Sport, weniger Pizza, mehr Obst früher schlafen und weniger am Schreibtisch, Sie wissen schon. Und Obst und Sonne sind ja auch nicht schlecht und bis man merkt, dass das aber im Endeffekt auch nichts bringt, sind wieder ein paar Monate rum.
Vielleicht schämt man sich auch, weil unsere Leistungsgesellschaft nicht so gut mit Menschen kann, die nicht mehr können.
Vielleicht ist man auch hochfunktional und geht jeden Tag noch an den Schreibtisch und macht mittags lustige Witzchen in der Kantine und glaubt sich seine Funktionalität dummerweise auch noch selbst und braucht einen völligen Nervenzusammenbruch um überhaupt zu bemerken was los ist.
Vielleicht liegt man dann nur noch im im Bett und aufstehen und duschen sind schon nahezu unüberwindliche Hindernisse. Und soziale Kontakte nicht nur „nahezu“ unüberwindliche.
Trotzdem kann man lange daran glauben, dass es morgen aber wieder bergauf gehen wird.

In dieser Stimmung suchen Sie sich dann also eine Therapeutin, bzw: rufen Sie dann also eine Therapeutin an. Die Adresse haben Sie entweder aus dem Internet (oder auch nicht, Therapeutinnen müssen aus Gründen die gleich klarer werden, keine Werbung machen und haben gern mal weder Website noch E-Mail) oder von einer freundlichen Versicherungskauffrau bei ihrer Krankenkasse. (Erfahrungsgemäß erdreisten die sich übrigens gerne, schon das erste Mal nachzufragen, was man denn habe und haben auch gern mal einen Kommentar dazu.)
So ein Gespräch mit der Kasse kostete mich in schlechten Zeiten ein bis zwei Wochen, um neue Kraft für den nächsten Anruf zu tanken.
Nun sind Therapeutinnen aktuell in unserem Land so ausgebucht, dass man dann dort als erstes auf einem Anrufbeantworter landet. Einem, der einem im besten Falle sagt, man dürfe zur Telefonsprechzeit noch einmal anrufen – diese Sprechzeiten sind meist ein oder zweimal die Woche eine Stunde. Im nicht so guten Fall erfährt man aber auch nur, dass im Moment niemand auf die Warteliste aufgenommen werden kann, weil die Liste schon zu voll ist.
Natürlich steckt man diese Enttäuschung leicht weg und ruft sofort und auf der Stelle die nächste Nummer an – Sie haben sich das schon so gedacht, nicht wahr? (Sarkasmus Ende)

Was ich also sagen will: Zwischen dem Auftreten einer Krankheit bis zur Einsicht können Monate oder Jahre vergehen, zwischen Einsicht und dem ersten Kontakt zum Arzt weitere Monate und dann ist die beste Nachricht, dass man im Schnitt in zwanzig Wochen einen Termin hat. Bei einer Krankheit, die neben vielen anderen Symptomen auch gerne mal Suizidgedanken mit sich bringt.

Jetzt ist eine Therapie ja etwas, bei dem man sich im besten Fall der gegenüber sitzenden Person öffnet. Bei dem man Vertrauen kann. Wo man sich gut aufgehoben und verstanden fühlt.
Und das hängt einfach auch von der Chemie zwischen den Personen ab. Es gibt dafür die sog. probatorischen Sitzungen, Kennenlernstunden quasi, in denen man das testen kann obs passt. Ich hatte zum Beispiel mal eine Therapeutin, die mir als erstes meine damalige Mitgliedschaft bei den Grünen ausreden wollte, denn Gutmenschen brächten es in unserer Zeit zu nichts und ich müsste einfach etwas gehässiger werden. Das passte zum Beispiel nicht.
Wenns nicht passt fängt man wieder vorne (Adresse besorgen, Kraft für Anruf tanken, anrufen, …) an.

Das ist in etwa – Einzelerfahrungen mögen anders sein und auch ich hatte auch mal bessere Erlebnisse – das ist also die Realität, die sich hinter den zwanzig Wochen verbirgt. Wir können das zusammenfassen in den einfachen Satz: Es gibt viel zu wenige Therapieplätze in Deutschland.

Therapeutinnen wissen das natürlich. Und selbst wenn wir den manchmal konstruierten, extremst gehässigen Fall voraussetzen, dass Therapeutinnen ja eigentlich ihre Patienten bei sich behalten müssen, weil sie sich ja sonst ihre Arbeit wegnehmen:
Nein. Therapeutinnen ist es nicht daran gelegen, ihre Patientinnen so lange wie möglich bei sich zu behalten.

Nächstes Thema: Nehmen wir an, Sie brechen sich ein Bein. Dumm gelaufen gefallen, Elle gebrochen. Zack, eine Fahrt im Notarztwagen gewonnen, Schmerzmittel reingepumpt, ins Krankenhaus gefahren, ins OP gerollt, gerichtet, Gips drum, aufwachen, kotzen, schlafen, nochmal röntgen, den endgültigen Gips drum, sechs Wochen mit Plastiktüte duschen, Gips ab, nicht sofort was schweres heben. Das sind im Schnitt ziemlich eindeutige Sachen.
Der Gegenentwurf: Ich war das erste mal bei einer Therapeutin, da war ich siebenundzwanzig und es sollte nicht das letzte Mal bleiben. Ich habe mehrere Therapeutinnen und mehrere Therapien gebraucht um jetzt an einem Punkt zu sein, dass ich denke: Das ist der Kern, das ist die tiefste Schicht, an der ich gerade arbeite.
Das liegt nicht unbedingt daran, dass meine Therapeutinnen alle zu doof waren, sondern an anderen Dingen. An Konstrukten, die meine Seele sich im Laufe der Dekaden, die sie verletzt wurde, gebaut hat, an Schichten mit Ausweichmustern und Verdrängung und Pseudo-Problemen, durch ich erstmal durchkommen musste, Schicht für Schicht, Sohle für Sohle abwärts.
Es ist nicht so einfach wie …
… aha, Depression – das macht zehn Stunden gut zureden und nochmal fünf zur Konsolidierung …
– oder –
… ach guck, Angststörung – das macht fünf hohe Türme , eine Spinne und dreimal Wacken im Moshpit …
… und dann bist Du geheilt.

Aber exakt davor haben Psychotherapeut:innen gerade Angst: dass der Gesetzesentwurf genau das bedeuten wird: Einordnung psychischer Krankheiten in ein Raster, um dann – ähnlich den Fallpauschalen im Krankenhaus – leichter abrechnen zu können und nicht mehr diesen Unwägbarkeiten der menschlichen Psyche ausgesetzt zu sein.
Und die Einordnung träfe eben nicht mehr die behandelnde Ärztin, die stände je nach Krankheit einfach fest.

An die Stelle von individueller Diagnose und Behandlung soll künftig in der Psychotherapie eine Versorgung nach groben Rastern treten“, schreibt die Bundespsychotherapeutenkammer dazu in einer Pressemitteilung und die taz erklärt:

Die Änderung bedeutet, dass künftig nicht mehr die Psy­cho­the­ra­peu­tin eine Diagnose stellt und die Behandlungsdauer innerhalb der auch jetzt schon vorgeschriebenen Kontingente individuell plant, entlang der Erkrankung der Pa­ti­en­tin und des Behandlungsverlaufs. Stattdessen soll mit Hilfe eines Rasters schon zu Beginn der Behandlung festgelegt werden, wie viele Behandlungsstunden aufgrund einer gestellten Diagnose genehmigt werden.

taz.de: Neue Regelung für Therapie: Die normierte Psyche

Aber selbst Angststörung ist nicht gleiche Angststörung und Depression nicht gleich Depression und während die eine vielleicht wirklich in zwanzig Stunden ihren Durchbruch hat und danach stark durch die Welt gehen kann, braucht der andere vielleicht zwei Verlängerungen und eine Langzeittherapie.

Es gibt da einfach kein Raster:

Dieses Vorgehen passe nicht zu den Bedürfnissen von Menschen mit psychischen Erkrankungen. […] Patientinnen und Patienten würden zunächst die Beschwerden schildern, über die sie am leichtesten reden könnten. „Im Laufe der vertiefenden Diagnostik und der Behandlung werden den Patientinnen und Patienten aber meist noch weitere Gründe für die psychische Erkrankung bewusst“, erklärt der Psychotherapeut [und BPtK*-Präsident Dietrich Munz]. Erst dann seien tiefere Ebenen der Erkrankung erkennbar. Das Behandeln psychischer Erkrankungen sei ein viel zu komplexer und individueller Prozess, „um ihn mit simplen Kriterien zu steuern“.

Rasterpsychotherapie: Darum befürchten Menschen, dass Psychotherapie stärker reglementiert werden könnte

*) Bundespsychotherapeutenkammer

Das alles wäre also – glauben Sie es mir einfach: Eine Katastrophe. Und deswegen bitte ich Sie mal zu überlegen, ob Sie nicht diese Petition unterzeichnen möchten.

Falls Sie zögern hier noch zwei Gedanken:
Psychische Probleme sind kein Randgruppenthema. Kann jede treffen. Jede dritte Erwachsene leidet im Laufe des Lebens an einer psychischen Erkrankung. Zählen Sie doch einfach Ihren Freundeskreis durch: Eins, zwei, ja, vier, fünf, ja, sieben, acht, ja – und so weiter.

Und falls Sie zögern, weil das ja eigentlich gar nicht sein kann, dass so nur über Bürokratisierung und Geld statt über Patientinnenwohl nachgedacht werden soll – dann denken Sie doch kurz darüber nach, was wir während der #aktuellensituation über unser Gesundheitssystem erfahren haben.

Merci für die Aufmerksamkeit.

Noch ein paar Infos:

19 Kommentare

  1. toll gegendert (dadurch kann man eine zeile gerne öfter lesen um zu überlegen was jetzt genau gemein ist) und am ende schreiben „jede dritte erwachsene“ was dann scheinbar nur frauen einschließt? ansonsten gute erklärung zu einer petition.

    1. Ah sorry, Männer sind hier generell mitgemeint; ich schreibe meist im generischen Femininum. Aber danke für das Lob 😉

  2. Danke für Ihre anschauliche und sehr persönliche Schilderung. Für Menschen, die nicht im System sind, ist das alles noch einen Zacken schärfer: Illegalisierte oder Geflüchtete, die noch im laufenden Anerkennungsverfahren sind. Unter ihnen sind viele schwer Traumatisierte. Durch unterschiedliche kulturelle Hintergründe und die sprachlichen Hürden wird es dann noch einmal schwieriger.

    1. Ich fürchte, dass es da – wie an vielen anderen Stellen – ein ebenso unausgesprochenes wie striktes Klassensystem gibt. Meine Sicht ist die eines gesetzlich versicherten Menschen; ich fürchte, dass privatversicherte zumindest schneller an Termine kommen. Die Gruppen, die Sie ansprechen stehen in dieser Reihenfolge noch weiter unten, das ist leider klar.

  3. Vielen Dank für die ausführliche Erklärung!
    Ich habe meine eigenen Erfahrungen mit dem System und würde sagen, dass ich mein (heutiges) Leben dem Therapeuten verdanke, der gerade frisch in einer Gemeinschaftspraxis angefangen hatte und bei dem ich deshalb binnen einer Woche einen Termin bekam.
    Als Bonus zum hauptsächlichen Problem (PTBS), bekam ich noch eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Das hätte mit den Plänen schon mal schwierig werden können.
    Leider musste ich die Therapie aus Gründen vor 8 Jahren unterbrechen und nun habe ich Angst vor einer neuen Suche, denn so viel Glück kann ich kaum ein zweites Mal haben.
    Petition wird natürlich unterschrieben.

    1. Die Gewissheit, dass eine gute Therapie Leben gerettet hat, die kenne ich. Und es freut mich, das zu lesen und gleichzeitig verstehe ich die Zweifel jetzt. Aber mit der Geschichte im Hintergrund – lohnt da eine neue Suche nicht? (Ja, ich weiß …)

    2. Aus TherapeutInnenSicht würde ich Sie gern ermutigen, sich nochmal bei dem Therapeut zu melden, bei dem Sie sich seinerzeit so gut behandelt fühlten. Ich freue mich immer, wenn sich frühere PatientInnen wieder melden. Und wenn Sie inzwischen umgezogen sind, kann er Ihnen vielleicht jemand an Ihrem neuen Wohnort empfehlen.

      Im übrigen auch von mir tausend Dank für diesen tollen Blog. Hab sofort unterschrieben und weitergeleitet.

  4. @Meja: Meine Therapeutin fand ich vor circa dreiundzwanzig Jahren; fünf Jahre Gesprächstherapie brachten in Ordnung, was in den ersten zwanzig Jahren meines Lebens schief lief und kaputt gemacht worden war. In einer mehrmonatigen Krise (Burnout wegen familiärer Katastrophen) vor vier Jahren bekam ich sie umstandslos wieder an meine Seite. Und jetzt aktuell (Krebserkrankung meinerseits) bin ich auch ohne irgendwelches Warten wieder bei ihr. Also: Mut!

  5. Danke für den Hinweis auf die Petition. Durch Menschen in meinem nahen Umfeld weiß ich, wie schwierig die Suche nach einem passenden Therapeuten und wie langwierig die Behandlung sein kann. Und auch, dass es nicht immer bei der ursprünglich gestellten Diagnose bleiben muss bzw. weitere Diagnosen dazu kommen können. Die Behandlungsdauer deshalb auf Grundlage einer Erstdiagnose festlegen zu wollen, halte ich für einen fatalen Fehler, der Leben kosten kann.

  6. Mag sein, dass ich als privatversicherte Person schneller an einen Termin gekommen bin (nur ca. 2 Monate Suchen), dafür bekomme ich von meiner Krankenkasse nur 20 Sitzungen pro Jahr bezahlt. Mein „Therapiejahr“ ist jetzt schon fast zu Ende – es sei denn, ich verzichte auf andere „Annehmlichkeiten“ und zahle die Therapie aus eigener Tasche.

    1. Ah, ok danke für die Ergänzung. Die privat versicherten Menschen* die ich kenne haben da keine Einschränkungen.
      *) Wohlgemerkt Menschen, denen ich ihre gute medizinische Versorgung komplett gönnen. So wie ich sie allen Menschen gönne.

    1. Weil der erste Kommentar einer jeden neuen Kommentatorin erst von mir freigeschaltet werden muss. ZB um Spam zu vermeiden.

  7. Ich kann gar nicht genug danken für den wichtigen Beitrag. Viele Menschen können wahrscheinlich nicht einmal ansatzweise nachvollziehen, welche Anstrengung es kostet sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht und sich dann auch noch auf die mühsame Suche nach einer Therapeutin begeben zu müssen. Wenn man dann noch Gefahr läuft, dass die Hilfsangebote gedeckelt werden, wer nimmt dann diese Anstrengung noch auf sich. Also muss unbedingt verhindert werden, dass die Bedingungen noch schlechter werden.

  8. Wieviele Stunden von privaten Krankenkassen übernommen werden, ist sehr unterschiedlich und hängt vom Tarif ab. Abgesehen davon verdienen wohl zumindest Kinder- & Jugendtherapeuten an privat versicherten Patienten weniger (oder ist der Aufwand ist höher?), jedenfalls habe ich tatsächlich den Satz gehört „Oh, privat versichert? Das tut mir leid, für privat Versicherte haben wir zur Zeit überhaupt keine Kapazitäten.“

  9. Herzlichen Dank für den so wichtigen Beitrag! Rasterpsychotherapie wäre ein schrecklicher Rückschritt in einer ohnehin mehr als schwierigen Situation. Ich würde gern zum versicherten Status ergänzen: Privatversicherte bekommen vielleicht schneller einen Termin, allerdings nur, wenn sie einen sehr guten Vertrag haben oder eine Zuzahlung aus eigener Tasche in Kauf nehmen. Die GOÄ, der die Psychotherapeuten angegliedert sind, wurde seit 1996 nicht überarbeitet, dh keinerlei Einkommenszuwachs in 25 Jahren. Dies bedeutet nun mittlerweile einen Einkommensverlust bei Behandlung von Privatpatienten im Vergleich zu gesetzlich versicherten bei insgesamt hohem bürokratischen Aufwand. Da Psychotherapeuten nur einige Ziffern abrechnen können, ist das auch nicht auszugleichen. Nun könnte dies nur über Steigerung des Satzes ausgeglichen werden, was jedoch, bei Überschreiten des sogenannten Schwellenwertes sehr häufig abgeschmettert wird. Ganz anders bei Ärzten. Da Versicherer den längeren Atem sowie Rechtsbeistand haben, ist dies ein mühseliger Kampf. Die Entscheidung zu einer Privatpraxis erfolgt auch in der Regel nicht freiwillig, sondern weil das Geld zum Erwerb eines Kassensitzes fehlt und keine neuen zugelassen werden.
    Aus meiner Sicht gäbe es viel zu tun, um die psychotherapeutische Versorgung zu verbessern.

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