4.10.2020 – Tried. Failed.

Irgendetwas scheint mich arg zu erschöpfen – die App sagte, ich habe neuneinviertel Stunden geschlafen und nach einer kurzen Aufwachrunde und ein bischen Orga-Talk mit der Liebsten konnte ich mich auch gut nochmal hinlegen.

Mittags aber beschlossen wir, dass wir gerne mal hier raus wollten. Früher – also: vorher™ – waren wir gerne in Museen und von den meisten Museen hatte man inzwischen mitbekommen, dass sie sehr brauchbare Hygienekonzepte entwickelt hätten.
Also mal schauen:

Museum Folkwang, Essen, aktuell mit einer Keith Haring-Ausstellung. Große, weitläufige Räume – das war eine logische erste Idee. Aber das Hygienekonzept sagt: Nur x Leute dürfen rein und damit wir das kontrollieren können, vergeben wir Tickets mit festen Zeiten – und die waren heute natürlich bereits ausgebucht.
Schade für uns, aber ein Punkt auf der Positiv-Liste fürs Museum Folkwang – denn geht es Ihnen nicht auch so? Dass sie sich an einem Ort mit klarem Konzept und Überwachung des Konzepts sicherer fühlen als einem Ort wo alle alles nicht so eng sehen?

Zweite Idee: Karl Ernst Osthaus Museum in Hagen. Die Website machte mich leider so sauer, dass ich die Aufforderung „Schreiben Sie uns gerne Lob und Tadel“ zum Anlass nahm, ihnen meinen Tadel zu schreiben. Ich möchte nämlich gerne zu Hause wissen, wie das Hygienekonzept aussieht und nicht nur lesen, dass sie eins haben und dafür extra einen Flyer gestaltet haben. Weniger „wir sind super“ und mehr Nutzen und Kommunikation – das möchte ich 2020 auf Websites finden.

Also auch nicht, denken Sie ganz richtig.
Beziehungsweise nein. Denn an diesem Punkt wird die Geschichte unlogisch, denn wir beschlossen: Naja, so weit ist es ja auch nicht, wir fahren mal hin und gucken uns diesen Flyer an. Und wenn es da schlau gemacht und leer ist und die Räume weit und luftig sind, dann gehen wir rein.

Wir fuhren also nach Hagen, Siri steuerte uns erst in eine Fußgängerzone und dann in eine Baugrube, die Parkplatzsuche führte uns in ein Anwohnereinbahnstraßen-Gewirr und jedenfalls waren wir schon genervt als wir da waren. Wir sind da ja auch aus der Übung.
Das Museum luftig und weiträumig und leer, wir aber eh schon eng im Brustkorb und heute war dann das erste Mal, dass ich die gute Urbandoo so gar nicht haben konnte und dann mussten wir recht fix wieder gehen.

So war das heute. Dann eben gleich wieder Sommerhaus der Stars.

Ein bisschen Zeugs aus diesem Internet:

Kennen Sie Jakob Schmid? Nein? Sicher kennen Sie seine Geschichte. Er war der Hausmeister, der Sophie und Hans Scholl an die Gestapo lieferte. Weil es verboten war im Lichthof der Uni Flugblätter zu werfen – nicht wegen des Inhalts der Flugblätter.

When you think of Nazis, you probably think of uniformed officers. But the Nazis were a political party of everyday people. So also think of a janitor tsk-tsking that someone wasn’t protesting “the right way.” […] Maybe you don’t personally know someone who would have flipped the switch on the gas chambers. But I can almost guarantee you know a Jakob Schmid.

@libbyjones715 auf Twitter: Most people who know the name Sophie Scholl (Thread)

Wie siehts eigentlich aktuell an den Schulen aus? Was tut denn die Landesregierung so?

Überspitzt kann man inzwischen sagen, dass jeder morgendliche Dienstantritt in der Schule eine Reise in ein #Corona-Risikogebiet ist. Annähernd täglich kommen neue Fälle hinzu, die Infektionszahlen in NRW sind inzwischen wieder alarmierend, was absehbar war.

@ruhrpott_tom: Yvonne Gebauer von der @fdp_nrw droht allen Lehrer*innen. (Thread)

Dazu sei bemerkt: Ich finde schon, dass ein Dienstherrin einer Gruppe von Beamten durchaus gewisse Einschränkungen für ihre Freizeit machen kann; aber im Gegenzug zuerst hat sie auch eine Fürsorgepflicht. Und die halte ich persönlich aktuell für nicht im geringsten erfüllt und dann darf man sich auch mal über solche Schriebe aufregen.


Aber noch was ganz anderes: Ich möchte bitte gerne einen U-Bass haben. Warum? Deswegen:

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder, wenn Ihnen Geld so unpersönlich ist, hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

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