8.4.2019 – Spannung – Entspannung. Repeat.

Der Tag begann damit, dass ich am Schreibtisch saß und genau wusste, dass ich wirklich viel zu tun habe, aber ich nicht wusste was ich tun sollte.
Folgerichtig kaufte ich mir erstmal eine Projektverwaltungssoftware.

Um eins war Seelenmassage. Ich freute mich seit Wochen weil wir aus Gründen heute etwas tun wollten, was allgemein als Phantasiereise bekannt ist (andere Geschichte).

Um achtzehn Minuten vor eins war ich auf der Autobahn, die war recht frei und ich fuhr mit ca hundertfünfundachtzig gen Nachbarstädtchen als ein SUV von hinten bis auf knappe fünf Meter heranschoss. In Kurzfassung: Er ließ sich dann nochmal zurückfallen, fuhr wieder auf, winkte, schaukelte sein Auto ein bisschen auf und das alles, bevor sich die nächste Lücke rechts auftat in die ich ausweichen konnte. Voller Adrenalin beschloss ich, das erste Mal in meinem Leben jemanden anzuzeigen.

Aber erst Seelenmassage. Wie gesagt: The thing ususally known as Phantasiereise. Ich hing also am Strand von Westholland rum und hörte dem Meer zu und war vollkommen tiefenentspannt.

Bei der Polizei wollte man mich erst abwimmeln; erst auf etwas drängelnde Nachfragen ob er fünf Meter für einen adäquaten Abstand hielte durfte ich rein. Nach zwanzig Minuten durfte ich dann beim Verkehrsdezernat (oder so) rein und alles erzählen. Habe ich alles richtig verstanden, dann ist der größte Kampf, der dort aktuell gefochten wird, der mit der neuen Software.

Ich fuhr nach Hause, brachte zwischendurch noch zwei Pakete weg, erzählte dann alles am Telefon der besten kleinen Schwester, weil es irgendwie raus musste und, tadaa: Da war er dann endlich, der Schock.

Hormone – und was sie mit dem Körper tun – sind so was interessantes.

Bilder von all dem habe ich nicht gemacht, obwohl der Polizist meinte, das würde alles einfacher machen. Als ich sagte, dazu hätte ich ja mein Handy in die Hand nehmen müssen – bei fast zweihundert – hat er nicht geantwortet. Deswegen hier ein paar Blüten; es ist schließlich April.

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3 Kommentare

  1. Von einer viel-Autobahn-Fahrerin mit kleinem Auto (erwähnenswert, weil das vorige Auto größer war und – Hui! – das macht einen Unterschied!):

    Cool bleiben, durchatmen. Den Herren mit der Penisverlängerung ist ihr heiliges Blechle viel wichtiger als alles andere, die machen das nicht kaputt. Ich schicke gern Küsschen und keck winkende Finger in den Rückspiegel.

    Anzeigen ist super. Sollte man viel öfter machen!

  2. Oh Mann, dasmuss am Montag liegen, mit den vermehrten Idioten auf der Straße. Evtl. fällt der damit verbundene Stress nach einem entspannten Wochenende aber einfach auch nur mehr ins Gewicht? Hab was ähnliches – nicht ganz so penetrant wie bei dir – heute auf Hin- UND Rückfahrt auf der Nebenspur auch beobachtet und mich dann schon gefragt, welch Gottvertrauen solche Leute haben. Denn wenn der vor mir aus irgendwelchen Gründen doch mal voll bremsen muss… Gute Nacht.

    Eigener ‚Tiefpunkt‘ heute früh: ausnahmsweise mal wieder mussten schon nach ’nem Tunnel, ein paar hundert Meter vor der Abfahrt alle auf dem Standstreifen. Ich lass da immer eine große Lücke zum vorderen Auto, weil sich auf dreispuriger Autobahn ohne Tempolimit gerne noch mal welche rein „drängeln“ wollen oder müssen. Und ich lieber ein Auto vorlasse als sehen zu mussen wie ein LKW neben mir auf der „langsamen“ Spur das Auto dann zerquetscht. Dem Audi hinter mir hat das scheinbar nicht gefallen, er zog also raus und wollte sich dann vor mir wieder auf den Standstreifen einfädeln. Da kamen aber dann von der Mittelspur schon genug andere angeheizt. Die LKWs hupen und ziehen gezwungenermaßen in die Mitte und ich sah in meinem Geiste schon den Mega Crash. Widerwillig gestikulierend hat sich der Typ dann wieder hinter mir eingeordnet und ich war dann auf jeden Fall hell wach. Adrenalin sei Dank. Mann, Mann, Mann…

    Hab das heute schon 2x wem erzählt, beschäftigt mich also doch scheinbar mehr als ich gedacht hätte 😉

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