15.1.2019 – let it flow, let it flow

(irgendwas mit geschlafen wie ein Stein)

Aus dem Bett ziemlich direkt ins Büro hoch gewankt. Kleinkram, unter anderem einer Agentur in einem hübschen PDF das Template mit all seinen Funktionen erklärt, das ich letztens mal für mein Lieblings CMS (ProcessWire) entwickelt hatte.
Ich hoffe, dass sie verstehen, was für Möglichkeiten ihnen das bietet; sie kommen eher aus der ganz klassichen Print-Ecke und gestalten gerne jede (Unter-)Seite einzeln. Kann man natürlich machen, aber es treibt den Aufwand sehr in die Höhe – vor allem wenn die Website natürlich auf einem CMS basieren soll.
Deswegen habe ich für ProcessWire ein ziemlich flexibles System entwickelt, mit dem sich verschiedene Inhalts-Module (zB für Videos, Bildergalerien, natürlich Texte, Tabellen, Infokästen, Tabs, Accordion-Abschnitte usw) leicht per Mausklick einfügen lassen. Ob moderner OnePager oder auch etwas größeres – das lässt sich alles recht abwechslungsreich gestaltet einfach umsetzen. Einzig: Die Agentur müste sich auf die vorhandenen Module einlassen.
Es bleibt spannend.

Kurz noch was für Sylvia gearbeitet, die heutige Überschrift ist auch ein kleiner Insider-Spaß nur für sie. Alle anderen sehen da bitte drüber weg. Danke.

Mittags kam die Liebste recht früh nach Hause und brachte frische Brötchen mit. Und wie ich ja gestern schon schrieb nehme ich mir da gern mal Zeit mittags. Luxus, den ich sehr zu schätzen weiß.

GAS: Nachmittags kam eine Mail von mpb rein und ich schaute – wie schon öfter – durch die Kategorie „Nikon-Zubehör“. Außerdem fiel mir das erste Mal der Button „Equipment tauschen“ auf.
Ein „immer-drauf“ 24-120mm hatte ich mir schon ausgeguckt – und dafür mein früher mal gekauftes aber nie recht geliebtes 18-55mm wegzugeben fiel mir nicht schwer.
Das Angebot für mein Objektiv war fair, das Prozedere einfach; ich hab schon ein paar Mal da gekauft und kann das echt empfehlen, wenn man auf der Suche nach preisgünstigerem Equipment ist.

Siri kann ja eine Menge. Ne Menge aber auch nicht. Angenomen, man fährt gerade mit dem Auto zum örtlichen Orangenhändler weil man Vitamin C braucht und hört auf Cosmo von einem interessanten Konzert. Jetzt kenne ich die Künstler auf Cosmo ja quasi nie – deswegen hör ichs ja – also muss ich mir das möglichst schnell merken. Was tun, wenn man bei Nieselregen und Tempo 70 auf einer abendlichen Landstraße unterwegs ist? Ich dachte ja, dafür ist Siri da:

  • Siri: Neue Nachricht an Christian Fischer
  • Was soll ich Christian Fischer schreiben?
  • MHD spielt im Palladium in Köln, mehr Infos auf Cosmo
  • Soll ich Deine Nachricht senden?
  • Senden!

Und was macht Siri? Schickt eine – immerhin ähnliche – SMS an unsere Festnetznummer und bespricht den Anrufbeantworter.

Da hat die Liebste aber irritiert geguckt als sie das abhörte. (Nein, wenn man es vorher nicht gelesen hat, versteht man es nicht. Vor allem nicht den Sinn)

Allgemeiner Zustand darüber hinaus: Unfassbar erschöpft. So müde, dass es weh tut. Mal wieder Vitamin B einwerfen.

Jetzt ThemenwocheWinter of moon“ auf arte. Oh Mist, ich bin „ich empfehle arte“ alt.

Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen,
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

14.1.2019 – mood swings

(irgendwas mit geschlafen wie ein Stein)

Morgens ein bisschen rumgerödelt. Montags mittags ist Termin bei der Seelenmassage, da hab ich vorher den Kopf nicht sonderlich frei. Also nur ein paar Mails und ein Designhandbuch durchgeblättert, das ich bekommen habe und das ich auf den ersten Blick überraschend umfangreich und sorfältig erstellt fand. Das geschieht nicht oft und das erfreut das Gestalterherz. mal sehen, ob die geschätzte Kollegin, der ich es weiter schickte auch so sieht, wenn sie einen zweiten Blick wirft.

Der RSS-Reader ist ausgemistet, der nächste Ballast der verschwinden muss, das sind viele der 19.472 Titel, die in meiner iTunes-Mediathek rumlungern. Apple Music verführt natürlich dazu, sich bei jedem Liedchen was man irgendwo hört erstmal das gesamte Album und bei jeder Künstlerin, die 1990 mal das Teenie-Herzchen berührte den gesamten Backkatalog (nein, das hat nichts mit Kuchen zu tun!) in die Mediathek zu ziehen.
Das Ergebnis sind halt 19.472 Titel von denen knappe 10.000 noch nie gespielt wurden. Ich denke, das spricht für sich.

Dialog des Tages:
• „Ich hab Die die Farbwerte einfach im Photoshop-Fenster fotografiert und Dir das Foto geschickt, dann muss ich sie nicht abtippen.
• „Dann muss ich sie jetzt also abtippen?“
„Äh, ach so…?

Wenn Euer Computer den W-LAN-Drucker, der einen Meter weiter steht „nicht findet“, dann sitzt Ihr doch auch in der Mitte zwischen den beiden Geräten, wedelt verbindlich mit den Händen und sprecht in bester amerikanischer Party-Small-Talk-Manier: „Drucker, das ist PC, PC kann unglaublich schnell rechnen; PC, das ist Drucker, Drucler hat unfassbar viele Farben an Bord …“, oder?
ODER??

Mittags die Printausgabe der Krautreporter aus dem Briefkasten gefischt. Getreu dem vor knapp einem Monat noch zitierten schönen Satz* von Yuval Noah Harari „Wenn Sie verlässliche Informationen haben wollen, dann zahlen Sie gutes Geld dafür.“ zahle ich gern für die Krautreporter. Ich mag die Themen, die sie aufgreifen, ich mag ihre sorgsam zusammen gestellten Hintergrund- und Erklär-Artikel. Und dass mein Feedreader im Moment immer 14+ Artikel anzeigt liegt daran, dass ich da noch 14 Artikel aus dem KR-Feed lesen möchte und als ungelesen behalte bis ich einmal Zeit habe.

*) Ja gut, das war jetzt etwas Zirkelschluss, wenn ich meine Zahlungen für die Krautreporter mit einem Artikel der Krautreporter erkläre aber – nun, es war ja ein externer Autor.

Die Seelenmassage tat genau das was ihr Name suggeriert, ich kam sehr entspannt nach Hause und cancelte alles, was der Nachmittag hätte bringen sollen. Warf mich in Schlumpfklamotten und machte den Kamin an. Wofür ist man denn selbstständig?

Das schreit doch nach den nächsten 10 Fragen.

  1. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?
    Das hält sich ganz gut die Waage, denke ich. Ich kann nicht immer alles stehen und liegen lassen, wenn die Liebste da ist, aber oft mache ich schon mal ’ne Pause, um zB mittags etwas Zeit zusammen zu haben wenn sie nach Hause kommt.
  2. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?
    Auf eine absurde Art und Weise für die Schule, die sie für mich wählten. Ich gehe davon aus, dass es nicht ihr Plan war, dass ich als Punk und Linker im Herzen, immer bereit allem zu widersprechen und so schnell wie möglich aus der Kirche ausgetreten aus der katholischen Privatschule kommen sollte.
  3. Sagst du immer, was du denkst?
    Zu oft. Gute Menschen wissen das aber zu schätzen.
  4. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?
    Klar. Ist das nicht dieser Second Screen?
  5. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?
    Den Schmerz über den Tod der Katze.
  6. Was kaufst du für deine letzten zehn Euro?
    Ich habe jetzt wirklich lange über diese Frage nachgedacht und habe weder Ahnung, was sie soll noch was ich antworten möchte.
  7. Verliebst du dich schnell?
    Ja. Ich brenne schnell für alles mögliche, habe aber inzwischen gelernt, vor größeren Entscheidungen erstmal ein oder zwei Nächte zu warten.
  8. Woran denkst du, bevor du einschläfst?
    An die Pyramiden, an Hitler, an die größten Tanker der Welt – oder was sonst so gerade im Doku-TV läuft.
  9. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?
    Ich mag Samstage, kann aber auch ganz gut auf Mittwoche. Mittwochs? Mittwochae? Mittwocharum?
  10. Was würdest du als deinen grössten Erfolg bezeichnen?
    22 Jahre Selbstständigkeit finde ich schon sehr anständig.

Die Fragen stammen übrigens übrigens ursprünglich mal aus dem Flow-Magazin, Johanna von pink-e-pank.de hat daraus eine persönliche Blog-Challenge gemacht und Beyhan von my-herzblut.com hat das PDF gemacht.

Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
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Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

13.1.2019 – selbst Schuld?

(irgendwas mit gut geschlafen)

Nachdem der Tagebuch-Anteil des heutigen Tages aus einem Verweis auf den gestrigen bestehen könnte nutze ich den vielen freien Platz mal für ein paar Bemerkungen und Ergänzungen zu meinem Artikel über den „Hackerangriff“, der ja auf eine Menge Resonanz gestoßen ist.

Diese Resonanz lässt sich grob in zwei Kategorien sortieren:

  1. Ja, genau!
  2. Boah, jetzt sagt der jawl auch „Selbst Schuld!“

Zu eins: (Leider) nein.
Das war ein Rant, ein spontaner Rant und als solcher war er nicht vollständig durchdacht und schlecht formuliert. Außerdem erlebt er natürlich das Schicksal aller Artikel, die auf einmal von tausenden Menschen gelesen werden, die den Rest meiner 22 online-Jahre nicht kennen: Er wird fürs Ganze genommen und das ist nicht die Schuld der Leserinnen. Das ist meine Verantwortung und deswegen schreibe ich jetzt hier noch was. Also:

Zum einen: Es wird nicht klar genug, dass ich hauptsächlich die Menschen meine, die mich (oder irgendwen anderes „mit Ahnung“) fragen – und die dann die Antworten nicht hören wollen und gegen allen Rat so unsicher weiter machen wie bisher.
Zum anderen: Ich erinnere mich dunkel an meine diesbezügliche Absicht und ein paar Halbsätze finde ich auch dazu, aber: Es wird ebenfalls nicht klar genug, dass ich Hersteller & Anbieter vollkommen in der Pflicht sehe, keine unsichere Software auszuliefern, keine unsicheren Passwörter zuzulassen und überhaupt Sicherheit wichtiger zu nehmen und auch wichtiger zu kommunizieren.

Zu zwei: Ja nun.
Ja, Userblaming ist Scheiße. Ich glaube allerdings, dass es einen schmalen Grat gibt zwischen allgemeinem Userblaming und einem *hust* freundlichen Hinweis darauf, dass man mit Erwerb eines x-beliebigen Gerätes auch eine gewisse Verantwortung übernimmt.
Bei vielen Dingen ist uns das klar: Erwirbt Herr Müller, 18 Jahre jung und mit wohlhabenden Eltern gesegnet, ein Auto mit über 200 PS, fährt damit ohne Führerschein los und wickelt sich mit 235 Km/h um den nächsten Brückenpfeiler – dann würde vermutlich kaum jemand von Userblaming sprechen, wenn man ihm da eine gewisse Verantwortung zuspräche. So tragisch unser ausgedachter Unfall auch wäre.
Aber es muss gar nicht so drastisch sein: Kaufe ich ein Haus, dann muss ich wissen, dass ich zB gewisse Steuern und Abgaben zu zahlen habe. Mache ich mich selbstständig ebenso. Freie Entscheidung – hat halt Folgen.
Stadtverwaltung und Finanzamt werden kaum mehr als Schulterzucken übrig haben, wenn ich ihnen erkläre, sie bekämen kein Geld von mir denn ich hätte das ja nicht gewusst.

Computer sind aber nicht Massenware, so wie Autos“, sagte man mir auf Twitter und erklärte weiter, „wir IT-ler“ pflegten da eine Geheimwissenschaft. Komisch, den Satz hab ich schon genau so zu meiner Steuerberaterin gesagt wie zu der Freundin, die beim Finanzamt arbeitet. Beide haben gelächelt und sowas gesagt wie „gehört halt dazu“.

Computer – und ich meine damit ausdrücklich auch die Dinger, die wir früher Telefon nannten – sind keine Randerscheinung. 57 Millionen Deutsche beitzen ein Smartphone – das sind mehr als Autobesitzer (46.5 Millionen). 32 Millionen Deutsche sind bei Facebook. Keine Randerscheinung.

Wenn ich aus Versehen mal Werbung sehe, dann sind die Verkaufsargumente für Handies: Billig, größerer Bildschirm, geilere Kamera. Die Argumente für facebook (und jedes andere soziale Netzwerk) sind: Alle sind hier, es ist super! Vernetze Dich mit Deinen Freunden!
Sicherheit wird selten erwähnt; dass Facebook in Deutschland inzwischen Anzeigen zu dem Thema fährt ist meines Wissens eine weltweite Ausnahme.

Ich habe kein Patentrezept, wie man mit der Situation umgehen kann. Ich stehe Überregulierung ziemlich kritisch gegenüber, vor allem wenn die Regeln von Menschen gemacht werden, die keine Ahnung haben.
Ich sehe ganz stark die Hersteller und Anbieter in der Pflicht, aber – nun denn, wir leben halt im Kapitalismus – die verkaufen ihren Kram halt nicht, wenn sie statt der geileren Kamera geilere Sicherheitsfeatures entwickeln. Oder sie können den supi billigen Preis nicht mehr anbieten, denn die Kinder in der dritten Welt brauche ja immer noch die halbe Tasse Reis am Tag.

Und – und dabei bleibe ich: Kümmert Euch. Ich kann mir Seminare zum Steuerrecht buchen und genauso kann man auch Fachwissen zum Thema Computer und Sicherheit bekommen. Das Wichtige ist nur: Wendet das Erlernte dann auch an; auch wenn es komplex ist. Auch wenn es die Benutzung Eurer kleinen Kiste vermutlich unbequemer macht.
Und ich bin sicher, dass jeder „IT-ler“ der merkt, dass ihr lernen wollt und ihm wirklich zuhört auch freundlicher zu Euch ist als mein doofer Rant es war.

Liebe „IT-ler“: Seid im Umkehrschluss freundlich zu denen, die da kommen. Seid vielleicht auch mal etwas pragmatischer als sonst in der Diskussion mit Kolleginnen. Seien wir ehrlich, wir lieben unsere kleinen Grabenkämpfe um den richtigen Weg auch manchmal, aber er verwirrt Außenstehende. Es ist „unsere“ Aufgabe, unser Wissen gut verständlich und nachvollziehbar weiter zu geben.*

Und last but not least: Können wir bitte so schnell wie möglich mal Strukturen schaffen, in denen die Opfer Hilfe finden? Bei allem (vielleicht oder vielleicht nicht) Userblaming – was gar nicht geht und was ich nicht will ist Victimblaming. Anne Roth hat da schon perfekt zu geschrieben und deswegen verweise ich einfach nur da rüber: Was bei der Diskussion über Doxing gerade hinten runterfällt

*) Ich verweise an dieser Stelle mal ganz egoistisch auf drei Artikel, wo ich genau so etwas versucht habe. Rückmeldungen von „Fachfremden“, ob das gelungen ist würden mich freuen!
Alle drei sind rund um die Einführung der DSGVO entstanden, daher die Themen:
Was ist ein Cookie und warum ist es gut? Und warum böse?
Was sind eigentlich Log-Dateien und wieso sind sie gut? Und wieso böse?
Was sind eigentlich Algorithmen und wieso sind sie gut? Und wieso böse?

12.1.2019 – eat, sleep, drive, read

(irgendwas mit unruhig geschlafen)

Es mag sein, das dieser Tag unglaublich langweilig zu lesen ist, aber da müssen Sie jetzt durch.

Ich stand auf.
Ich las etwas über Portraitfotografie.
Ich schlief noch etwas.
Ich frühstückte etwas.
Ich musste mich aus Gründen einmal kurz raus zwingen und nutzte die Gelegenheit, um den aktuellen Schnee- und Stimmungsstatus im Sauerland fotografisch festzuhalten.

Ich aß etwas Soulfood.
Ich schlief etwas.
Ich las etwas über Portraifotografie.
Ich entdeckte eine Tüte Chips.

Naja und so weiter.

Der viele Schlaf schien nötig. Vorgestern unterhielt ich mich noch mit jemandem darüber, was der Januar für Menschen mit einem Hang zu Düsternis für ein Drecksmonat ist und wie viel Kraft er kostet. Man hat diesen emotionalen Weihnachtsoverkill zwar hinter sich, aber diese ständige Dunkelheit gibt wenig Anlass, sich zu erholen. Gleichzeitig wird man erneut bombadiert – nach den Familienansprüchen rechts links vorne und hinten kommt dann auf einmal der ganze Optimierungsdreck an. Und was man sich jetzt nicht alles vornehmen und was man nicht alles jetzt aber! schaffen muss. Sport! Friede! Ordnung! Fettweg! InnereRuhe! Weltfrieden! Die perfekte Bratensoße! Ach fickt Euch.

Andere sehen das genau so, finden nur schönere Worte dafür.

Und ich? Ich jetzt such ich mir was zu essen oder einen Platz zum Schlafen.

11.1.2019 – let it go

(irgendwas mit sehr ok geschlafen)

Kleinkram im Büro gemacht, bevor ich weg musste. Inbox Zero in Reichweite.

Dann CMS-Schulung; die sind immer spannend. Als ich ein CMS suchte, da hatte ich zwei Ansprüche: Es soll für diejenige, die später damit arbeitet, leicht zu handhaben sein. Und ich als Entwickler will genügend Freiraum haben. Dank Matthias arbeite ich schon eine ganze Zeit am Liebsten mit ProcessWire, denn das gibt mir als Entwickler überhaupt nichts vor – also größtmöglichen Freiraum.
Und ich kann das Backend selbst gestalten. Also bin ich selbst dafür verantwortlich, dass meine Kunden mich nicht bei jedem hochzuladenden Bild stören selbst gut klar kommen.
So ist eine CMS-Schulung dann aber immer ein kleines Abenteuer. Bestimmte Bedienprinzipien sind uns Entwicklern einfach so logisch, dass wir überhaupt nicht auf die Idee kommen, dass jemand da etwas nicht verstehen könnte. Der Schritt zurück, um solche Dinge wahrzunehmen ist nicht immer einfach.

Augenöffnend war letztens eine Schulung als $kunde sagte, der Bereich „Seite hinzufügen“ wäre für ihn nicht logisch. Obwohl dieser Bereich eine der wenigen Vorgaben von ProcessWire ist: Ich kannte diesen Bereich nicht. Das war ein überraschender Moment.

Schnee haben wir hier ja aktuell keinen (nur kein Neid!). Der Weg zur Kundin führte mich allerdings übern Berg und damit durch einen Wald, der vielleicht 120m höher liegt als wir hier. Da lag Schnee. Ich kann also vermelden: Die Schneefallgrenze ist ungefähr am Hexenteich. #serviceblog

Aufgeräumt, genauer: Im RSS Reader aufgeräumt. Lange hatte ich mich davor gedrückt, denn ich bin ja eher jemand, der sentimental an Erinnerungen hängt und die dann alle mit sich herumträgt. Aber am Ende des Aufräumwahns im Büro muss jetzt folgerichtig auch ein digitaler folgen.
Mein Gott, wie viele Blogs da still und heimlich geschlossen oder einfach liegen gelassen worden sind. Manchmal – und die fand ich am traurigsten – gibt es noch einen letzten Artikel, mit vielen Monaten Abstand zum vorherigen, in dem man merkt, dass die Autorin sich nochmal aufraffen wollte.
Andererseits muss man auch einfach sagen: Wenn ich drei jahre nicht gemerkt habe, dass jemand nichts geschrieben hat, dann wird mir das Blog auch nicht so furchtbar wichtig gewesen sein.
Oder? Ich denke noch darüber nach.

Jedenfalls: Mein Reader ist in Ordnern sortiert und der erste Ordner ist jetzt entschlackt. Und trotz meines Hangs zum Aufheben fühlt sich sogar so ein digitales Aufräumen schon drei Minuten nach dem letzten beherzten Klick auf Entfernen gut an. Also weiter!

Begonnen, in den neuen Fotobüchern zu lesen. Zuerst mal in dem über Portraitfotografie. Gute Wahl, denke ich.

Dann #ibes. Ich stehe dazu.

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