12.9.2018

Miteinander reden. Der Tag begann mit einen unglaublich interessanten Interview in Franziskas Neswletter. Den sollten Sie eh abonnieren, der ist auch einer von den guten.
Liebe Franziska, das Interview würde ich mir als Blogbeitrag wünschen, wenn ich darf?!

Nachtrag: Das Interview ist online!

12/12: Und weil heute mehr los ist, als dass ich den ganzen Tag am Rechner sitze gibts heute hier mal 12/12.
Bei Caro finden Sie auch die anderen, die mitmachen.

1/12: Zuerst noch: Eine Facebook-Page bearbeiten. Im Auftrag eines Kunden, der Facebook nicht will, nicht mag, nicht angemeldet ist und aber alles wissen will. Um mir dann zu sagen, wie böse Facebook ist. Schwierig.
2/12: Die Fototasche wird gepackt. Heute gehts zum Shooting. Mach ich ja eigentlich nicht, aber bei Freunden sagt man nicht nein.
3/12: Aber erst kurz am Feldrand stoppen und Wolken gucken. Ich bin eh ein bisschen früh, denn ich muss erst noch …
4/12: … die Liebste abholen. Die wird heute Model sein. Denn sie sieht gut aus.
5/12: Hab mal gelesen, dass keine Musik so sehr aufs Gaspedal drückt, wie „Insomnia“. Aber ich kann ja auch nicht dafür, wenns im Radio läuft.
6/12: „Stauland NRW“ ist es übrigens, wenn die Strecke, die eigentlich eine halbe Stunde länger ist als die andere heute gleich lang dauert.
7/12: Nach 25 Jahren ist das übrigens das erste Auto, in dem man wirklich eine Flasche in den Flaschenhalter stellen kann.
8/12: Shooting in einer Osteopathie-Praxis.
9/12: Ca 200 Bilder nach dem ersten Aussortieren von halbgeschlossenen Augen und abgeschnittenen Ohren. Da sollte genug bei sein.
10/12: Und dann noch einen Moment auf der abendkühlen Terasse. Das war anstrengend heute. 220km Autobahn und 2,5 Stunden meist auf dem Boden rumrobben, das langt. Deswegen fallen 11 & 12/12 auch heute aus.

11.9.2018

new york skyline drawing with twin towers

Niemand von uns hatte vor 17 Jahren auch nur den Hauch einer Ahnung, wie sehr dieser Tag den Lauf der Welt ändern würde.

Bild von clipartxtras.com

10.9.2018

Aus dem Maschinenraum: Ich nutze gerade dieses neue Blog auch ein bisschen, um mich mal wieder umzusehen. Dabei tue ich einfach so, als wäre es ein neues Blog und als würde ich ohne all mein bisheriges Wissen an diesen ganzen Technikkram heran gehen. Übrigens ein sehr erfrischender Ansatz, wenn man sich schon lange mit einem Thema beschäftigt.
Arbeiten tue ich zum Beispiel am Thema Geschwindigkeit; ich versuche gerade alles, damit diese Seiten bei Ihnen so schnell wie möglich angezeigt werden.
Man kann das von Google – denen das auch sehr wichtig ist – messen lassen und im Moment bin ich ganz zufrieden.

Bei Interesse an Hintergrundinfos zu den verwendeten Techniken/PlugIns gern fragen.

DSGVO. Nachdem uns diese 5 Buchstaben ja monatelang nur Ärger gebracht haben, dachte ich, ich nutze sie mal so wie sie gedacht waren: Ich bekomme nämlich seit kurzem massig unverlangt Werbung und Kataloge (jaja: Per Post!) von ich weiß nicht wem allem. Auf der Werbung steht aber brav der Adresshändler drauf – also bekommt der Adresshändler mal einen netten Brief und vier Wochen Zeit.
Die Vorlage für den netten Brief habe ich von der c’t, genauer von (ganz unten auf) dieser Seite.

Am See gewesen. Eine hübsche Karre die zufällig da rum stand fotografiert. Mehr im Fotoblog.

Sie erinnern sich an die Dame die mir schrieb, weil ich einen durchaus positiven Artikel über Copytrack verfasst hatte?
Mein gestern schon entstandenes diffuses Gefühl, dass es gar nicht um mich und ein Foto von mir gehen könnte, sondern dass sie einfach nur irgendwo Dampf ablassen musste, hatte nicht getrogen.
Sie hatte – nachdem Ihr Verein eine Rechnung für ein nicht-lizenziertes Foto bekommen hatte – nach Erfahrungen mit Copytrack gegoogelt und war auf mich gestoßen. Und hatte einfach mal in das E-Mail-Schreib-Fenster gerantet.

Ich nannte dieses Vorgehen in meiner Antwort an sie „originell“, habe aber, nachdem sie mir die Hintergründe geschildert hat, durchaus auch Verständnis.
Zum Ausgleich habe ich ihr erzählt wie und wovon selbstständige Gestalter, Fotografen, Texter heute so leben und von mir aus können wir uns darauf einigen: Wenn ein armer Gärtnerverein abgemahnt wird, weil sonst dem armen Fotografen Geld entgeht, dann ist das eine Situation, in der zwei Verlierer gegeneinander ausgespielt werden.
Mal sehen, wie Sie das so sieht.

Dann wieder tief in die Arbeit eingetaucht. Nachdem ich mir irgendwann schon mal eine eigene Bildergalerie gecodet hatte jetzt also nun eine eigene Lightbox. Alles muss man selber machen.

Kommen wir zu den Leseempfehlungen.

Muss man Verständnis haben? Diese Frage steht im Moment ständig im Raum. Und auch ich rede oft darüber, dass es wichtig ist zu verstehen, was passiert, dass wir alle höflich sein sollten und ähnliches, was man leicht mit widerstand- und haltungslosen Pädagogentralala halten könnte.
Jens hat da ein wichtiges Missverständnis mal in wenige, aber sehr klare Worte gefasst:

Ich kann Verständnis haben für eine schwierige persönliche Situation. […] Aber […] Rassismus bleibt davon unberührt und ich werde daher mit niemandem über irgendein anderes seiner Probleme reden, so lange er […] sich rassistisch äußert.

Jens Scholz: Warum man verdammt noch mal kein Verständnis für Rassisten zu haben hat

Und das bringt es auf den Punkt: Denn miteinander reden ist keine Einbahnstraße. Demokratie und die daraus abgeleiteten Rechte ebenso wenig. Das alles funktioniert nur mit einem Konsens, wie man miteinander umgeht. Und so lange der eine sagt, dass er diesen Konsens (sprich: Demokratie) ablehnt, hat er auch das Recht abgelehnt, dass er von den Vorteilen des Konsen profitieren darf.
Ganz wichtig: Das ist seine Entscheidung, nicht meine. Und deswegen funktioniert auch diese Opferrolle nicht, in die sich die „besorgten Bürger“ gern begeben.

9.9.2018

Einblick von außen. Schon seit längerem liebe ich es, Bücher, Blogs, Berichte, Artikel von Menschen zu lesen, die einen Blick von außen auf Deutschland werfen. Egal, ob Vlogs von AuPairs, Blogs von Expats in Deutschland, internationalen Journalisten in Berlin oder was auch immer.
Gerade stieß ich auf einen Blogartikel von Konstatin Binder, der lange in England gelebt hat und – vor dem Brexit geflüchtet – jetzt seit einem Jahr wieder hier ist.

Wir haben wieder mal Glück gehabt, sehr viel Glück. Vielleicht liegt all das auch ein ganz kleines bisschen an der Einstellung, die man an den Tag legt. Etwas Bescheidenheit ab und zu und viel ehrliche Dankbarkeit, das kann nicht schaden. Hallo Deutschland, vielen Dank, wir wissen das zu schätzen.

Konstantin Binder: Ein Jahr zurück in Deutschland

Stimmung heute eher: eingeigelt.
(s.a. Igel, Winterschlaf, Couch, Nutellatoast, Bingewatchen)

Aber nutzen wir doch diese Stimmung für ein kleines Experiment. Sind wir bereit uns selbst zu begegnen, vielleicht sogar unsere eigenen Vorurteilen? Ich weiß, wir wollen eigentlich keine Vorurteile haben. Aber wer kennt sich selbst schon komplett?
Wollen wir also nicht mal testen, ob bestimmte Begriffe bei uns sofort Assoziationen auslösen, ohne dass wir allzu viel Einfluss darauf haben? Es bleibt auch unter uns, versprochen.
Ich versuche es mal mit einer kleinen Geschichte aus meiner Jugend:

Zu Beginn muss ich kurz erwähnen, dass ich erst mit 6 Jahren nach Deutschland gekommen bin; ich war gerade noch jung genug, um direkt hier auf eine deutsche Grundschule zu kommen. In dem Dorf, in das wir gezogen waren gab es keine eigene Grundschule und so musste ich mit einem Bus jeden Morgen in die nächste Kleinstadt fahren. Für meine Mitschüler war ich spannend – fast alle anderen kamen aus der Kleinstadt und schon nur wenige aus den Dörfern drumherum.
Ihr habt ein Bild?

Verändert sich das Bild, wenn ich ergänze, dass wir aus Belgien nach Deutschland gekommen waren? Oder ist es der öffentlichen Debatte gelungen die wenigen Sätze, die ich schrieb mit „Migrationshintergrund“, mit „Gastarbeitern“ oder sogar mit Fluchterfahrungen zu füllen?
Verändert sich das Bild noch einmal, wenn ich weiter erzähle, dass ich in Deutschland geboren bin und mein Vater als Offizier der Bundeswehr für einen dreijährigen Aufenthalt in Belgien stationiert war? Dass ich dort in eine deutschsprachige „Vorschule“ gegangen war und meine Mitschüler spannend fanden, dass ich schon lesen konnte?

Ich bin gestern von einer ähnlich konstruierten, kurzen Geschichte auf meine eigenen Vorurteile herein gefallen und fand sehr augenöffnend, wie sehr schon einzelne Begriffe so verknüpft sind, dass ich sofort eine ganze Geschichte vor Augen hatte.

Die Frau, die mir gestern vorwurfsvoll schrieb, weil ich Copytrack empfehle hat geantwortet. Ich habe da eigentlich deutlich Respekt vor, denn ein Wille zum Austausch ist ja heute eher selten. Deswegen will ich auch gerne antworten – obwohl ich inzwischen zwischen den Zeilen heraus gelesen habe, dass es gar nicht um einen Fall bzw ein Foto von mir handelt.
Dann hätte sie sich einfach irgendwen aus dem Netz rausgesucht, der sich mal positiv über Copytrack geäußert hat um sich da zu beschweren – und das fände ich schon reichlich absurd.
Aber es würde für mein Google-Karma sprechen 😉
Stay tuned, das verspricht noch unterhaltsam zu werden.

8.9.2018

Da hab ich doch gestern noch darüber geschrieben, dass Stars einen auch enttäuschen können. Und schon stoße ich gestern Abend bei meiner abendlichen Instagram-Runde auf jemanden, der schon zum zweiten Mal jetzt ein Foto, das ich mal während eines Konzerts gemacht habe im eigenen IG-Stream veröffentlicht. Beim ersten Mal war ich noch bereit an Unbedachtheit zu glauben und hab nur ein kurzes „Glad, u like my photo :/“ kommentiert. Und bekam eine Antwort, die man als „Oops“ deuten konnte.
Gestern war mein Wasserzeichen dann noch deutlicher weggefiltert und ich bin sauer. Vor allem, weil Bilder anderer Fotografen, die zwischendurch erschienen immer schön mit einem Repost-Badge versehen waren; es scheint also irgendwie ein Bewusstsein für die Thematik da zu sein.
Hmpf.

Ich hab diesem Blog mal eine Blogroll ergänzt. Früher hatte ich das automatisiert, aber als der Google Reader starb – die Älteren unter Ihnen werden sich erinnern – da funktionierte das nicht mehr. Aber die Idee, Blogs, die man gern liest mit einem Link zu wertschätzen ist ja eine schöne und so habe ich mich gerade in die Untiefen meines Feedreaders begeben.
Aber ach, aber ach.
In der täglichen Ansicht sieht man ja nur die Blogs, die gerade etwas geschrieben haben. Die, die man gern hatte und die schon seit Wochen, Monaten, Jahren schweigen, die gehen in der täglichen Ansicht ja unter.
Ihr alten Weggefährten von früher, Ihr Lieben, Ihr wisst, wer Ihr seid: ich vermisse Euch.
Jedenfalls: Ich habe jetzt hier eine Blogroll.

Nochmal zurück zu dem erfreulichen Fan-sein. Gestern über den Tag mehrfach länger mit einer Frau aus Berlin gechattet (sagt man das noch?).
Wir haben uns auf Facebook, genauer auf der dortigen FB-Fanpage, die ich zur eigentlichen Fanpage betreibe, kennen gelernt. Und immer wieder merke ich, dass das mindestens die Hälfte meiner Beweggründe ausmacht, diese Fanpage zu betreiben: Es macht Menschen froh, was ich dort tue.
Wir teilen eine Leidenschaft und das was ich tue, macht es vielen, nicht englisch-sprechenden Menschen leichter. Die sind dankbar, ich bin froh, es ist ein großes win-win-Dings.
Und manche von ihnen lerne ich auch ein bisschen näher kennen und wie so oft im Web gilt auch hier: Menschen, die online nett sind sind auch offline fast immer nett.

Telefoniert. Viereinhalb Stunden lang. Wir hatten uns echt lang nicht gesprochen. Da ich beim Telefonieren immer auf und ab laufe (Schlafzimmer, Nähzimmer und zurück) hab ich nebenbei auch noch mein Tages-Schrittziel vollgemacht. Nur mit dem Telefonieren, ich hab sehr gelacht.

Mail bekommen. Von jemand, der oder die – die Mail war leider nicht unterschrieben – richtig unfair findet, dass ich Copytrack benutzt habe, um im letzten Dezember die unrechtmäßig benutzten Fotos nachlizensieren zu lassen. Ich würde mich da durchaus gerne mit ihm oder ihr drüber unterhalten und gefragt, ob eine Unterhaltung möglich sein kann oder sie oder er nur einmal kräftig Unmut loswerden wollte.
Ich würde auch zweiteres absolut verstehen, würde aber wirklich gern auch anderen verständlich machen, warum es eben kein „Versehen“ ist, wenn man Fotos benutzt, für die man keine Nutzungslizenz hat. Und evtl. erwähnen, dass es vermutlich deutlich teurer gewesen wäre, wenn ich privat einen Anwalt genommen hätte.