16.4.2019 – leere Hallen, leere Reifen

Gestern habe ich gearbeitet und abends haben wir eine liebe alte Freundin zum Essen getroffen. (Ham wa das auch nachgeholt)

Heute morgen die Liebste zu einer Freundin gebracht, die beiden sind nämlich jetzt für ein paar Tage zusammen im Kurzurlaub. Oder sagt man: Unternehmen einen Städtetrip? Sie wissen schon.

Danach habe ich gearbeitet, nach all dem Kommunikationsmist der letzten Wochen kann ich mich gerade zum Glück in etwas anderes stürzen. Ein Projekt, das Spaß macht, weil es ein tolles Thema ist, weil die Kommunikation wertschätzend und freundlich ist, weil Agentur und Endkundin sich freuen, wenn ich Ideen oder Meinung habe.

Frau Dico hat eins meiner Bilder auf ihrem Instagram veröffentlicht, was mich natürlich sehr froh macht. Ich hingegen bin auf eines dieser Kettenbriefspielchen hereingefallen und ärgere mich.
Warum eigentlich? Ich hätte ja nur nicht mitmachen müssen; dass mir dann die Fingenägel abfaulen und meine Kinder sieben Jahre Peche haben – das glaube ich ja nicht. Aus Rücksicht auf die, die mir den „Auftrag“ weiter gab? Vermutlich.
Aber ich werde das nicht weiter geben.

Apropos „Social Web“: Es ist also nicht ok, darüber traurig zu sein, dass in Paris eine der ältesten Kirchen abbrennt – verstehe ich das richtig? Vielleicht sollte ich doch was mit Holz machen.

Kurz überlegt, ob ich jetzt einen atemberaubenden Bogen von Social Web zu Medienkompetenz und Verantwortung allgemein zu „kann man ja nicht früh genug lernen“ zu dem nächsten Link schlage, aber … ach nee. Lesen Sie’s einfach so, ich finde das toll:

… im Kinderrat werden Themen besprochen, die auch die Lokalpolitik erreichen. Demokratie heißt auch, ich werde gehört, ich möchte etwas bewegen.

NDR: Kita in Halstenbek: Hier bestimmen die Kinder

Eigentlich dachte ich an dieser Stelle, der heutige Beitrag wäre hier zu Ende. Ich sah ihn mit Wohlwollen an und beschloss: Eine Kugel Eis mit Blick auf den See – das wäre jetzt eine feine Idee. Und machte mich auf den Weg.
Der erste Teil des Plans lief prima. Kaum Verkehr, sofort ein freier Parkplatz, die Eisverkäuferin versprach mir, bals Bio-Becher zu benutzen als ich den Plastikbecher bemäkelte, der See lag ruhig und auf der Nebenbank unterhielten sich Teenies über Themen, die man ab Mitte vierzig ohne eigene Kinder belustigend unterhaltsam findet.
Dann fuhr ich wieder los. Zuerst stieß ich auf ein Umleitungsschild, die Umleitung führte mich ziemlich in die Wallachei und in der Mitte der Wallachei meldete mein Auto mir, es bemerke einen Druckverlust im vorderen rechten Reifen.
Wir schleppten uns noch gerade ins nächste Kaff auf einen Parkplatz. Mobilitätsgarantie hin oder her, um 18:00 Uhr machen die Werkstätten im Sauerland zu. Ich stand dann also eine halbe Stunde in der Pampa, ganz gemütlich auf dem Parkplatz vorm Edeka und wartete aufs Taxi.
Nachdem ich mit dem Hol- und Bringdienst hier im Ort immer Pech habe (meist AFD-wählende Russen, die mich politisch überzeugen wollen) war der Taxifahrer eigentlich ganz lustig. Wir verbrachten lustig plaudernd eine halbe Stunde für günstige 50 € – nur seine fröhliche Bemerkung, Menden kenne er gut, da würde er am Wochenende immer mit seinen Kumpels in den Puff fahren – die wusste ich nicht gut zu kontern.

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