2.11.2018

Haha, langes Wochenende. Ausschlafen (viertel nach sieben!), lange rumlungern!

Frühstücken gegangen. Bei allem Hass auf dieses Kaff, zwei Dinge muss man ehrlich sagen: Einer der örtlichen Bäcker hat sich um eines der alten Traditionscafés gekümmert als der alte Besitzer nicht mehr mochte und hat da was echt hübsches draus gemacht. Man kann da lecker frühstücken, geilsten Kuchen und feine Pralinen bekommen und schön sitzen.

Tag eins nach dem Hochbegabungsartikel und ich muss echt mal was sagen: Ihr seid der Hammer. Ehrlich. Da schreibt man einen Artikel mitten in eines der Wespennester des modernen Internets und Ihr? Seid freundlich zueinander, kommentiert höflich und vor allem: Erzählt da Eure Geschichten mit einer Offenheit, die mich beeindruckt.

Danke.

Ich bin der Ikea-König. Immer noch in den Nachwehen des kleinen Zimmer-Ringtausches begab ich mich – im vollen Bewusstsein, dass da Freitags mittags auch mehr Menschen sein könnten – zu Ikea. Parken, durch die Kasse rein, bis zu den Wagen, zum vorher per App ausgeguckten Regal, ein Kallax auf den Wagen (und das so souverän, dass das Paar neben mir einen neidischen Spruch machte), ab zur Expresskasse, dort davon profitieren dass zwei Paare vor mir beschlossen nicht so lange warten zu wollen und wieder raus. 15 Minuten.
Und dann immer schön entgegen der Fahrtrichtung mit dem Stau nach Hause gefahren.
Ich fürchte nur, wir können uns so langsam „Home is where the Kallax lives“ an die Tür schreiben.

Ach ja, ich bin Euch noch eines der guten Dinge aus dieser Stadt schuldig: Menden – home of the good old German HipHop. Und ich denke lächelnd an die alten Zeiten zurück, als Dende nebenan probte und wir gelegentlich mal jammten.

Ps: Ich BIN der König von Ikea. Aufbau 8er Kallax in <15 Minuten.

By the way: Ich werde in diesem Blog keine Affiliates haben und keine Kooperationen machen. Artikel wie diese sind also nie bezahlte oder beauftragte Werbung.

1.11.2018

Eigentlich hätten wir ja in der letzten Woche in Kopenhagen sein wollen und hatten das aus Gründen, die viel mit der Fülle meines Schreibtisches zu tun hatten, storniert.
Und so sagte sogar der Agenturchef gestern am Telefon „Dann machste aber wenigstens ein langes Wochenende, oder?“

Also begann gestern Nachmittag um fünf immerhin ein ebensolches.

Wir begannen es damit, das doofe Paket zusammen zur Post zu bringen – denn zusammen ist alles einfacher. Sogar in diesem Kaff.
Dann fuhren wir ins Ruhrgebiet, genauer zum McDonalds an der B1, schauten den vorbeifahrenden Wagen zu und reihten uns irgendwann wieder ein, um dann in Bochum die Vorpremiere von Bohemian Rhapsody zu sehen. Das erste war logischerweise befreiend, das zweite super & das dritte schon ok.

Um das Zweite zu verstehen muss man vielleicht wissen, dass wir damals, bevor wir zusammen waren, schon länger eine tiefe Freundschaft pflegten, die aber aus verschiedenen Gründen viel auf dem Weg zwischen Ruhrgebiet und Sauerland statt fand. Und eben auch viel morgens um drei nach der Disco, wo man mit Anfang zwanzig ja gern nochmal ein kleines Hüngerchen verspürt. Und da erzählten wir uns dann gegenseitig, was wohl für Geschichten in den gerade vorbei fahrenden Wagen passierten.
Gelegentlich tut es gut, das zu re-zelebrieren, auch wenn das Zeug gar nicht mehr wirklich schmeckt.
Ist man erwachsen, wenn McDonalds nicht mehr schmeckt?

Und der Film? Ließ mich zweigespalten. Bombastische Bilder, klar. Ein toller Freddie Mercury, wirklich. Für mich, der ich ja gern Künstler-Biographien lese, fehlte es etwas Hintergrund, an Geschichte; das war alles eher flach. Und ich hatte die Geschichte von Queen erwartet, nicht die von Freddie. Daher für mich nur: Schon ok. Diese zwei Kritiken fassen’s auch noch schön zusammen.
Spannend: Ich hatte so gegen elf gestern Tickets gebucht und schon nur noch was in der vierten Reihe vorn bekommen – in other words: das Kino war restlos ausverkauft. Und zwar mit Fans, die auch mal mitsangen oder ihre Handys im Takt wiegten. Das war schon ganz schön.

Heute Morgen dann lang geschlafen (also bis halb sieben, nach den letzten Nächten ist das „lang“).
Ein bisschen geräumt – wenn man da erstmal mit anfängt, dann findet sich ja plötzlich hinter jeder Ecke etwas, was man anders stellen, besser sortieren, hübscher positionieren oder praktischer platzieren könnte und ich finde das auch sehr gut. Um mit unserem ehemaligen Lieblingsjuror zu sprechen: Die Handtasche Das Haus muss leben.
Was macht der eigentlich heute?

Letztens hatte ich eine Mail losgeschickt, die sinngemäß eigentlich nur sagte: Da wär ich wohl dabei, wenn Du mich willst. Ohne viel darüber zu wisen, was sie genau vorhatte.
Wobei dabei sein? Bei einem Projekt einer dieser Internetmenschen, über das ich deswegen noch nicht mehr erzählen werde – ist ja ihr Projekt, nicht meins. Aber – erster Schritt – ich bin wohl dabei und ich freu mich sehr.

Apropos „Erwachsen“. Ich fand auf Twitter noch jemanden, die „Jackpot!“ ruft, wenn der Parkautomat ihr Kleingeld entgegenwirft und das fand ich schön. Die Ideen, was man sonst noch so tun kann um sich den Alltag zu belustigen auch.

Endlich mal einen der Entwürfe fertig verbloggt, die hier schon länger rumlagen. Falls Sie also über eine Hochbegabungsdebatte hier auf dieses Blog stoßen: So normalerweise gibts hier gutes old-school-Tagebuchgeblogge. Unterbrochen von gelegentlichen längeren Artikeln zu einem Thema, das mir aus Gründen auf dem Herzen liegt. Kommen Sie rein, nehmen Sie sich ’nen Keks.

Darüber hinaus beste Feiertagslangeweile. Ich glaube ich erwähnte schon mal, dass ich Langeweile für hochgradig unterschätzt halte und sie meist freudig begrüße.

Abends #tvog. Ich liebe diese Sendung immer noch sehr, auch wenn das lustig inszenierte Rumbatteln der Coaches für mich gar nicht so lustig ist.
Und der letzte Satz für denglisch-Hasser eine Zumung, ich weiß. Sorrynotsorry.

Über Hochbegabung

Ich tue jetzt vermutlich etwas Dummes, ich schreibe jetzt über Hochbegabung. Dumm vermutlich, weil das ja eines dieser Eltern-Themen ist und da gehts ja manchmal heiß her. Na, mal sehen.

Auslöser war dann auch vor ein paar Wochen irgendwas bei Twitter – eine Situation in der mir einiges durch den Kopf schoss. Ein bisschen kenne ich mich da nämlich selbst aus und außerdem habe ich hier eine diplomierte Fachfrau im Haus.

Für alle, die nicht so im Thema sind folgt jetzt erst ein bisschen Hintergrundwissen, was Hochbegabung überhaupt ist.
Also: Man spricht von Hochbegabung, wenn ein IQ-Test einen Wert von 130 oder höher ergibt.
Hochbegabt sind 2,2% der Bevölkerung.

Fertig.

Ja wirklich, das war’s schon. Man kann das testen und es gibt ein eindeutiges Kriterium. Hat man es einmal erfüllt, kann es einem nicht mehr „aberkannt“ werden, hat man den „Test nicht geschafft“, kann man es nochmal probieren, aber das ist eigentlich nur sinnvoll, wenn man am Tag des Testes irgendwie nicht so auf der Höhe war.
Es sind auch nicht „rund um 2%“ und dieser Prozentwert ändert sich auch nicht im Laufe der Zeit, denn: Diese 2,2% sind die eigentliche Definition:
Der IQ-Wert von 130 wird von 2,2% der Bevölkerung erreicht. Da die Bevölkerung im Schnitt klüger wird (auch wenn’s anders aussieht, jaja…) wird der Wert angepasst. Einsteins Super-IQ zum Beispiel wäre, würde er heute gemessen, geringer.

Was bedeuten diese 130 Punkte? Kann man das irgendwie vergleichen? Ja, kann man. Die IQ-Skala arbeitet vereinfacht gesagt mit 15er Schritten. Der IQ-Durchschnitt der Bevölkerung liegt bei 100, auch das ist Teil der Definition. 15 IQ-Punkte, oder: „eine Standardabweichung“ nach oben sind es schon nicht mehr so viele, 30 nach oben (2 Standardabweichungen, „hochbegabt“) sind’s noch 2,2%.
Genauso geht’s nach unten: mit einem IQ von 85 war man früher ein klassischer Kandidat für die sogenannte „Lernbehindertenschule“, mit einem IQ von 70 ein Kandidat für den Stempel „geistig behindert“. Diese eindeutigen Klassifizierungen sind zum Glück heute aufgeweicht. Bei Bonobos wurden angeblich schon IQs um die 95 getestet.

Man kann das schön in einer Kurve darstellen – wer interessiert ist klickt hier.

Anmerkung 1: Andere Länder haben andere Modelle; z.B. die immer mal wieder kolportierten 154 IQ-Punkte von Sharon Stone haben nichts mit deutschen IQ-Werten zu tun. Wer das möchte könnte das aber meines Wissens umrechnen.
Anmerkung 2: Ja, ich kenne die Kritik an diesem Modell ebenso wie die Kritik am Intelligenzbegriff allgemein.

Ob man jetzt mit einer Hochbegabung zum nächsten Einstein wird oder sein Leben lang auf ganzer Front scheitert hängt nicht mit dem IQ zusammen; weder ein hoher noch ein niedriger IQ ist ein Garant für irgendwelche Leistungen.
Für Menschen, die überdurchschnittlich viel erreichen findet man gerne das Wort Hochleister. Ob jemand hochbegabtes Hochleister wird oder ein Hochleister einen hohen IQ hat – das hängt nicht zwingend zusammen.
Ich vergleiche den IQ zum Beispiel mit langen Beinen: Er ist eine körperliche Voraussetzung, die man (vermutlich) so von der Natur und den Genen mitbekommen kann. Was draus wird: wer weiß?
Vielleicht wird man – wenn man genügend übt – der nächste Usain Bolt; vielleicht stolpert man aber auch nur dauernd drüber.

Stolpern? Über einen hohen IQ? Ja. Die Fachfrau hat beruflich viel mit den Fällen zu tun, wo ein Kind eher darüber stolpert.
Wir denken zwar alle, dass „schlau sein“ eine supi Sache ist, aber mal ehrlich: Wer lacht nicht über Meta Benes großartige Zeichnung? Wer mochte die Klassenbesten? Warum ist Streber ein Schimpfwort?
Wer aus der Norm fällt, fällt auf – und eine Gruppe von gerade mal 2% ist definitiv nicht die Norm. In einem normalen Grundschuljahrgang mit drei Klassen sind das statistisch höchstens 2 Kinder. Und die lernen vielleicht dann eher die Klappe zu halten als sonst etwas.
Vielleicht solpert ein hochbegabtes Kind auch darüber, dass es den Unterrichtsplan der Lehrerin stört. Die muss ihren Unterricht nämlich so planen, dass alle Kinder zum Ende der Reihe ein gewisses Lernziel erreicht haben. Wer zu langsam ist, bekommt klassisch Förderunterricht; wer aber zu schnell ist hat oft Pech und muss den Mund halten, um die anderen nicht zu stören.
Die eigene Begabung nicht zeigen zu dürfen kann durchaus auch was mit einer Kinderseele machen.
Andere Hochbegabte stolpern darüber, dass sie einen tierischen Perfektionsanspuch haben und den Mund nicht aufkriegen, bevor sie ein Thema nicht vollständig durchdrungen haben. Wer den Mund nicht aufkriegt wird ironischerweise gern mal für dumm gehalten.
Und, und, und …

Viele Gründe also, dass es gerade für hochbegabte Kinder nicht leicht sein muss – erst Recht, weil ja jeder denkt, dass so ein Kind es leichter haben müsste.
Die Fachfrau sagte sogar mal sinngemäß: „Eltern die zu mir kommen und sich wünschen, dass ihr Kind hochbegabt sein soll, deren Kind ist es meist nicht. Eltern die Probleme erleben und Angst davor haben, deren Kinder sind es.

Natürlich muss das nicht unbedingt alles schiefgehen, wenn die Synapsen schneller arbeiten als beim Durchschnitt; ich will hier auch kein Mitleid schüren. Sondern dem Thema mal dies ganzen überhöhten Ansprüche und Vorurteile nehmen. In alle Richtungen.
Und ich will: Mal überlegen, woher es kommt, dass Hochbegabung gleichzeitig so erstrebt und so abgelehnt wird, wie ich es in Twitterdiskussionen erlebe – beides vielleicht nicht so angemessen

Denn trotzdem sagt die eine Hälfte der Twittereltern, dass ihre Kinder hochbegabt sind, die zweite Hälfte der Twittereltern findet das voll doof, während die dritte Hälfte verständnislos zuguckt.

Liebe Eltern, ich weiß, es ist nicht einfach heute. Man hat das Gefühl, man muss die Kinder für das spätere Leben so früh wie möglich so gut wie möglich vorbereiten. Gleichzeitig gibt es für jede Methode mit den eigenen Kindern umzugehen mindestens einen Ratgeber. Stillen oder nicht, impfen oder nicht, Tragetuch oder Wagen, Japanisch ab drei oder erst ab fünf oder gar nicht, eigenes Bett so früh es geht oder Elternbett so lange es sein soll, Schnuller, iPad ab drei oder ab achtzehn, autoritär, attached, buddy-style oder laissez-faire – es gibt Verfechter für alles. Und so wie wir es von Twitter gewohnt sind, wird dabei jedes Thema ungefähr so entspannt diskutiert wie die Schlacht um Verdun.

Ich weiß auch, man möchte gern stolz auf die eigenen Kinder sein und in Zeiten wo es absolut gar nicht hip ist, einfach mal in der Menge mitzuschwimmen, sollen die Kinder was Besonderes sein. Oder es soll aus ihnen mindestens mal was besseres werden – das ist ja auch vollkommen normal und spätestens seit Ramses II total üblich.

Aber einem Kind den Stempel hochbegabt aufzudrücken und dann zu hoffen, dass damit aus dem Kind etwas besseres wird – ist das klug? Zum einen: Wie oben beschrieben kann man das nachprüfen; Selbstdiagnosen hingegen sind wie meistens eher etwas problematisch.
Zweitens: Wie ebenfalls oben beschrieben ist Hochbegabung schon außerschulisch gar nicht unbedingt etwas positives.
Und zweitens b: Lehrerinnen und Lehrer sind oft gar nicht so dolle gut auf Hochbegabung eingestellt, sondern schon von „echten“ Hochbegabten eher angestrengt.
Deutsches Schulpersonal ist halt – wie ebenfalls erwähnt – meist eher dafür ausgebildet, die Norm zu bedienen und ist oft schon mit der Umsetzung der Inklusion leicht überfordert. Sich jetzt auch noch mit Schülerinnen zu befassen, die evtl. „klüger“ sind als man selbst … schwierig, schwierig.

Also, liebe Eltern: denken Sie bitte darüber nach, bevor Sie da eine Diagnose stellen und dann fordern, Ihr Kind möge bitte dementsprechend behandelt werden. Es könnte Ihrem Kind schaden, es könnte Ihnen schaden – und ganz eventuell auch den Hochbegabten, deren Ruf durch Ihr unüberlegtes Tun verschlechtert wird.

Und weil das ja hier auch ein Serviceblog ist: Wenn Sie meinen, Ihr Kind wäre wirklich deutlich schneller, würde für sein Alter unangessen schnell Zusammenhänge verstehen, suchte sich nur Kontakt zu älteren Kindern, überspränge mal eben eine komplette Entwicklungsphase, stelle Ihnen dauernd Fragen, die auf ein überdurchschnittlich tiefes Verstehenwollen deuten, dann lassen Sie es testen. Nein, Internet-Tests und so ein Gefühl tun dem Kind unrecht. Wenden Sie sich – wenn Münster halbwegs in Reichweite ist – an das ICBF*, da sitzen die Profis. Wenn nicht in Reichweite, dann kennen die bestimmt wen. Auch Mensa sollte wissen, wo man einen Test machen kann, selbst wenn man sonst gar nichts von dem Verein will.

Nachtrag: Im weiteren Verlauf der Unterhaltungen hier und da und dort gab es noch diese Empfehlungen:

*) Wenn Sie da auf einen Professor Christian Fischer stoßen – das bin ich nicht. Das ist ein lustiger Zufall.

31.10.2018

Statt eines Eintrags finden Sie jetzt hier zwei Tweets von heute die eigentlich alles sagen. Tröstende Geld- und Sachspenden werden gern entgegen genommen.

30.10.2018

Schlecht geschlafen. Die Stunde gestern früh zog wohl noch ihre Bahnen durch das Unterbewusstsein.

11 Jahre. Twitter erinnerte mich heute Morgen, dass ich mich heute vor 11 Jahren angemeldet habe. Ich erinnere mich dunkel an das Gefühl, dass da etwas aufregendes, neues passiert – also nachdem ich es zuvor standhaft ein paar Wochen als Brauchtkeinmensch angelehnt hatte natürlich. Twitter war lange noch „der Neue“, immerhin bloggte ich zu dem Zeitpunkt schon seit sechs Jahren – und wie sollte das bitte zu toppen sein? Und heute –  Blog: Siebzehn, Twitter: Elf. Alles eine Soße, aufregende neue Dienste hat es lange nicht mehr gegeben.
Mein Gott, hat sich dieses Internet seit damals verändert.

Pünktlich zu diesem Twittergeburtstag schenkte mir meine wunderbare twitter-Blase (das seid vermutlich großteils Ihr!) nochmal ein „wie damals“-Erlebnis. Ich twitterte einen mittelflachen Witz, den ich gestern in einer Instagram-Story von einem Teenie-Mädchen gehört hatte und daraufhin explodierten meine Replies:
Silbenzählen, Sprechsilben- vs. Silbentrennungsregeln, verschiedene Versionen katholischen Liedgutes, Unterschiede in der richtigen Notation des Luftholens und verschiedene Versionen eines alten Van Morrison-Songs. Und alles voller Spaß an dieser an sich doch relativ absurden Situation.
Das war wirklich ganz großartig – ich danke Euch!

… und folgende.

Ihr erinnert Euch an die Freundin, die ich gerade beim Start in die Selbstständigkeit begleite, für die ich Fotos und Geschäftsausstattung machte? Houston, wir sind online. Begrüßen wir Isabel Luther und ihre Praxis für Osteopathie!

Kommen wir zu den Leseempfehlungen.

Schreckgespenst Digitalisierung? Jan-Martin Klinge schreibt etwas über die Digitalisierung in der Schule, was – wie ich finde – für die Digitalisierung in allen Bereichen gilt:

Ich mag gerne klein beginnen – als eine kleine Allerwelts-Gesamtschule im Aufbau die nach und nach den Prozess der Digitalisierung aktiv gestaltet. […] Andererseits schüchtert mich das #Twitterlehrerzimmer ein. Ich schreibe das so explizit , weil auch dies Teil der Thematik „Digitalisierung“ ist und dort zuweilen diskutiert wird. Den Grad zwischen Inspiration und Frust empfinde ich als schmal.

Halbtagsblog: (Schreckgespenst) Digitalisierung in der Schulpraxis

Ich halte es für eine große Aufgabe für Berater, die early adopter, die digital natives, diesen Grat immer im Blick zu haben und die Einstiegshürden so gering wie möglich zu halten.
Ich glaube nicht daran, dass wir Menschen etwas lernen können, indem wir einfach ins tiefe Wasser geschubst werden; ich glaube, dass wir besser lernen, wenn wir strukturiert in verdaubaren Einheiten an ein Thema herangeführt werden.
Und ja, da denke ich auch an meinen kleinen Beinahe-Ausbruch gestern. Für jemanden, der neu einsteigt ist schon facebook allein ein Moloch, den es erst zu verstehen gilt – und das auf allen Ebenen: Da ist technisch vieles, das User Interface ist die Hölle und wenn wir mal ehrlich sind, dann haben wir uns an ganze viele unlogische Eigenheiten dieser Plattform auch einfach nur gewöhnt.

Und noch ein Videotipp:

Ein wiederkehrendes Thema in Science Fiction-Serien wie TNG oder Stargate war es ja, dass die Teams auf Planeten kamen, auf denen Zivilisationen unter dem litten, was ihre Vorfahren dem jeweiligen Planeten angetan hatten. Oder abhängig waren von Technologien, die man ihnen hinterlassen hatte. Oder Maschinen die niemand mehr verstand die zukünftige Generationen vor den Sünden der Vorfahren schützten.
Hier vor der Tür gibts sowas übrigens auch. Würden Picard und Data hier landen, müssten wir ihnen erklären, warum wir für täglich ca. 550.000 Einheiten unserer Währung unter einem riesigen Gebiet unseres Landes Wasser pumpen; tagaus, tagein. Noch Jahrzehnte lang, vermutlich einfach noch so lange bis hier mal jemand landet, der das mit dem Terraforming schon raus hat und das Ruhrgebiet wieder 20m in die Höhe heben kann.
Der WDR hat einen Film darüber gemacht:

Das Ruhrgebiet wäre schon heute eine beeindruckende Seenlandschaft – wenn jemand auf die Idee käme, die Pumpen abzustellen.

Die Story: Glückauf und vorbei – Das Ruhrgebiet nach der Kohle (Noch bis 10/2019 in der Mediathek)