15.11.2020

In der letzten Woche hatte ich für jemanden verschiedene Blogs von einem Server auf den anderen gezogen, dabei alle mal auf einen aktuellen Stand gebracht und das ist manchmal nicht unspannend, wenn man nicht genau aufpasst, in welcher Reihenfolge man welche Updates macht. Außerdem hatte zwischen vorgestern und gestern der neue Webhoster noch langsamer gearbeitet als üblich und – langer Rede kurzer Sinn – ich hatte ein Theme verloren.
Heute morgen, im Augen-aufmachen fiel mir dann ein: Ich hab doch in diversen Formen mehrere BackUps von allem gemacht, ich Dummchen.
Und fix das Blog wieder hübsch gemacht.

Dann beim Desktop-Aufräumen endgültig bewiesen, dass beim Verschieben von Dateien nicht nur die Größe, sondern vor allem die Anzahl der zu verschiebenden Dateien eine Rolle für die Dauer spielt.

Ja sicher ist das eigentlich langweilig, aber den Unterschied in der Restdauer fand ich unterhaltsam. Und man wird ja genügsam #inderaktuellensituation.

Apropos „langweilig“: Wir waren dann vormittags am See und sind halb rum gelaufen und vor allem haben wir zwischendurch auf einer uns bis dahin unbekannten Bank gesessen und die konnte man sich in die Sonne drehen und wie gesagt: Man wird genügsam und Mitte November in die Sonne zu blinzeln und in den kurzen Momenten der Windstille sogar ein ganz kleines bischen die Wärme zu spüren ist – abzüglich aller Klima-Gedanken – eine gute Sache #inderaktuellensituation.

Mittags erwischte mich ein Trigger von einer sehr unerwarteten Seite aus, es machte Pffff und mein Blick auf die letzten 45 Jahre meines Lebens veränderte sich und damit war ich dann die nächsten Stunden beschäftigt. Aber ich lerne ja was an diesen Montagen und deswegen warf es mich nicht um.

Außerdem hatte ich nachmittags noch eine Telefonverabredung und mein Job in dieser Verabredung war es, vollkommen frei und kaum zielgerichtet zu asoziieren. Über alles. Wir sprachen über Stevie Ray Vaughan und Gravitationswellen, über Pilze und Akkupunktur – und für uns ergab alles einen Zusammenhang und das war schon sehr, sehr geil. Also für mich als jemand der einfach reinwerfen durfte zumindest.

Und wenn nach dem Gespräch nicht die Liebste mich mit den Worten „Bad news – die Heizung ist aus“ begrüßt hätte, wäre das bestimmt ein sehr hübsch positiver Ausgang des Tages gewesen. Da sich die Heizung aber auch nicht wieder starten ließ gibts irgendwie zum Schluss hin dann doch einen kleinen Abzug in der B-Note.

Avenger-Film des Tages: AntMan and the Wasp.

Twitter-Thread des Tages (Bitte alle 27 lesen, wenn Sie wissen wollen, wie wütend ich eigentlich jeden Tag bin):

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen!
Oder, wenn Ihnen Geld so unpersönlich ist, hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

14.11.2020 – Raving raven

Die Woche hat mich komplett umgehauen. Die Nacht, die leider nur aus vier, recht großzügig über die zur Verfügung stehende Zeit verteilen Stunden, bestand ebenfalls.

Trotzdem gut, dass die Liebste mich erstmal an den See schleifte. Da saßen Raben und sangen das Lied des Herbstes.

Ich glaube, ich hatte es schon mal erwähnt dass der Instagram-Werbe-Algorhitmus sich wirklich gut auf mich eingeschossen hat? Laufend tolle, neue Musik. Aktuell in der Heavy Rotation: Shalosh, ein Israelisches Trio.

SHALOSH is an instrumental piano trio, that belongs to the current generation of cross genre jazz groups able to reach a wide spectrum of audiences, in the Jazz world as well as in other genres. Their music is raw, acoustic and progressive, crossing stylistic boundaries and defying definition.“, sagen sie selbst.

The music is so perfect that it’s almost enough to make you reflect on fate and destiny“, sagt All About Jazz und ich würde Fachleuten ja nie widersprechen.

Eine alte Freundin schreibt fröhliche Mails, weil sie mit ihrer Band jetzt halt in Kirchen auftritt, ein alter Freund verbreitet, das sei alles so schlimm wie ’33.
Ich bin müde.

Sonst: Schlaf nachgeholt, feste gechillt, nachmittags nochmal ins Nachbarstädtchen gefahren, mal was anderes sehen.
Dann den örtlichen Thaifoodladen supportet und abends die Avengers-Reihe fortgesetzt. Wir sind bei den Infinity-Wars angekommen, also fast am Ende – haben aber auch schon die nächste Reihe ausgesucht. Sie beginnt mit einem Duell und wir freuen uns schon sehr.

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13.11.2020 – Kapitalistenschweine (aus Houston, Texas)

(Na, wissen Sie, woher diese Popkulturelle Anspielung in der Überschrift kommt?)

Ach ja, der Winter ist ja die Jahreszeit, wo ich immer den Skyporn vor dem Fenster habe, wenn ich hoch komme. Just can’t get enough of theses colours.

Vormittags: Ich sprach mit jemand der nicht weiß, dass man zwei Programme gleichzeitig laufen lassen kann darüber wie er seinen Laden digitalisiert bekommt. Bitte fügen Sie hier nach eigenem Ermessen irgend einen Satz mit „Fallhöhe“ ein.

Ich sprach mit jemandem, mit dem zusammen ich gerade zusehe, wie ein dritter seinem Kunden mittlere vierstellige Beträge in der Woche aus der Tasche zieht über Anspruch an sich selbst und die eigene Arbeit und Moral.
Ich zog mehrere WordPress-Blogs um. Nicht das was Spaß macht, aber nun denn.

Auf Wunsch einer Leserin, der ich hier gerne danken möchte setzten die Liebste und ich uns spätnachmittags ins Café Audi und erhoben die Kaffeetöpfe auf die edle Spenderin – wir haben uns sehr gefreut!

Abends trafen Johannes und Sylvia und ich uns im Zoom und spielten Monopoly und das war aus diversen Gründen großartig. Vor allem, weil die beiden eben so großartige Menschen sind und ich so froh bin, sie vor Dekaden schon in diesem Internet kennen gelernt zu haben.

Mist. Gerade festgestellt, dass ich fast exakt die gleiche Headline schon mal benutzt habe und damit der erste Googletreffer bin.

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12.11.2020 – Captain, wir haben strukturelle Probleme auf den Decks eins bis siebzehn

Ja richtig, am Montag stand hier kurz ein Artikel und den habe ich dann wieder gelöscht. Aus Gründen, die mit Ihnen nichts zu tun haben, keine Sorge. Sie sind super. Alle.
Und dann war ich zwei Tage weiterhin sehr müde; unterbrochen von gelegentlichen Migränewellen und … ach ist ja auch egal. Wer muss schon arbeiten?

Der Tag heute begann mit einem sehr dynamischen Gefühl und ich dachte, es könnte der richtige Zeitpunkt sein, mir endlich meine Grippeimpfung zu holen. Ich fuhr also 25 Minuten zu Frau Doktor, stand 15 Minuten vor der Praxis und erfuhr dann, der Impfstoff sei leider aus. Aber nächste Woche sei bestimmt wieder welcher da.
Das dynamische Gefühl ließ etwas nach und ich fuhr – die Sitzheizung auf drei – wieder nach Hause.

Eingekauft. Der Luxus, donnerstagsmittags einkaufen zu gehen – also, wenn in dem Laden wirklich niemand sonst ist – der ist gar nicht hoch genug zu schätzen.
Im Gang vor den Getränken von einer Gothicfrau (Emofrau?) weggepogt worden und spontan in ihre konsequent schlechte Laue verliebt gewesen. Ich hatte nie eine echte Gothic-Phase aber während ich mich Punk fühlte, hab ich bestimmt genauso gewirkt.

Überlegt, worüber es was aussagt, dass das eine Regal mit Klopapier komplett leer ist, aber im Regal gegenüber die andere Marke mitnahmebereit in ausreichender Menge steht. Naja, mir solls Recht sein.

Mich wieder darüber gefreut, dass ausgerechnet der am ranzigsten wirkende Getränkemarkt der Stadt am klarsten über sein Hygienekonzept informiert und es auch am besten durchsetzt. Und eh der freundlichste Getränkemarkt der Stadt ist, deswegen fahr ich da ja hin.

Schreibtisch; versucht, ein bisschen Struktur in die nächsten Tage zu bringen. In viele WordPress reingeschaut.

Kann jemand von Ihnen WordPress-PlugIns programmieren? Ich kann es leider nicht und ich habe eine Idee.

Die Buchhaltung bis zum heutigen Tage ergänzt und zur Steuerberaterin gebracht – sie kann dann anhand der Zahlen festellen, ob ich vielleicht Anspruch auf eines der aktuellen Hilspakete habe – besser als wenn sie schätzen müsste.

Bei der Gelegenheit erfahren, dass ich noch länger auf Info warten muss, was mit den 9000,- Soforthilfe aus März/April passieren darf und was nicht. Im Ministerium kommt man wohl nicht hinterher und die zuletzt genannte Frist bis zum 30.11. ist wieder gekippt.
In other words: Wir haben dann vor über einem halben Jahr eine solide Menge Geld überwiesen bekommen – konkret ca zwei Drittel des Geldes, der für Menschen in meinem und Artverwandten Berufen, die in der Künstlersozialkasse erfasst werden als Jahressumsatz gilt – wirklich solide also. Wir wissen aber ein halbes Jahr später immer noch nicht, wofür wir dieses Geld ausgeben dürfen. „Hätten ausgeben dürfen“ muss es natürlich für viele heißen, deren Geschäft einfach nicht mehr lief – und da sist noch schlimmer.
Lieber Staat, das ist shaize, aber so richtig.
Und ich bin noch in der glücklichen Postion, dass das alles aus diversen Gründen für mich nicht wirklich existenzbedrohend ist.

Aber ich verstehe, wenn man in Jobs unterwegs ist, wo diese Soforthilfe einem Monatslohn entspricht, dann hat man da sicher ein entspannteres Verhältnis.

In der Dämmerung noch Café Audi. Schöner Blick in den Sonnenuntergang.

Gestern Abend eine Doku über SpaceX gesehen und gedacht: „Moment mal? Die investieren unfassbar Kohle, um auf einen Planeten zu kommen – weil wir dabei sind den hier in einen Zustand zu bringen, die der, auf den wir flüchten wollen jetzt schon hat?“ Hmmmm …

Werbeblock

Ausnahmsweise mal Werbung: Ihnen ist bestimmt schon aufgefallen, dass bei den Links, die ich immer so teile öfter was von den Krautreportern dabei ist. Ich schätze die sehr, denn ich finde, sie werden ihrem Anspruch „Verstehe die Zusammenhänge“ sehr gerecht. Morgens bekomme ich den Newsletter, den mir Menschen denen ich da inzwischen inhaltlich sehr vertraue zusammengestellt haben und dann weiß ich was gerade los ist. Mit Infos, etwas Hintergrund und Links zu den anderen, die über das jeweilige Thema auch schreiben. Mir spart das die Nachrichtensendungen und das hochgejazzte Gebrülle auf Twitter und ich fühle mich bestens informiert.

Und weil die Krautreporter gerade ein paar neue Abonennten brauchen, weise ich an dieser Stelle gern darauf hin, dass sie ein werbefreies, unabhängiges Mitglieder-Modell fahren und dass man sehr leicht Mitglied werden kann. Mitglieder sind übrigens sowas wie Leserinnen, nur geiler – nee, im Ernst: Das ist alles hier sehr gut erklärt.

Überzeugt? Dann hier lang und Mitglied werden.

Werbeblock Ende


Wenn Sie mit dem Begriff Chord-Progression etwas anfangen können, dann könnte es auch Ihnen Spaß machen, wenn Rick Beato sich die aktuellen* Charts anhört.
BTW: Haben Sie letztens #TVOG gesehen, als Nico Santos in circa dreißig Sekunden etwas „komponierte“, was nach einem sehr akzeptablen Schlager mit Hitpotential klang? Das war ähnlich lustig.
Obwohl ich Nico durchaus schätze, hat das nicht seine Genialität bewiesen, sondern die Einfachheit, Kalkulierbarkeit und Vorhersehbarkeit aktueller Schlagermusik, ist klar, ne?
*) Ok, acht Wochen her, aber: Who cares?

Ich schlingere mit meinem aktuellen Musikhören derweil immer weiter an der Grenze zwischen strengem Klavier-Jazz und Klassik rum.
Letztens mal in Zwölftonmusik reingehört, aber da bin ich noch nicht.


Vorbemerkung: Ich bin im Moment mit diversen verschiedenen Schulen in Kontakt, teils direkt, teils über Eck, keine davon ist die der Liebsten, es ist überhaupt nicht mal eine hier aus dem Ort dabei. Falls hier also Mendenerinnen mitlesen: Nein, ich spreche hier nicht über eine Schule zu der Sie Ihren Nachwuchs schicken.

Aber durch diese Kontakte denke ich weiter viel über diese Digitalisierung nach.

Da ist zum Beispiel das Kollegium, das nach zwei Wochen Bedenkzeit beschlossen hat, dass es keine eigenen dienstlichen E-Mail-Adressen haben möchte. Außerdem darf ja Teams jetzt doch auch im nächsten Jahr weiter benutzt werden, da braucht man das doch auch gar nicht. Ob man dann Teams auch außerhalb des Kollegiums nutzen darf, konnte auf meine Nachfrage nicht beantwortet werden.

Da sind die Kolleginnen, die mühevoll ihr Arbeitszimmer umstellen und die Kamera auf eine weiße Wand ausrichten, weil nicht einmal das Kollegium sehen soll, wie sie denn wohnen und arbeiten. Mit Schülerinnen möchten sie über Video gar nicht sprechen, denn sie haben Angst, dass die dann Screenshots machen und in diesem Internet verbreiten.

Da ist Sassi, die mit Handschuhen in den Unterricht geht um weiter für ihre Kinder da zu sein und die ihre Freizeit opfert, um ihren Job als Medienbeauftragte zu erfüllen.

Da ist das Kollegium das schnell war und aus dem großen Geldtopf fix eigene Endgeräte für das Kollegium bestellt hat. Die Wahl fiel auf schicke Tablets und jetzt wo die da sind merken sie, dass sie damit ja gar nicht so arbeiten können wie mit Laptops und dass die CD-ROMs mit den Vorlagen auch nirgends reingsteckt werden können und jetzt müssen sie halt bitte doch auf ihren privaten Rechnern weiter arbeiten. Bedürftige Schülerinnen und Schüler haben übrigens auch Geräte bekommen, dürfen die aber nicht mit nach Hause nehmen, sagt der Schulträger.

Da ist immer wieder so viel großartiges im #Twitterlehrerzimmer.

Da sind die beiden von 3-2-1-Corona und die rechnen vor, dass die Schulen nicht schnell genug angebunden sind, um vernünftig zu arbeiten. Es ist keine schwere Rechnung, sie lautet: Welche Zahl ist größer – 10 oder 40? 10 Mbit/s sit die Geschwindigkeit, mitd er die Schule angebunden ist und 30-40Mbit/s ist die Geschwindigkeit, die die Schulbehörde für zu Hause empfiehlt.

Da ist das Kollegium, das beschließt, dass es kein Logineo braucht. Macht wenig, denn die, die schon reingeguckt habe wissen, dass es eh nur einen Bruchteil der Funktionen mitbringt, die man aktuell bräuchte.

Da ist der Datenschutzbeauftragte der Stadt – nach eigener Aussage übrigens ehemaliger Lehrer der das nebenbei macht – der sich anschaut, was engagierte Kollegien hoch gezogen haben und der das mit einem einfachen „darf so nicht“ nach diversen Wochen harter Arbeit wieder einreißt.

Was ich sagen will: Mich verzweifelt einfach, wie viel Energie da gerade einfach vor die wand gefahren wird.

Ach ja: Und da ist es vollkommen unüblich, dass externe Hilfe hinzugeholt wird.

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8.11.2020 – Flying V

Nachtrag: Gestern Abend, so gegen viertel vor zehn sendete das ZDF mitten in die laufende Quizsendung hinein eine extra-Ausgabe des Heute Journals. Inhalt: Biden ist zum Präsidenten der USA gewählt.
Selbst ich, aktuell ziemlich Medien-verweigernd eingestellt, hatte das schon ca vier Stunden vorher mitbekommen.
Ich gestehe: Es bestätigt mich sehr darin, das steigende Tempo meiner Bubble nicht mit zu machen.

Apropos „Quizsendungen“: Wir stellten die These auf, dass wir sie deswegen im Moment so gerne gucken, weil ihr alleiniger Zweck darin besteht, dass …
… sich ein paar Menschen locker unterhalten
… es eben nicht um aktuell schlimme Themen geht
… alle da sind, um möglichst eine gute Zeit zu haben
… man sogar je nach Lust und Laune noch das Gefühl haben kann, besser zu sein.
In other words: Viel von dem, was uns an persönlichem Kontakt gerade fehlt. Also los: Schaut mehr Quizsendungen!

Heute Morgen noch einmal Schreibtisch (We call it: „Das Wochenende der Ausnahmen“). Ich hatte jemand ein Angebot bis Montagmorgen um neun versprochen und die Auswahl zwischen irgendwann heute und morgen früh um sieben fiel leicht.

Letztens hatte ich ja noch über AGB gesprochen und behauptet, meine AGB wären die Summe der absurden Erfahrungen der letzten Jahre.
Eben aus diesem Grunde haben wir hier einen Neuzugang:

Ich übernehme Daten nur nach Absprache auf Stick oder CD und bevorzuge die Übernahme der Daten per E-Mail oder Cloud-Lösung. Ich übernehme keine Garantie für zugesandte Datenträger. Bitte senden Sie mir keine Originale

Sie mögen sich die Geschichten dahinter gern selbst denken.

Dann rannten wir kurz aber heftig mit einem Zollstock im Wohnzimmer um, denn bei Tylko gibts bis heute 15% (sorry, ich habs auch erst gestern Abend gesehen) und das ist viel Geld und Tylko ist einfach forkin’ schön.

Mittags Spaziergang im Feld. Gute Sache. Auf dem Parkplatz stand eine Karre, die nach harten Karrenfotos rief.
Es war warm und sonnig und schön – super, dass wir noch raus können.

Währendessen über uns ein großes, lautes V am Himmel – Gänse auf dem Weg in wärmere Gefilde. Mein Timehop hatte mich kürzlich an genau den ersten November 2019 erinnert, wie sie damals geflogen waren.
Eine Woche später als letztes Jahr. Das sind ca. 2% des Jahres später. Zwei Prozent Steigerung in einem Jahr.

Aber es ist warm und sonnig und schön – warum sollten sie eher fliegen?

Nein, ich glaube übrigens nicht, dass man diesen „Klimawandel“ merkt. /s

Danach setzten die Liebste und ich uns hin und quatschten uns fest. Irgendwann saßen wir mit einem iPad und zwei Handys und einem alten Dierke Weltaltas am Tisch, denn wir waren irgendwie – wie nur?? – auf die USA gekommen; auf Bevölkerungsdichte und Wahlmännersystem und Counties und warum die Karten immer komplett rot ausgesehen hatten, obwohl Biden schon vorne lag. Auf „Wo ist denn eigentlich dieser Bible Belt?“, auf „Wo war denn dieser Wilde Westen und wann ist Californien den USA beigetreten?“ und am Ende auch auf „ach guck, und da sitzt der Wendler jetzt und behauptet, er kenne die USA.
Ich liebe das so unglaublich, wenn wir Zeit haben uns in so etwas zu verlieren. Uns verlieren können wir super – es fehlt eben nur oft die Zeit.

Dann fiel mir ein, was mein Hinterkopf heute Morgen beim Verfassen des Angebots die ganze Zeit über versucht hatte anzumerken und ich ging hoch, das andere Angebot schreiben. Läuft.

CN: Narzismus

Aber nochmal apropos „Präsident“: Ich bin vielleicht eine Unke – ok, bei Klimaschutz, Rechtsruck, Spaltung der Gesellschaft und dem Abschneiden der Fußballnationalmanschaft bei der letzten WM unkte ich jeweils exakt richtig, aber nun … – also: Ich bin vielleicht eine Unke, aber gerade die aus anderen Gründen recht intensive Beschäftigung mit dem Krankheitsbild des Narzismus macht mir bei aller Lust zum Feiern ein bisschen Bammel davor, was der orangegefärbte Mann im weißen Haus in den nächsten sieben Wochen und auch danach noch alles tun kann. Ich zitiere mal ein paar der Sätze, die mich dazu bringen …

Der Narzisst strebt die totale Erniedrigung des Ex-Partners an. […] Er wird jedes Mittel wählen […] Der Ex-Partner muss nach der Trennung ständig auf der Hut sein. Man weiß nie, wann mit dem nächsten Angriff zu rechnen ist und was sich der Narzisst als Nächstes ausdenkt. Nur eines ist gewiss: Er wird nie so reagieren, wie man es erwarten würde.
[…]
Wie sehr man auch versuchen möchte, den Narzissten zu beschwichtigen: Der Hass und die Wut werden niemals aufhören. Vernunft und Einwände werden nichts ändern, sondern den Groll nur noch beflügeln. Sicherheit kann der Ex-Partner nur erwarten, wenn er sich unter den Schutzschirm des Gesetzes stellt. Ansonsten wird der Narzisst jedes Recht ignorieren.
[…]
Bei einem Trennungsvorgang hält sich der Narzisst immer für den Geschädigten: Er ist das Opfer, das im Stich gelassen und enttäuscht wurde. […] Die Hoffnung, vernünftig die Beziehung beenden und dann einfach gehen zu können, kann als naiv eingestuft werden. Eine einfache Trennung wird es mit einem Narzissten niemals geben. Ein Narzisst will Vergeltung und fühlt sich selbst erst besser, wenn er spürt, wie schlecht es dem anderen geht.

Hier her: Umgang mit einem Narzisten: Trennung von einem Narzissten

Auch wenn es da um Beziehungen zu einem Partner und nicht zu einem Präsidenten geht – ich fürchte, das Verhalten des Narzisten kann man mühelos übertragen.

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