9.5.2022 – break of day

Eigentlich fing das alles gar nicht schlcht an: Der Schlaf war gut, die Laune auch, der Saft erfrischend – warum also nicht? Was weiß ich, was das Karma da auszugleichen hatte, aber von da an gings bergab.

Es war wirklich egal, was ich anfasste: Ich musste es wieder abbrechen. Für Projekt eins hatte sich vollkommen überraschenderweise das Systemhaus noch nicht zurück gemeldet. Naja, was sind schon fünf Tage unter Freunden, wenn man weiß, dass das Ding Ende des Monats abgeschlossen sein sollte? Also Ende letzten Monats, ist klar, ne? Projekt zwei hatte ich Freitag nachgefragt und las heute eine „ja, nein, vielleicht, ich denke nochmal nach“ – Mail. Drei und vier ähnlich.
Und ich weiß nicht, wie das bei Ihnen ist, aber wenn ich meinen echten oder virtuellen Schreibtisch frei gemacht habe und denke: „Jetzt gehste da dran“, wenn ich dann die Ordner und Dateien öffne, mir den Überblick verschafft habe, wo ich denn eigentlich stehe, wenn ich dann wieder im Bilde bin und beherzt nach dem Hammer oder der Maus greife und dann bildlich gesprochen vor die Wand laufe, weil was fehlt oder weil jemand nicht wie versprochen was geschickt hat oder … – das raubt Energie. Oder?

Irgendwann mittags beschloss ich: Es reicht. Und machte das Büro zu. Liebe mitlesende Kundinnen: Morgen gibts Antworten.

Ich beschloss, meine Musikkarriere weiter zu bringen und meldete mich bei diversen dazu nötigen Diensten an. Die meisten wollten gerne einen PayPal-Account, um mir mein Geld dahin zu überweisen oder von dort wegzunehmen und es sollte ein PayPal-Geschäftskonto sein. Ich legte also eins an. Ein neues, denn ich möchte das nicht mit meinem privaten verknüpfen. Dummerweise war ich eifrig und aktivierte die zwei-Faktor-Authentifizierung. Also: ich aktivierte sie, bevor ich in der Bestätigungsmail den Link zur Bestätigung meiner Mailadresse geklickt hatte und damit schließt man sich – wie ich heute lernte – sehr gründlich aus. Ohne bestätigte Mailadresse kann man sich nicht einloggen, ohne bestätigte Mailadresse kann man auch kein Passwort anfordern und die Lösung, wenn man sich durch diverse „nein, nein, Sie wollen gar nicht mit uns sprechen“-Telefonmenus gehangelt hat, ist tatsächlich: „In einer Woche ist Ihre Telefonnummer bei uns verifiziert. Dann können Sie ein neues Passwort anfordern
Sie sehen mich begeistert.

„Wollen wir briefwählen gehen?“ fragte die Liebste, „ich lad Dich danach auch auf ein Eis ein“. Das klang gut.
Wählen hat dann auch geklappt. Also, an mir liegts nicht, wenn die falschen am Sonntagabend dann erzählen, dass sie dankbar den Wählerwillen annehmen.

Dann gingen wir Eis essen. Ich fass mich kurz: Wir haben noch vor dem Aufgeben der Bestellung gemerkt, dass wir kein Geld dabei hatten. Und dann haben wir ausgerechnet, was wir denn an Bargeld in den nächsten Tagen brauchen, erstaunt bemerkt, an wie vielen Stellen noch keine Karten möglich sind, kurz einen kleinen Dänemark-Sehnsuchts-Flash bekommen, haben gewissenhaft nochmal nachgerechnet und haben dann exakt 5,- zu wenig abgehoben. Und dann hab ich mich aufs Bett gelegt, an die Decke gestartt und schlchte Laune gehabt.

Und den Computer ausgema

Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen,
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

1 Kommentar

  1. Vielleicht tröstet es ein bisschen, dass mir das mit dem Eis und dem Bargeld am Sonntag auch passiert ist! Nur habe ich es erst beim Bezahlen gemerkt und war dann sehr froh, dass sich noch Freunde angeschlossen hatten, die uns aus der Patsche helfen konnten.

Kommentare sind geschlossen.

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