17.1.2019

Durchgeschlafen. Yeah. Früh aufgewacht und gleich runter ins Städtchen gefahren, zum Einkaufen. Morgen kommen liebe Gäste und wir planen, viele leckere Dinge zu essen.
Mitten im Laden sagt eine der Gäste ab und ich reduziere den Einkaufs aufs Nötigste; das Nötigste ist gerade ausverkauft. Aber wir haben jetzt viele Gurken, denn aus der Gemüseabteilung war ich gerade raus.
Schatz, wollen wir Gurkensalat essen?

Cybermobbing: Haben Sie mal 45 Minuten Zeit?

Ich weiß nicht genau, wann und wie* sie das gemacht habt, aber irgendwann in den letzten Jahren hat sich Patricia von einer launigen Kinder- & Alltagsbloggerin zu einer unfassbar ruhigen, besonnenen und klugen Fachfrau für die Vermittlung von Medienkompetenz entwickelt. Jetzt macht sie einen Podcast und den kann man sich gut mal anhören.

*) Naja, vermutlich hat sie genau das getan, was eigentlich jede tun sollte: Sie hat sich die Dinge angeschaut, ohne sie sofort zu verteufeln oder in den Himmel zu jubeln und dann noch ein bisschen gelesen und dann nachgedacht. Vermute ich. Leider ist sie da eine der wenigen und deswegen feiere ich sie dafür.

Weils morgens im Laden nicht alles gab, musste ich leider noch in zwei, drei Läden. Randbemerkung an Menschen in Großstädten: Um einen zweiten Getränkeshop, einen Aldi und eine Apotheke zu erreichen war ich mit dem Auto 40 Minuten in verschiedene Ecken der Stadt unterwegs. Wäre ich Bus gefahren, wärs mindestens dreimal so viel gewesen. Verteufeln Sie nicht immer die Autofahrer, verteufeln Sie lieber die, die den ÖPNV versauen.

Wussten Sie, dass in der ARD-Mediathek nicht alles drin ist, was Das Erste an Videos hat? (Vermutlich auch andersherum?) Ich las nämlich irgendwann jetzt über „Das Verschwinden“ und wenn ich schon einmal von der Beschreibung eines deutschen Fernsehdingsis nicht abgeschreckt bin, dann müssen wir das nutzen.
Leider gibts in der Mediathek nur eine unnütze kurze Inhaltsangabe, bei Das Erste findet man aber Videos. Hab ich dann heute gelernt. Äh ja.
Gerade wenn man – wie ja nun viele – keine Computer mehr benutzt, sondern nur noch Apps auf smarten Geräten, dann kommt man ja mal gar nicht auf sowas.

Ach ja: Heute morgen war Twitter kurz so wie früher und das war schön.

16.1.2020 – Selbstgefälligkeit

Beinahe von einer freundlichen Terminverwirrung geweckt worden, nachdem der Schlaf erst spät kam. Allerbeste Grüße an die freundliche Terminverwirrung, das war dann das bestmögliche Tagesstart-Telefonat!

Dann Briefing-Vormittag. Das ist die euphemistische Umschreibung für „und alle wollten was von mir.“ „Alle“ ist in diesem Zusammenhang die euphemistische Umschreibung für all diejenigen, denen plötzlich einfiel, dass sie ja gestern etwas brauchten. „Was“ ist die freundliche Umschreibung für Dinge, die wir vor Monaten hätten klären können.

Anmerkung. Es gilt weiterhin die Grundregel: Ich benutze nie dieses Blog, um anwesenden Leserinnen einen reinzuwürgen.

Viel Kleinkram abgearbeitet. Aus Versehen den Song fertiggestellt, den ich aus Versehen vor vier Tagen angefangen habe. Falls jemand ein Stück düstere Filmmusik braucht, die in der Mitte in einen leicht lateinamerikanischen Rhythmus kippt – gerne melden.

Twitter aufgemacht. Aus Versehen festgelesen. Voll in den Sog geraten. Mich aufgeregt.
Wissen Sie, was mich wirklich anstrengt? Selbstgefälligkeit. Egal, ob es um Elektroautos, um Essen, um besondere Erziehungsformen, um Karriere, um Beziehungen, um … um wirklich vollkommen egal was geht – welchen Sinn hat es, sich auf ein trending Topic zu setzen und dann „ich mach das aber schon immer so“ zu rufen?
Also außer zu Ausdruck bringen zu wollen „ich bin besser!“?
Mal abgesehen davon, dass „immer“ auch selten mehr als ein paar Monate, bestenfalls Jahre ist – also eigentlich meist heißen müsste: „immer, seit ich letztens drüber nachgedacht habe
Die gleichen Menschen, die dicke Autos, Parkplätze in der ersten Reihe, fette Uhren und vollverglaste Eckbüros als Insignien der Macht verachten, tragen ihre Ernährung, Ihre Erziehungsmethoden, oder ihre bevorzugten Beförderungsmittel in genau der gleichen Art und Weise vor sich her, wie der alte weiße Mann seine Breitling und seine Jaguarschlüssel.

Dabei ist es vollkommen egal, ob es Q7 oder Fahrrad, Nanny & Karriere oder 24/7 Attachment-Parenting, Kobe oder Veggie-Bowl ist – es bleibt dabei: Wenn ich mir darauf einen runterhole und mich deswegen besser fühle als andere, dann ist und bleibt es einfach schlechter Charakter.

Peter Gabriel, den ich für einen wirklich klugen Menschen halte, hat mal gesagt: „Das Problem beginnt in dem Moment, wenn wir beginnen, zwischen «ihnen» und «uns» zu unterscheiden.“ Abenteuerlicherweise ist damit nicht nur jede gemeint, die uns gerade gut in den Kram passt, sondern alle.

Wir schauen ja gerade „The Good Place“. Sorry, ich muss jetzt spoilern: Die Protagonisten gehen irgendwann auf die Suche nach dem perfekten guten Menschen, weil sie merken, dass seit Jahrhunderten niemand mehr in den Himmel gekommen ist. Und lernen: Das liegt ganz einfach daran, das es nicht mehr möglich ist, „gut“ zu leben.
Wer an der einen Stelle achtsam und vielleicht supi plastikfrei und vegan lebt, hat vielleicht einfach Pech an der anderen mit dem ÖPNV und muss ein Auto haben. Und so weiter.
Aber wenn wir uns schon wegen solchem Kram ständig über andere erheben müssen, dann bleibt verflixt wenig Zeit, sich um die großen Probleme zu kümmern.

14.1.2020 – people are people

Im Büro ein Briefing-Missverständnis aufklären müssen. Doof, kommt aber vor.

Eine eine Woche alte ewige Geschichte abschließen können; eine, die sich von einem kurzen Gefallen nebenher zu knappen hundert Mails in drei Tagen entwickelt hatte. Puh.

In der Mitte des Tages eine ebenso kurze wie heftige Migräne-Attacke. Langsam ist’s gut.

Im Fernsehen in eine Sendung reingerutscht, in der vor Erregung leicht heisere „Moderatoren“ nur mühsam ihre Erregung darüber vertuschen konnten, dass ein englischer „Prinz“ nicht mehr von ihnen gejagt werden möchte. Und dem mit ausführlicher „Berichterstattung“ begegnet.
Mich daran erinnert, wie mir eine frischgebackene Moderatorin eines Gossip-Magazins mal antwortete, sie würden doch gar nicht – wie ich anmerkte – im Privatleben irgendwelcher Menschen wühlen. Und ich anhand des Tonfalls befürchtete, dass sie das wirklich so ernst meinte.

In Twitter gelesen, wie jemand auseinander genommen wird, weil er nicht dankbar genug auf Kritik reagiert hat, sondern anmerkte, dass ein öffentlicher Tweet vielleicht nicht da beste Medium für eine Kritik ist.
Erst amüsiert, später verschreckt mitgelesen, wie sich Elterntwitter an einem simplen Tweet festbeisst.

Ich kann heut nicht gut auf Menschen im allgemeinen.

Eine überraschende Nachricht von einer stillen Leserin bekommen und mit den Menschen im speziellen versöhnt worden.

Trotzdem Rückzug ins private, hauptsächlich Rückzug in die bunte Welt der Mediatheken und Steaming-Dienste. Hatte ich erwähnt, dass ich mir als Ersatz für die Uhr die wieder gehen musste einen aktuellen AppleTV „gewünscht“ hatte? Krasser shize.

Eine Mail aus Island mit guten Nachrichten, nachdem ein paar Tage lang ein paar Dinge auf der Kippe standen. Falls Sie also Tickets für ein Tina Dico-Konzert gewinnen möchten, hier entlang.
Vorsichtige Vorfreude.

Trotzdem abends Seelenwärmer gebraucht. Werbeopfer, ich.

13.1.2020 – Fußball?

Irgendwann in den letzten Wochen haben wir bei Prime eine Kurzserie über den BVB geguckt. Jetzt ist mir Fußball ja in wohlwollenden Momenten ziemlich egal; in weniger wohlwollenden oder wenn ich in einer Vollsperrung stehe, weil der Plebs von der Polizei zum Stadion geleitet werden muss … oder wenn Fans mir ins Auto treten, weil ich nicht fröhlich genug „mit ihnen feiere“, dann krieg ich etwas Hals.

Ich halte Profi-Fußball für eine sich selbst erhaltende Geldmaschine. Die unter anderem deshalb so gut funktioniert, weil Fußball sehr simpel ist und sich im Zweifelsfall mit einer Coladose und zwei Stöcken als Tor spielen lässt und deswegen Kinder weltweit anfixt. Naja, und dann weil Menschen sehr viel Geld da verdienen und sehr daran interessiert sind, weiter viel Geld zu verdienen. Und deswegen kein Problem damit haben, auf die plattest mögliche aller platten Arten „wahre Liebe“ auf ihre Busse zu schreiben.

Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen war das eine echt spannende Serie. Man merkt einigen Menschen an, dass irgendwo hinter den fetten Schreibtischen, hinter den AMGs und Q7, dass da irgendwie noch diese wahre Liebe für diesen Sport ist.

Für jemanden ohne Spitzensport-Kenne spannend: Man erlebt, dass das ganze Motivations-Blablabla nötig ist.
Es ist überhaupt interessant, den Spielern zuzugucken. Irgendwo zwischen sehr großen, 24/7 gepamperten Kindern und Spitzensportlern, die versuchen ihren Weg zwischen egoistischen Ideen und „der Mannschaft“ zu finden.

Außerdem erzählt Kloppo, wie er nach der Meisterfeier volltrunken auf einem LKW auf einem Baubetriebshof aufgewacht ist und alleine das ist es wert.

Falls Sie Fußball übrigens super finden, dann ist das bestimmt eine noch viel, viel supere Serie.

Tagebuch-Teil: Aufgewacht, Präsentation abgeschickt, Domainchaos geregelt, mit Island gemeilchattet, Kleinkram geregelt, endlich mal wieder auf der Treadmill gewesen.

Politik-Teil: Falls Sie gerade noch nix vor haben, rufen Sie sich mal Ihren Abgeordneten an und fragen, ob er oder sie diese Studie kennt und warum the Fuck seine Partei dann den Arsch nicht hoch bekommt.
»Wir haben das in unserer Studie auf Grundlage der neuesten Daten für insgesamt 143 Länder kalkuliert. Wenn sie alle konsequent elektrifizieren, dann sinkt der Aufwand für die weltweite Bereitstellung von Endenergie im Jahr 2050 sogar um 57 Prozent, verglichen mit heute.« […] sagt Mark Jacobson, Professor für Umweltingenieurwesen an der Stanford University in Kalifornien.

Musik: Es gibt so Musik, die ist … irgendwie mystisch. Die hier zum Beispiel.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=WN6Qh9e6jeU

Der Song stammt übrigens aus einem Film, den man sich ziemlich gut mal ansehen kann, wenn man Rockmusik und die Menschen, die sie machen, mag. Es ist ein Film voller Liebe, der mich jedesmal sehr ruhig und glücklich hinterlässt.

Du findest Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier kannst Du mir ’ne Mark in die Kaffeekasse werfen!

12.1.2020 – nicht drüber reden

Wir haben dann beide an diesem Wochenende brav etwas gearbeitet und sind dann – aber immerhin unterschiedlich, jaha! – krank geworden.
Brave kleine Arbeitsbienchen, die wir sind.

Wir rechnen fest damit, morgen, zu Beginn des Erwerbstätigenlebens, wieder auf dem Damm zu sein.

Die Website benötigt Cookies. Ich nutze Matomo, um zu sehen, welche Artikel Sie interessieren. Matomo ist lokal installiert, es werden keine Daten mit externen Diensten ausgetauscht oder Cookie gesetzt. Auf Anforderung können Sie zB Videos und Tweets ansehen, die dann weitere Cookies setzen.