7. und 8.8.2021 – allerlei und viel Kunst.

Samstag:
Gar nicht so ein Muskelkater wie befürchtet. Noch weiter geräumt, Zeugs gerödelt, Regal-Verpackungen weggebracht und so.

Nachmittags mit der best sista from anotha mutha telefoniert.
Einer vorsichtige Perspektive für einen runden Geburtstag bekommen, der da am Rande der Sichtweite wartet.

Aus den verschiedensten Ecken des Hauses all die kleinen Bilder, Postkarten, Bierdeckel zusammengesammelt, die da an der Wand hängen wollen. Auf dem Tisch ausgelegt und geschaut, was zusammen gut aussieht; was nebeneinander liegen will und was nicht.
Maße aufgeschrieben.
Uns unfassbar gefreut, denn fast alles ist uns irgendwann einmal geschenkt worden und hat Widmungen auf der Rückseite.
Abends zu Ikea gefahren und Rahmen gekauft.

Mutig gewesen und einen Urlaub gebucht. Noch nicht getraut, Vorfreude zu entwickeln, aber gebucht ist gebucht.

Sonntag:
Immer noch gar nicht so erschlagen wie befürchtet. Folgerichtig zum See gefahren, noch an der letzten Auswahlmöglichkeit für Parkplatz A oder B gedacht „ach, nehmen wir den, der näher am Café liegt, ganz rum klappt heute eh nicht, also vielleicht zum Café und was trinken und zurück“, dann losgelaufen und den Gedanken vollkommen vergessen und das Café war eh schlimm voll und plötzlich waren wir rum um den See und überraschenderweise schlug dann auch die ganze Anstrengung der letzten Tage durch.
Wieder zu Hause eine Stunde geschlafen und nicht mehr wirklich viel gemacht. Die ersten Bilder gerahmt, noch kurz in der Schule für die Liebste was ausgemessen, zwangsweise in die Nachbarstadt, weil da der sonntags offene Laden ist und wir a lack of something important hatten und noch ein paar Bilder gerahmt und so ganz hab ich das nicht raus mit dem wenig tun dieser Tage. Und jetzt bin ich platt und könnte gut ein Wochenende gebrauchen.

Im Städtchen unten ist heute „Holland-Markt“ und die aus dem Nachbarland – dem Hochinzidenzgebiet Holland eben – angekarrten Händler müssen dank eines besonderen „Kniffs“, wie es Heimatzeitung nennt, nicht in Quaratäne: Sie bleiben nämlich weniger als 24 Stunden in Deutschland. Und sie sind ja keine Touris, sondern gewerblich unterwegs, fügt die zuständige Organisatorin an und ich bin froh, endlich die wirklich wichtigen Dinge über eine Pandemie gelernt zu haben: Wer nur kurz und gewerblich da ist, steckt weder sich noch andere an. Hätten wir das doch mal eher gewusst.

Die ersten Wahlplakate hängen und ich denke viel über sog. Konservative nach. Mich an einen Dialog aus meiner Kindheit erinnert, der vermutlich unfassbar viel über solch konservative Denke aussagt:
Wie kannst Du sagen, ich wäre nicht tolerant, Christian? Ich bin sehr tolerant, ich lasse jeden Menschen so leben, wie er möchte. [Pause] Natürlich in einem vernünftigen Rahmen.
Und den vernünftigen Rahmen bestimmst Du?
Natürlich, wer sonst?“

Mich gefreut, dass ich seit den Besuchen bei der besten Physiofrau keine Kopfschmerzen mehr gehabt habe. Ca. eine Stunde später eine falsche Bewegung gemacht, es knackte fies im Nacken und seitdem scheiß Schmerzen. Ich habs echt raus.

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