Von der Schwierigkeit zu atmen

Einatmen. Ausatmen.

Im Hintergrund läuft Meeresrauschen, darüber ein paar wohl durchdacht auf bestimmte Frequenzen gesetzte Töne, die mein Freund Marc zum Meditieren gemacht hat.

Einatmen. Ausatmen.

Nichts denken. Wenn die Gedanken irgendwohin möchten, sie wieder einfangen. Nicht bewerten, dass ich schon wieder an etwas gedacht habe.
Idee und Name dieses Blogs sind entstanden, bevor ich die Gedanken wieder einfangen konnte.

Einatmen. Ausatmen.
Die vorbeistreichende Luft an den Nasenflügeln spüren.

Nichts denken. Nichts bewerten.
Auch dieser Beitrag entstand im Kopf, bevor ich die Gedanken wieder einfangen konnte.

Früher konnte ich das besser. Wobei: „Besser“ ist im Zusammenhang mit Meditation ja auch vollkommener Blödsinn.
Dann habe ich bemerkt, dass ich eh nur meditiere, um etwas zu erreichen. Um zu entspannen. Um mich nach einem Telefonat zu beruhigen. Um den Blutdruck zu senken.
Vollkommener Blödsinn. Und weil ich „vollkommen blöd“ recht gut kann, habe ich dann ganz aufgehört, statt öfter zu sitzen.

Einatmen. Ausatmen.

Ich versuche es wieder. So wie das mit dem Bloggen.

Was bisher geschah

Im vorigen Beitrag sagte ich etwas kryptisch, dass ich wohl doch ein Blog brauche; das bezog sich darauf, das ich bereits von 2001 bis Anfang 2018 ein Blog geschrieben habe. Es war mir wichtig, es hat mich beinahe zwei Dekaden begleitet, ich trage seinen Namen in die Haut gestochen.
Aber …

Ich glaube, es war Judith Holofernes, die zum Ende ihrer Band „Wir sind Helden“ sagte, die Band wäre wie ein Riesentanker geworden. Unüberschaubar, schwer zu lenken und mit einem Bremsweg von 14 Tagen.

Exakt so fühlte sich das alte Blog an.

Ich möchte wieder: Einfach nur schreiben.

Die Website benötigt Cookies. Ich nutze Matomo, um zu sehen, welche Artikel Sie interessieren. Matomo ist lokal installiert, es werden keine Daten mit externen Diensten ausgetauscht oder Cookies gesetzt. Auf Anforderung können Sie zB Videos ansehen, die dann weitere Cookies setzen.