đ Das Geld zu Gast bei Freunden
Podcast, in jeder Podcast-App zu hören. 6 Teile, in denen Esther Sedlaczek die Geschichte darĂŒber erzĂ€hlt, wie 2006 die WM nach Deutschland kam. Eine Geschichte wie sie deutscher kaum sein kann: Es beginnt mit einem Wunsch, dem GefĂŒhl, es aber auch mal wieder verdient zu haben, steckt voller Hybris und dann vollkommenem Versagen in der B-Note, garniert mit schlechtem PowerPoint und endet in dem Glauben an die eine Lichtgestalt, die alles fĂŒr uns gutmacht: Dann beleidigte Leberwurst und die ĂŒbliche âdann regeln wirs halt mit Geldâ-Lösung. Und schuld ist am Ende sowieso dieser sogenannte Komiker, schleichen soll der sich!
Stört aber heute alles eh keinen mehr, denn das waren ja die schönsten vier Wochen in unser aller Leben.
Die Geschichte gut erzĂ€hlt und sie ist phantastisch. Also wenn Sie ein Herz fĂŒr Fremdscham haben und Ihr Bild vom SommermĂ€rchen ruhig angekratzt werden darf. Oder gar nicht erst existiert.
Vorbemerkung zu einigen folgenden AbsĂ€tzen: Ich liebe die Star-Trek-Welten, auch wenn ich mit TNG am besten kann, mir TOS etwas fremd ist und ich nach Voyager damals wieder raus war. AuĂerdem war ich dann noch der, der Picard mochte. Sollten Sie also irgendwo sanften Spott zwischen den Zeilen lesen, dann ist der immer aus einem sehr liebevollem Herzen geschrieben. Und ich muss doch eh nicht ernsthaft ĂŒber die Star-Trek-Filme schreiben, oder? Wir sind da so reingerutscht, sie alle (noch) mal sehen zu wollen.
đ„ Star Trek der Film (I)
Film, auf prime gekauft. Irgendwo von weit, weit drauĂen nĂ€hert sich ein ziemlich groĂes Ding der Erde und vernichtet wort- und scheinbar grundlos auf seinem Weg alles, was da zufĂ€llig liegt â was ein GlĂŒck, dass das All ja nicht so furchtbar voll ist. Rein zufĂ€llig ist die Enterprise gerade nah der Erde, zufĂ€llig ist Kirk gerade an Bord, obwohl er eigentlich raus war â und so fliegt man los, um das Ding zu stoppen. Das gelingt. Dazwischen gibts noch eine Reihe vollkommen sprachloser Aufeinandertreffen alter weiĂer MĂ€nner jeden Alters, die um die Deutungs- und Kommando-Hoheit buhlen und der Rest wird mit langsamen Kamerafahrten ĂŒber die generalĂŒberholte Enterprise gefĂŒllt, die vermutlich im Kino 1978 ziemlich beeindruckend waren.
đ„ Star Trek â der Zorn des Khan (II)
Film, auf prime gekauft. Kirk ist endgĂŒltig raus aus dem aktiven Dienst und hadert damit sehr â sogar eine Brille braucht er! Er besucht aber gerade die Enterprise, als da ein Notruf von einer Raumstation ankommt. Dort haben sich ein paar Matthias-Reim-FrisurentrĂ€ger eingenistet, die wirklich schlechte Laune haben, da Kirk sie vor vielen Jahren auf einem eher ungemĂŒtlichen Planeten ausgesetzt hat. Man fliegt los und löst das Problem. Der Film hat geschĂ€tzt sieben mal so viel Handlung und Action wie der erste, ist dementsprechend deutlich kurzweiliger: Es werden sogar Darlings gekillt und trotz des ernsthaften Frisurenproblems ist Khan ein wirklich ok-er Gegenspieler.
đ„ Star Trek â auf der Suche nach Spock (III)
Film, auf prime gekauft. Sie erkennen so langsam ein Muster, oder? Kirk ist traurig, weil am Ende des letzten Films Spock gestorben ist. Wir sind ihm da Dank der Cliffhanger-Szene am Ende von Teil II etwas voraus, aber auch er erkennt bald, dass da wohl noch etwas von Spocks Geist ausgerechnet in Pilles Kopf Zuflucht gesucht hat. Also tut er das einzig logische: Er klaut die Enterprise und kĂŒmmert sich drum. Was sonst.
Am Ende (Spoiler, falls Sie den Film echt nicht kennen) hat er ziemlich viel Spock wieder, dafĂŒr ist sein Sohn, den er erst in Teil II kennen gelernt hatte, tot und die Enterprise zerstört.
Man sieht, dass die Tricktechnik wieder einen riesigen Sprung getan hat und das tut dem Film gut, ebenso wie eine ganz gut hinter Teil II passende Fortsetzung der dort erzĂ€hlten Geschichte. Wenn man wie ich mit TNG aufgewachsen ist, staunt man darĂŒber, wie problemlos feindliches Leben geopfert wird.
đ„ Farben des Bösen: Schwarz
Polnischer Film, auf netflix geguckt. Ein Staatsanwalt aus der Stadt ist strafversetzt in ein Kaff im nirgendwo und beginnt dort zu ermitteln, als ein Kind verschwindet. Seltsamerweise scheint das alles niemanden so richtig zu interessieren; genauso seltsam, wie schon vor Jahren mal ein Kind verschwand und die Mutter jetzt behauptet, es sei schon wieder da, aber jetzt bei Verwandten, deren Adresse sie nicht hat und deren Namen sie nicht mehr weiĂ. Wie ĂŒblich in einem Kaff hat jeder mit jeder irgendein alte Geschichte, wie ĂŒblich gibtâs eine alte Massen-Missbrauchsgeschichte, man hĂ€lt aber voller Angst zusammen, versucht die Schuld nach auĂen zu schieben. Die Kirche spielt ihre Rolle, alte Aberglauben kommen hoch â sogar Vampire werden kurz logischer gefunden, als dass Menschen halt böses tun. Und es ist wirklich alles sehr schwarz und böse. Nun gut, das konnte man nach dem Titel ja auch so vermuten.
Spannend und gut. Und in der ErzÀhlstruktur so slightly anders, dass ich gar keinen Second Screen brauchte.
đ„ Die Unbekannte vom Hafen
Spanischer Film, auf netflix geguckt. Der Einstieg ist nichts neues: Am Hafen wird eine Frau mit Amnesie gefunden, die weder ihren Namen noch, wie sie gefesselt in einen Container kam weiĂ. WĂ€hrend sonst ja aber die Personen selbst auf die Suche gehen, ist es hier die Polizei â bzw genauer ein sich gegenseitig grundunsympathisches zufĂ€llig zusammengewĂŒrfeltes ErmittlerpĂ€rchen, die die Suche antreten.
Alle haben auĂerdem eine schwere Hintergrundgeschichte, das muss wohl heute so sein. Aber das stört die Handlung nicht und vor allem die wirklich gut umgesetzte Stimmung nicht. Story ok, Stimmung konsequent gut gemacht, ich konnte das gut gucken.
đ„ Zone 3
Französischer Film, auf netflix geguckt. Das Paris des Jahres 2045 ist in verschiedene Zonen und damit ein Mehrklassen-System aufgeteilt und wird von einer KI, die die Polizei unterstĂŒtzt, quasi kontrolliert. Als der Schöpfer der KI stirbt, nehmen ein abgewrackter Polizist aus Zone 3 und eine Polizistin aus Zone 2 gemeinsam die Ermittlungen auf. Ich las, der Anspruch des Regisseurs sei es gewesen, âes in punkto Schauwerten mit Hollywood aufzunehmen, ohne auf den Grit und die Kanten einer europĂ€ischen Produktion zu verzichten.*â Ich habe zwar schon kantigere französische Filme gesehen, aber die dystopische AtmosphĂ€re hat mich gut unterhalten und die fehlende tiefere BeschĂ€ftigung, die das Thema hĂ€tte bieten können auch einigermaĂen ausgeglichen.
đ„ Blue Beetle
Film, lief im Fernsehen, gibtâs aber auch bei netflix. DC Verfilmung. Ein armer Bla mit groĂem Herzen und groĂer Familie trifft auf die böse Bla, die eine Bla hat, die die Bla beherrschen soll und stolpert ihr in den Weg. dabei bekommt er zufĂ€llig ihren Bla in die Hand, der ihn zu einem Super Bla macht und nach 20 Minuten war ich so mĂŒde dieser ewig gleichen ErzĂ€hlmuster und der ĂŒberbunten CGI-Bilder, dass ich mit mir eine Wette abschloss, ob ich wohl zum korrekten Zeitpunkt skippen könnte und den Punkt, wenn gerade die schlimme Krise (oder die uplifting music nach der Krise) treffen könnte. Es war mir dann aber nicht mal diesen SpaĂ wert und ich hab abgeschaltet.
Vor allem nach den drei nicht-Hollywood-Produktionen unaushaltbar.
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