12.9.2020 – rein in den Pott, raus aus …

Mit einem sehr gründlichen Wochenendgefühl aufgewacht und das war super. In den letzten Tagen hatten wir eigentlich mal grob überlegt, ob wir heute noch mal einen Tag ans Meer fahren wollten, aber … das hat sich nicht organic angefühlt.

Der Liebsten war auch aufgefallen, dass da noch Korrekturen und ein Gutachten lag; ich erinnerte mich an die Kiste im Nähzimmer und den Couchtisch – wissen Sie, dieser Couchtisch … als wir die letzte Wohnung einrichteten, die mit dem 75qm-Wohnzimmer, da brauchten wir logischerweise auch große Möbel. Denn wir wollten halt wenige große Möbel in diesen Ballsaal stellen. (Das war wirklich sehr schön da) Und so kauften wir einen nicht kleinen Couchtisch – unten ein recht flacher Korpus mit Fächern und dann auf vier Metallstangen nach oben eine Glasplatte. Auf Rollen – was übrigens superpraktisch ist, das kann ich wirklich nur empfehlen.
Als wir hier einzogen war der Tisch minimal zu groß, aber wir hatten uns auch sehr an ihn gewöhnt und wollten eh nicht alles komplett neu möblieren und so blieb er. Und seit höchstens fünf oder sechs Jahren dachten wir: Ach, dieser Couchtisch, wenn wir da doch mal was neues fänden. Aber wussten Sie, wie viele hässliche Couchtische es gibt? Viele. Wirklich viele.

Irgendwann während der Zeit, die andere Menschen tatsächlich und voll mimosenhaft Lockdown nennen, fanden wir einen Tisch der … nun … ok war. Ach bestimmt ganz schön, wenn er erst mal hier steht. Wir bestellten.

Dann stand er da und ich wollte ja nun auch nicht schon wieder rummosern und wenn man dann was gekauft hat, dann ist es ja auch manchmal schwer sich einzugestehen, dass man da voll ins Klo gegriffen hat und zum Glück ging es der Liebsten auch so und reden hilft ja eigentlich immer.
Jedenfalls haben wir beschlossen, dass man den Korpus des alten Tischs bestimmt weiß lackieren kann. Und wenn man Schubladen in die Fächer bauen könnte, sähe es geschlossener und ordentlicher aus. Und der örtliche Glasverkäufer kann bestimmt die paar großen Kratzer rauspolieren und so war ich kurz im Baumarkt, kaufte ein paar Dinge und verschwand in der Garage zum lackieren.

Zwischendurch war ich noch aber-nur-ganz-kurz am Schreibtisch, weil mein Kopf eine Idee hatte. Aber wirklich nur ganz kurz. Und dann bin ich noch einen Moment länger sitzen geblieben, weil die ganzen matomo-Installationen ein Update wollten. Ging aber wirklich-total-schnell.

Nachmittags sind wir dann ins Ruhrgebiet gefahren und haben eine Zeche besucht, die wir noch nicht kannten. Eigentlich wollten wir auch auf die Halde und uns das Horizont-Observatorium ansehen, aber: rund-um-den-See hin oder her, an dem Aufstieg bin ich dann etwas gescheitert. Biberkacke.

Auf dem Rückweg haben wir noch ein Vogelhäuschen besorgt und eingekauft und komisch, nicht: da arbeitet man genau so viel wie an einem Wochentag und schon ist man abends auch so platt wie an einem Wochentag. Note 2 me: dringend noch mal die Beschreibung „Wochenende“ raussuchen.

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11.9.2020 – nicht viel los

Aufgestanden, hoch gegangen. Kleinkram gemacht, recht erfolgreich sogar. Hier ein Blog ein wenig schneller, da ein Statistik-Tool ergänzt.

Mittags mit der Liebsten Essen gegangen – das Wochenende einläuten.

Nicht den Hauch einer Ahnung, womit ich den Nachmittag verbracht habe – vermutlich habe ich kurz etwas im Internet gelesen.

Dann um den See gelaufen.

In unserer kleinen Avengers Reihe sind wir bei Iron Man 2 angekommen und mehr gibts gerade nicht zu sagen.

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10.9.2020

Eine der spaßigen Nebenwirkungen meiner Arbeit ist, dass ich auch den ganzen Spam meiner Kundinnen bekomme. Also nicht den blind millionenfach rausgeballerten Casinospam, sondern den anderen. Den, wenn ein Mittelständler bei einem Adresshändler für teures Geld eine Charge „qualifizierte Adressen in ihrer Zielgruppe“ gekauft hat und jetzt frohen Mutes und bar jeder Ahnung über aktuelle Gesetzeslagen Mails verschickt.

Meist – so reime ich mir das zusammen – grasen die Bots dieser Adressbroker nämlich einfach die Websites ab, bis sie eine E-Mail-Adresse finden und folgen dabei jedem Link. Meine eigene Website steht immer im Impressum und auf der ersten Seite bei mir steht eine E-Mail-Adresse. Und so bekomme ich liebevoll personalisierten Spam für Restaurants und Baugesellschaften, für Car-Wrapper und Parteien. Für Kugelschreiber und Softwarelösungen, für Grünpflanzen und Klimaanlagen, für Werbeschilder und Chefsessel.
Meine Filtersysteme zwischen Auge und Hirn sind inzwischen ziemlich gut darin, das ungelesen zu löschen, aber heute Morgen musste ich doch kurz schmuzeln.

Der Filter funktionierte allerdings gut genug, dass ich nicht weiß, was er oder sie mir eigentlich anbieten will in diesem knackigen Telefonat.

Nachdem ich gestern einen Tag mein Mailprogramm einfach komplett ignoriert hatte kann ich Ihnen jetzt sagen, wie viele Mails ich am Tag bekomme. Meine Schätzung, dass es knapp dreistellig sein müsste hat sich bestätigt.
Die Zahl der wichtigen ist dabei weiterhin im einstelligen Bereich.
Erfolgreich die Löschen-Taste benutzt.

Von zehn bis zwei nach langer Zeit endlich mal wieder mit der kleinen Schwester telefoniert. Der Alltag hatte uns lange davon abgehalten. Note 2 Me: Wieder mehr Energie darein stecken, Kontakt zu geliebten Menschen zu halten.

Spätachmittags mit der Liebsten zum See gefahren. Für Sie ist das vielleicht keine so große Sache, aber für mich, nach vielen Jahren die ich nur zwischen Schreibtisch, Tisch und Bett pendelte ist das ’ne super Sache, dass die Runde um den kleinen See inzwischen einfach so, strammen Schrittes ohne Probleme möglich ist.


Musiktipp des Tages: Mariama mit Love, Sweat and Tears


Holy forkin’ Shirt. Diese Menschen unterrichten Eure Kinder:

Unsicherheiten treten beim eigenen Wissen über das Mediensystem in Deutschland auf. So meinen 40 Prozent der Lehrkräfte, Medien hätten die Aufgabe, die Bevölkerung für bestimmte Anliegen zu mobilisieren.

Im Osten hat rund die Hälfte der Lehrkräfte kein großes Vertrauen in die Medien, im Westen sind es 22 Prozent. 19 Prozent der Lehrkräfte insgesamt glauben, dass viele Nachrichten, die eigentlich wichtig sind, verschwiegen werden und nur in sozialen Netzwerken zu finden sind.

bdzv.de: Allensbacher Studie zur Nachrichtenkompetenz
(via Franziskas Newsletter*)

*) Transparenz-Dings: Ich arbeite für Franziska, bin aber für den Link weder beauftragt noch bezahlt und lese den Newsletter aus und mit Interesse.

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9.9.2020 – the bunny is out of the cylinder

Über die letzten Tage hatte ich ja angeteasert, dass ich Mitte der Woche mal was aufregendes tun würde. Und weil das auch alles in allem ein etwas anstrengender Tag war – Sie wissen schon: Wenn Introverts reisen … – halte ichs kurz:

Der Herr Doktor, der mir heute Morgen die wöchentliche Vitamindosis ins Gesäß rammte, machte einen entscheidenden Fehler: Er zeigte der „jungen Kollgin, die gerade zum Gucken bei uns mitläuft“ schön, wo mein Hüftknochen sitzt und dass „man dann von da zwei Fingerbreit nach da geht und da der richtige Punkt für die Spritze ist“ – aber dann ließ er die Hand weder auf Hüftknochen noch zwei Finger drunter liegen, sonder drehte sich nochmal weg und ouch verdammt, das tat weh da an der Stelle vier Fingerbreit weit neben zwei Fingerbreit vom Hüftknochen.

Dann fuhr ich zu Frau Nessy und wir nahmen eine Folge für ihren Podcast auf und sprachen dabei hauptsächlich über Angststörungen und Panikattacken und wo sie herkommen und wie sie gehen können und alles so drum herum.
Im Anschluss aßen wir welche der berühmten Waffeln und ich möchte an dieser Stelle ein für alle mal festhalten (und ich möchte, dass Sie sich vorstellen, wie Vincent Vega diesen Satz sagt): Das sind wirklich gute Waffeln.

Danach fuhr ich sehr satt und etwas müde nach Hause.

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8.9.2020 – Ereignislos mit einzelnen Höhepunkten

(nein, nicht was Sie denken, Sie Ferkel. Zwinkersmiley. Natürlich niemand wird hier Ferkel genannt, wenn sie Höhepunkte mag*)

Aus Gründen hatte ich heute nach ca einer halben Stunde am Schreibtisch nichts mehr zu tun. Prima, ein Tag frei! Aber Pustekuchen. Irgendwo zwischen „wenn Du nichts zu tun hast wirst Du morgen verhungern“ und „Pass auf Dich auf, das hast Du im BurnOut gelernt“ schlingerte mein Geist wild hin und her und ließ mich nicht zur Ruhe kommen. Super Sache.

Mittags hatte ich mich zu einem Telefonat verabredet und das war super. Ein für Außenstehende vielleicht etwas verwirrendess Gespräch aber die Idee am anderen Ende der Telefonleitung gefiel mir sehr, der schnelle, interessierte Geist, die die Idee produziert hatte, auch und das war sehr sehr großartig. Und wenn am Ende alles gut geht, dann werde ich, dann werden wir am Ende Hypertext produzieren. Also Hypertext in seiner ursprünglichen, revolutionären, sehr philosophischen Bedeutung.
Ich freue mich sehr.

Als Gegengewicht fuhren die Liebste und ich dann ins nächste Städtchen zum Shoppen und das wars dann auch schon fast.
Einzig ein kleiner Moment im Eisgeschäft war noch bemerkenswert. Als ich reinkam telefonierte die eine Eisfachverkäuferin gerade und ich hörte noch das Fragment „… ich hab doch jetzt keinen Zollstock hier …“.
Dann sah sie mich und lachte und fragte mich, ob ich mich wohl kurz in die Tür stellen können und wie groß ich sei – um abzuschätzen wie hoch die Türöffung sei.
Und dann bedankte sie sich sehr herzlich und meinte: „Sie wissen ja: Blonde Frauen und Zahlen schätzen, das geht nicht“. Und telefonierte weiter.
Ich hab wohl selbst mit Maske so blöd geguckt, dass ihre Kollegin vorsichtig sagte: „Das hätte ich jetzt nicht gesagt“.
Als sie aufgelegt hatte und wieder reinkam, haben wir ihr dann beide gesagt, sie solle sich nicht so kleinmachen. Hoffentlich konnte sie es hören.

Irgendwo auf Instagram sah ich heute eine Schauspielerin, die von Dreharbeiten berichtet und erzählt, dass sie halt außer in den Szenen selbst immer Masken tragen. Und ich dachte, dass es doch schön wäre, wennauch in einem Film die Pandemie normal wäre und die Menschen halte einen MNS trügen. Drehbuchautoren? Regisseurinnen? Wie wärs?

Und jetzt gehen Sie bitte rüber zur Frau Herzbruch und lesen, wie Handball geht. Das ist deutlich unterhaltsamer als alles, was mir heute geschah. Mein Lieblingsabsatz ist …

Wenn ich die Jungs wie heute morgen spielen sehe […] dann weiß ich ganz genau, wie es sich anfühlt, was gerade passiert. Das ist ein lustiger Effekt. Handball ist ein Sport, in dem sehr viel gefühlt wird, gerne Schmerz. Es gibt keinerlei Eleganz, alles geht wahnsinnig schnell, und es wird nie getrabt. Stehen (naja, nicht wirklich) oder sprinten, nichts dazwischen.

Naja, und die anderen auch, das ist wirklich unterhaltsam zu lesen.

Ich hab nur noch ein Bild von gestern; für mehr hats heute nicht gereicht.

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*) Edit: Natürlich wird hier niemand Ferkel genannt, langjährige Leserinnen wissen das, denke ich. Nicht-langjährige könnten denken, ich hätte was gegen Sex, (nö) dabei wollte ich eher über die altbackene Formulierung „Sie Ferkel“ schranzen. Humor im Web, keine unkomplizierte Sache.

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