5.10.2020 – #wmdedgt

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

7:00 Uhr:
Die Liebste verließ zu früh das Haus, stand eindeutig zu früh auf; ich musste noch etwas weiter schlafen. (Sie kommt auch erst in 12 Stunden wieder, aber der Teil ist vielleicht nur für die interessant, die immer noch denken, Lehrerin wäre ein lauschiger Halbtagssjob)

10:00 Uhr
Als ich dann des Hervorbringens menschlicher Laute in der Lage war, begann mein Tag mit telefonieren. Viel telefonieren. Der Gärtner soll den Essigbaum aus der Hecke extrahieren, der Glaser die Tischplatte fertig machen, der Kundendienst den E24 an der Spülmaschine beseitigen … Es hatten sich da irgendwie ein paar Baustellen angesammelt, Sie kennen das.
Ach und gleich mal die Steuerberaterin anschreiben, ob inzwischen jemand weiß, ob und wie viel davon und wie lange noch ich das viele Geld aus der Soforthilfe behalten darf, was auf meinem Konto liegt und das ich vorsichtshalber nicht anfasse.
Erinnern Sie sich eigentlich auch noch an früher, als Geld, was man besaß, Zinsen brachte? Das war lustig.

Irgendwann zwischen den Gesprächen im Radio auf diese wunderbare akustische Version von „Cream“ von Prince – nur mit Akustikgitarre und Publikum – aufmerksam gworden. Warum kannte ich das nicht? Geile Sau. Der fehlt auch.

Copytrack hat schon überwiesen. Ich muss ja gestehen, ich kann mich nur wundern: Der Laden, der da ohne zu fragen mein Foto benutzt hat, hat das ja jetzt zum zweiten Mal getan. Also das gleiche Bild. Und zum zweiten Mal teuer bezahlt. Warum kaufen die ihre Bilder nicht einfach? Oder lizensieren es nach? Ich verstehe Menschen manchmal nicht.

11:00 Uhr
Die Steuerberaterin schrieb zurück. Es wird auch für September bis Dezember Überbrückungshilfe geben und ich gestehe: das beruhigt mich gerade etwas.
Und nein, noch immer weiß niemand was mit der Soforthilfe passieren wird. Danke für nichts, liebes Land.
Aber der Elektrokundendienst hat sich gemeldet: Er kann nächsten Montag kommen. Wir Wohlstandskinder werden den Verlust unserer Spülmaschine vermutlich deutlich bemerken.

13:00 Uhr
Ich hab einen Baum gefällt, jaha! Ok, ich habe ein Bäumchen gefällt, also konkret: das Bäumchen vor der Haustür das diesen Sommer schon zu 70% kahl begann und dann so langsam ganz verstarb. Er liegt jetzt gegenüber in dem Waldstreifen und ich hoffe, er schmeckt den Rehen, die dort nachts immer hinkommen.
Aber ich habe ihn ganz alleine gefällt, ich, ich! Jetzt nur noch ein Haus einreißen und ein Kind … nee, Moment, das war anders.

Damit Sie es während meiner Mittagspause nicht langweilig haben, hier noch ein zusammenhangsloser Foto-Nachtrag von der Uni: (Sie sehen rechts hinten an dem dicken grauen Rohr auch Charlie Chaplin, oder? ODER??)

17:00 Uhr:
Dinge gearbeitet.
Antwort-Mails geschrieben. Dienstleistungen erklärt.
Versucht, einen Schritt zurück zu treten und Dinge von außen zu betrachten. Ich muss meine Website dringend mal neu machen.
Stockbilder gesucht. Mich vor Stockbildern gegruselt.

Auf Empfehlung des Radios Michael Wollny gehört und mich sehr daran gefreut.

19:00 Uhr: (so wird es sein)
Mit der Liebsten zu Abend gegessen. Gemeinsam Dummscheiß im Fernsehen geguckt.
By the way: Es ist schwer auszuhalten, aber ich kann Ihnen wirklich sehr empfehlen, aktuell „das Sommerhaus der Stars“ zu gucken. Man versteht dann wieder einiges besser, was da draußen passiert.

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
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