5.1.2021 – #wmdedgt

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

5:45 Uhr:
Mist, das ist echt zu früh zum Aufwachen.

8:00 Uhr:
Yay, gute zwei Stunden Dämmerschlaf, dann wohl mal aufstehen.
Wir achten darauf, dass immer eine von uns direkt unter der Klingel sitzt, damit auf keinen Fall jemand klingeln und schnell wieder weglaufen kann.

9:15 Uhr:
Ein Paket, ein Paket! Genauer: Die angekündigten fünf Pakete sind da und sie sind schon von außen wunderschön und die Liebste berichtet, sie habe noch nie einen Pakteboten ein Paket so zärtlich tragen sehen.
Ich versuche derweil im Bad aus meinem Lockdown-&-Weihnachtsurlaub-Self ein konservativer-Kunde-Videokonferenz-Self zu formen.

9:45 Uhr:
Briefpapier nachbestellt. Das klingt jetzt vielleicht nicht so spektakulär, aber es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich einen 1000er Karton Briefpapier aufgebraucht und nicht vorher aus irgendwelchen Gründen meinen Firmennamen geändert habe / ändern musste.

10:55 Uhr:
Hier was Kleinkram, da noch ein schneller Telefonat, da eine kleine Unterhaltung über Chemie-Unterricht-Erfahrungen in der Schule und auf einmal ist es fünf vor elf und um elf ist diese Videokonferenz, vor der ich aus Gründen etwas nervös war. Nicht doof, sich vorher etwas abzulenken.

13:00 Uhr:
I survived. Zwei Stunden Videokenferenz in der – und deswegen fand ich sie anstrengend und war nervös – sinngemäß mein Job war: „Sitz dabei, lächle nett und wenn es Fachfragen gibt, dann darfst Du sie beantworten. Aber nicht zu ausführlich.

16:00 Uhr:
Hatte ich mal erwähnt, dass wir mit Möbeln eigentlich ziemlich genügsam sind? Unter unserem Fernseher stand zB ein Lack-Regal vom Schweden, dass ich irgendwann ziemlich früh in unserer Freundschaft mal von der kleinen Schwester vermacht bekam. As in: ich war zufällig bei ihr, als sie es eigentlich gerade zu Sperrmüll stellen wollte und befand es für „Dat is’ doch noch gut“. Ich schätze mal, das war so 2007.

Aber nachdem heute Morgen das neue gekommen war, war es Zeit: Lack musste gehen, Tylko hielt Einzug und wurde aufgebaut.
Ich denke, über Tylko werde ich nochmal einen eigenen Artikel schreiben, denn wir waren – Ikea und Online-Möbelhaus-geschädigt wie wir sind – so vollkommen begeistert, also wirklich sowas von.
Und jetzt steht da also ein Tylko und das ganze letztens schon abgespeckte Musik-Zeugs darin und mir fiel auch noch ein, dass ich noch richtige Boxenkabel im Keller hatte.
Und dann war ich sehr froh.

17:00 Uhr:
Es mag sein, dass ich eine Stunde im Stereodreieck verbracht habe und mir einen gut produzierten Titel nach dem andern in die Warteschleife gelegt und angehört habe. Es mag auch sein, dass ich die gute Schallisolierung unserer Häuser mal ausgetestet habe.
Und dann war ich sehr froh.

18:00 Uhr:
Mist, Getränke-holen vergessen. Im Laden vor mir eine Frau, die „nur schnell“ Leergut abgeben wollte. Mensch an der Kasse freundlich: „Ziehen Sie bitte die Maske hoch?
Sie: „Grummel Blödsinn grummel [nestelt im Gesicht rum], so, jetzt aber …
Mensch an der Kasse freundlich: „Und holen Sie sich bitte einen Einkaufswagen?!
Sie: „Häh?
Er (deutet auf ca 27 jeweils Quadratmetergroße Schilder); „Einkaufswagen. Sie brauchen einen Einkaufswagen
Ich im Kopf: „Boah watt ’ne Hohlbirne. Gut, dass Du nur coole Freunde hast, die in Läden keine Vorschriften diskutier…“
Sie (dreht sich murrend auf dem Weg zum Ausgang um): „Oh, hi Christian!“
Ich: „Ach, hallo Sabine“
Ich korrigiere also: Ich habe also nur-minus-eins coole Freunde, die sich gut benehmen können und in Läden keine Vorschriften diskutieren.

Naja, wenigstens noch was launiges zu bloggen. Gestern haben wir begonnen The Morning Show zu gucken und das hat uns gut gefallen, das werden wir wohl gleich weiter tun.

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4.1.2021 – on the first day of office

Nachtrag zum zwoten: Siedler kann man ebenfalls sehr sehr gut per App online (mit Zoom-Begleitung zwecks Stärkung des Sozialgefüges) spielen. Die Registrierung ist etwas hakelig, aber das Spiel läuft super und macht Spaß. Bei Interesse gern melden …!

Jetzt also auch hier das weiße Zeug auf den Bäumen. Nun denn. (Nee, ich steh nicht so auf Schnee)

Pünktlich um halb neun klingelten die beiden, die die drei Kallaxe haben wollten. Schön, endlich ist der Flur wieder frei.
Wie mir ein Anruf einer gelangweilten Hotline-Dame kurz darauf mitteilte, klingelten angeblich zum gleichen Zeitpunkt zwei TNT-Männchen, die uns ein nicht-schwedisches Regal liefern sollten. Wir stellten dann fest, dass sie eine falsche Adresse hatten – „Henninghauser“ statt „Henninghaus“ – und obwohl ich nicht wirklich glaube, dass es daran liegt, einigten wir uns auf diese Fehlerquelle und sie versuchen es morgen nochmal. Stayen Sie tuned.

Nachdem mein Instagram in der letzten Woche von Spotify-Statistiken geflutet war, hat last.fm dann jetzt auch meine Statistiken. Die sind natürlich vor allem für Sie vollkommen uninteressant, aber drei Dinge fand ich schön:

  1. Tina ist auch offiziell immer noch meine Nummer eins
  2. Mein Musikgeschmack lässt sich nicht von Genre-Grenzen einengen
  3. Ich starte offensichtlich den Tag immer mit viel Musik und dann … tja. Rufen mich dann Menschen an und wagen es, zu stören? Vermutlich.

Falls Sie übrigens wirklich den Link klicken, dann lassen Sie sich nicht von der irrsinnigen Spüngen im Vergleich zum letzten Jahr täuschen – da hatte ich einfach die Verbindung zu last.fm gekappt.

Im Büro erst mal das getan, was man am ersten Tag so tut: Inbox sichten. Dringendes beantworten. Viel löschen. Viel einfach nur wegsortieren. Und auch vieles ausdrucken. Das Ausgedruckte dann wegheften (nein, ich arbeite aus Gründen nicht papierlos). Einen geplanten Präsenztermin zur allgemeinen Verwunderung (lesen die keine Nachrichten?) in Teams verlegt.

Mittags Seelenmassage – und die war auch dringend nötig nach diesen Tagen.
Offensichtlich aber nicht nur bei mir, denn auch auf anderen Kanälen von anderen lieben Menschen sammeln sich die Lagerkoller-Meldungen und der Teil der Medien die ich so lese, sagen nicht, dass irgendetwas besser wird – eher im Gegenteil. Auch wenn wir uns das in der Nacht von Donnerstag auf Freitag alle so gewünscht haben.

Nachmittags dann die Vorbereitung auf den Termin morgen, den dann plötzlich alle lieber per Videokonferenz haben wollten. Und da rein platzte dann die Nachricht, dass ein alter Freund gestorben ist. Einer von denen, die man zwar länger nicht gesehen hat, aber mit denen einen früher doch ein paar Dinge verbunden haben und mit denen man heute noch Instagram-Likes austauscht.
Uff.

Aber vorher hatte ich schon ein paar Dinge im Web gefunden:

Für mich wurde in den letzten Monaten deutlich, dass Prüfungskultur und Notengebung nicht ein notwendiges Übel oder eine Art Nebeneffekt der Schulorganisation darstellen, die durch eine Reflexion oder eine Evolution der Schulkultur verschwinden könnten. Prüfungen sind der Kern der Schule. Die Covid-Krise hat gezeigt, das Akteurinnen im Schulbereich bereit sind, auf alles zu verzichten – nur nicht auf Präsenz und Prüfungen. Anders formuliert: Lernen ist ein Nebeneffekt in dieser Prüfungskultur. Zuerst kommt die Bewertung, dann die Frage, was und ob Schülerinnen so gut lernen können.

Schule Social Media: Lernen ist ein Nebeneffekt von Noten & Prüfungen

Die neue Virus-Variante ist ansteckender – und damit auch gefährlicher. Die höhere Übertragbarkeit macht die neue Virus-Variante dabei gefährlicher, als wenn sie „nur“ schwerer krank machen würde. […] Angenommen, ein Virus hätte eine Reproduktionsrate von 1,1 (Ansteckungen pro Infiziertem) und tötete 0,8 Prozent der Infizierten, dann müsste man bei 10.000 aktiven Infizierten mit 129 Toten in einem Monat rechnen. Das ist die Ausgangslage. Wenn nun das Virus 50 Prozent tödlicher wäre, stiege die Zahl der Toten auf 193 in einem Monat. Das ist ein linearer Anstieg. Im Gegensatz dazu würde bei einer 50 Prozent ansteckenderen Variante die Zahl der Toten auf 978 steigen. Das ist ein exponentieller Anstieg.

Silke Jäger auf krautreporter.de: Was das mutierte Corona-Virus bedeuten kann
Als würde eine neue Pandemie starten

Sie ist die Lieblingsstudie der Digitalisierungs-Gegner – und wohl falsch. Wer in die Tastatur haut, lernt nicht weniger, als wer von Hand notiert. Das zeigt eine neue Untersuchung.

tagesanzeiger.de: Tippen ist doch nicht schlechter als von Hand schreiben

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3.1.2021

Vorgesehen stellte ich fest, dass ich schon echt lange keine Migräne mehr gehabt hatte. Irgendein eher doofer Teil meines Körpers nahm das als Aufforderung und so lag ich den Großteil des Tages im abgedunkelten Zimmer.

Nuff said.

2.1.2021 – cleaning up our closet

Verwirrt aufgewacht. Ach, sind wir also wieder in der Phase „komische Träume“ angelangt. Sie kennen das vielleicht – Träume, die ihre Stimmung noch bis in den Tag hinein rüber retten, obwohl man sich an nichts konkret erinnert?

Am besten gleich mal was möglichst handfestes tun – das erdet den verwirrten Geist. Die Liebste guckte mir und meinem beginnenden Aufräum-Wahn kurz erstaunt zu, sah mich dann mit dem Staubsauger an ihr vorbeikommen und stieg ein. Und auf einmal wars Mittag und das Wohnzimmer aufgeräumt und weihnachtsfrei, das Haus gesaugt, das Altpapier und -glas weg, der Verpackungskram wieder verstaut, das Raclette wieder im Keller, die Waschbecken glänzten und alles, was uns sonst noch so vor die Finger gekommen war, war erledigt.
Selbst für die drei Kallax-Regale, die wir vor Weihnachten „dringend mal“ verschenken wollten hat sich jemand gefunden.
Spooky.

Ich setzte mich an den Rechner und schrieb eine Neujahresmail nach Island. Da ich selten Englisch schreibe und gerne meinen Humor in der Sprache beim Schreiben auch in der Fremdsprache behalten möchte, dauert das immer etwas länger – egal wie flüssig ich Englisch lese; oder je nach Gesprächspartner auch spreche. Vielleicht bin ich da auch etwas über-anspruchsvoll*, aber herrje. Dann bin ichs eben.

*) Vor ein paar Jahren als diese Mails begannen habe ich eins-zu-eins-Stunden genommen, um das Schulenglisch wieder zu entrosten. Obwohl die Lehrerin meinte, ich wäre eigentlich auf C1-Niveau. Aber man ist ja immer so alt fähig, wie man sich fühlt, nicht wahr?

Die Liebste fuhr die Freundin besuchen um mit ihr gemeinsam eine Runde durch den Wald im Nachbarstädtchen zu bewandern und ich setzte mich mit einer Schüssel Frühstück ins Stereodreieck. Genauer: ins laute Stereodreieck. Ich genieße das sehr, im Wohnzimmer jetzt wieder eine wirkliche listening situation zu haben. Vielleicht sogar das erste Mal in meinem Leben.

Dann:

  • Ich besuche telekom.de und suche mich zu dem Punkt durch, an dem ich meinen Handyvertrag kündigen kann. Vor ein paar Wochen hatten wir das für den Vertrag der Liebsten auch gemacht – und waren dann Dank eines guten Angebotes der Kundenrückgewinnung bei halben Kosten angekommen. Das wollte ich auch.
  • Vor der letzten Bestätigung dass ich wirklich gehen will, steht eine Telefonnummer – damit wir nochmal über alles reden können. Ich sehe mich am Ziel und hinterlasse eine Rückrufbitte.
  • Eine freundliche Frau ohne Callcenter-Gemurmel im Hintergrund ruft mich an. Fassen wirs zusammen: Ich kann keinen jetzt neuen, besseren Vertrag bekommen, weil das erst zum Vertragsende geht. Falls der mir dann nich zusagt, kann ich aber nicht mehr kündigen, denn die Frist dafür endet Montag.
    Ich muss also kündigen, damit mich die Kundenrückgewinnung dann anruft und mir ein gutes Angebot macht. Wir sind uns vollkommen einig, dass das vollkommen gaga ist.
  • Ich suche mich wieder durch zur Kündigung, denn im Laufe des Gesprächs hatte ich den Screen längst verlassen und kündige.
  • Es bimmelt, ich habe eine E-Mail: So schade, dass ich kündigen will. Ob wir nicht nochmal reden wollen? Ob ich vielleicht mal anrufen mag?
    Na sicher, ich bin da ja nicht so.
  • Ein freundlicher Mann mit Callcenter-Gemurmel im Hintergrund. Ich sage ihm recht deutlich was ich will (nämlich den Vertrag der Liebsten), er bedauert, dass er mir den nicht anbieten kann, denn das kann nur die Kundenrückgewinnung und der gehört er leider nicht an. Es tut ihm leid, falls die E-Mail diesen Eindruck gemacht haben sollte.

Fazit: Man muss wirklich erst kündigen und dann eine Reihe netter Kontaktaufnahmen ignorieren. Ich finde das ziemlich absurd.


Wie eine dünne Schicht liegt den ganzen Tag ein großer Unwille, am Montag wieder arbeiten zu müssen, aber nun denn. Gucke ich doch mal lieber nach gestern als auf Montag.

Blick auf die Ems-Mündung vor Emden. Vorne ein Holzpfahl, dahinter Nordsee, ganz hinten die hollädische Küste.

Gleich spielen wir mit ein paar alten Freunden Siedler per App und Jitsi. Ich gehe sehr von einem prima Abend aus.

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1.1.2021 – day off

Gestern Abend noch TENET geguckt. Jup, hat Spaß gemacht. Ich glaube, wir schauen ihn nochmal, um ihn zu verstehen …

Wir haben das ja aus Gründen, die vermutlich viel mit Lagerkoller zu tun hatten vor ein paar Jahren begonnen: Am ersten Tag des neuen Jahres ans Meer.
Auch wenn es zu Beginn auf der Autobahn noch etwas *hust* neblig war: das Wetter passte, der Lagerkoller auch. Und Wind und Möwen passen immer.
Keinen Menschen getroffen, passt auch.

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