5.4.2017 – #wmdedgt

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

Der Tag fing mit etwas Verwirrung an, denn die Liebste weckte mich mit der fröhlichen Weise „Viel Glück und viel Segen“ auf den Lippen und ich hatte das tatsächlich vergessen. Erwähnte ich, dass ich ziemlich durch bin?
Aber auf dem Frühstückstisch stand ein hübsch verpackter T1 Camper von Lego und:
a) natürlich darf man sich auch mit siebenundvierzig noch über Lego freuen
und
b) wird das dann schon seine Richtigkeit haben.

Das Wort „Frohsinn“ existiert nur noch innerhalb dieses Liedes, oder?

Dann Schreibtisch. Heute erst um viertel nach sieben.

Den Preis für die überraschendste Geburtstagsnachricht bekommt M. Ich erwähnte ja mal, dass ich in einem sehr kleinen Dorf aufwuchs; einem Dorf mit klaren Hierachien wie das eben in den achtzigern auf dem Land so war. M. war einer der wenigen, der ähnlich weit unten stand wie ich und deswegen ginge wir uns aus dem Weg. Irgendwann hat er mich bei XING befreundet aber wir haben nie gesprochen – und ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal bei XING reingeschaut habe – also muss das alles auch schon viele Jahre her sein.
Und dann schickte er mir heute einen Sinnspruch eines großen asiatischen Weisen („Konfuse sagt…“). Überraschend. Aber sehr nett.

Protipp für Geburtstagsnachrichten im long-tail Ihres Netzwerkes: Wenn ich von Ihnen vier Nachrichten mit exakt dem gleichen Inhalt auf LinkedIn, XING, Facebook und Twitter bekomme, dann hege ich den Verdacht, dass Sie das gar nicht selbst sind, sondern Sie da ein Script benutzen. Und ob das so ein gutes Gefühl bei mir hinterlässt, das müssen Sie natürlich selbst wissen.

Eigentlich haben $Agentur und ich uns heute vorgenommen, fertig zu sein. Um halb drei, um genau zu sein. Ich rechne also jeden Moment mit dem „jetzt gehts los“-Anruf. Bei der Morgentablette merke ich aber: Ups, Blister fast leer, da ist ein neues Rezept fällig – und das auch eigentlich vor dem Wochenende. Dementsprechend voll mit schlechtem Gewissen fuhr ins Nachbarstädtchen, das Rezept abholen.
Raten Sie doch mal, wer beim Wiederkommen keinen Anruf und keine Mail hatte und sich dringend mal von diesem schlechten Gewissen gegenüber Kunden befreien muss …

Vierzehn Uhr dreißig: Houston, wir sind tatsächlich online. As in: Fertig.

Die Liebste und ich stellten uns also in den Stau in Richtung Dortmund auf dem Weg zum traditionellen Geburtstags-Sushi. Dann stellten wir uns in den Stau Richtung Heimat.
Ja, natürlich ist es dumm, sich freitags nachmittags irgendwo auf die Autobahnen rund ums Ruhrgebiet zu begeben aber herrje, ich hab mir das Datum ja nicht ausgesucht.

Abends rief die beste kleine Schwester der Welt an und wir verbrachten eineinhalb schöne Stunden am Telefon.

Und wäre mein Geburtstag nicht immer davon überschattet, dass ein Teil meiner Familie da gerne mal frei dreht und mir statt geschmackloser Glückwunschkarten geschmacklose Drohbriefe schickt – das hätte ein schöner Tag sein können, so insgesamt. Trotz Stau und Arbeitsstress. Aber nun.

Wissen Sie was? Ich freu mich ernsthaft auf „Lets dance“. Erst Dompfaffen, dann RTL-Abendprogramm. So ist das also mit dem alt werden.

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