📺 Frier und Fünfzig
Serie, auf Joyn geguckt. Nein, an einem Abend durchgebinged. 8 Folgen darüber, wie Annette Frier (52) als Annette Frier (52) versucht, eine Serie über Frauen mit Anfang/Mitte fünfzig in den Wechseljahren zu produzieren und bei einem Sender unterzubringen. Ihr passiert alles, was ich seit ein paar Jahren in meinem Umfeld beobachte – ihr Mann vögelt eine jüngere, ihr wird dezent mitgeteilt, dass sie mal was an ihrem Aussehen tun könnte, alles bricht gerade irgendwie weg. Und sie will das nicht so hinnehmen, sondern die Struktur dahinter sichtbar machen.
Obwohl ich spätestens seit meinem Pastewka-Rewatch nicht mehr so gut auf diese „spielt sich selbst“-Geschichten kann, passte das hier alles gut zusammen; vermutlich war die Geschichte der perfekte Mix aus genug Klamauk und Ernsthaftigkeit, um damit eine Menge Menschen zu erreichen und möglichst wenige zu verschrecken. Und dabei noch zu unterhalten. Großer Spaß, genug Message.
🎥 The Wrecking Crew
Film, auf prime geguckt. Zwei Halbbrüder kommen sich nach langer Entfremdung wieder näher, als ihr Vater auf mysteriöse Art und Weise getötet wird und decken eine Verschwörung auf. Soweit der Rahmen, in dem sich Dave Bautista und Jason Momoa durch den Film prügeln. Mal gegen die Bösen, mal gegeneinander und – und das hat mich durchaus positiv überrascht – zwischendurch reden sie sogar über ihre Gefühle (das klang jetzt sarkastischer als es gemeint war) und das war schon ok.
🎥 Self/Less
Film, auf netflix geguckt. Ein todkranker Milliardär stößt auf eine Firma, die ein Weiterleben in einem jüngeren, frisch gezüchteten Körper verspricht – die Idee findet er gut. Nach dem Umzug in einen anderen Körper genießt er erstmal das Leben, bis er langsam darauf stößt, dass sein Körper eben nicht frisch gezüchtet war, sondern einen Vorbesitzer hatte. Dann gibts ein bisschen Suche, ein bisschen Streit mit der Firma, die obligatorische Begegnung mit der Familie seines Körpers. Das alles hat mehr Action als Ethik, auch wenn das Ende einige Dinge hübsch gerade rückt.
🎥 The sixth day
Film, in der ZDF mediathek gesehen. Arnold Schwarzenegger spielt einen harmlosen Vorstadt-Typen in einer „gar nicht so weit entfernten Zukunft“ – vom Dreh-Jahr 2000 aus sollte es wohl 2015 sein. Es geht um eine skrupellose Firma, die illegale Klone von Menschen erstellt und durch einen blöden Zufall wird Arnie geklont, bevor er tot ist, begegnet seinem Klon und dann gibts ein bisschen Suchen, und ein bisschen Verfolgungsjagd und sich-gegenseitiges Hauen und Schießen.
Arnie steckte wohl im Image-Wandel und versuchte mal was anderes und nun ja.
Was durchaus spannend war: Zu sehen, wie man sich in einer frühen 2000er Optik die Zukunft vorstellte. Die Trefferquote ist gar nicht mal so schlecht.
🎥 Terminator / Terminator II
Prime, Teil I, Teil II. Im Rahmen unserer Reihe FFsAFwssmZdzfwunnPiOoUs* haben wir dann auch diese beiden Klassiker mal nachgeholt. ich vermute, ich muss nicht viel über den Inhalt sagen, es gab weitere Sequels und Serien, weil man versuchte, das ganze zu einem Franchise auszubauen, aber die haben wir bewusst ausgelassen. Beide Filme sind schon zu Recht Klassiker, denke ich.
🎙 Deutschland 3000, zu Gast: Jeannine Michaelsen
Podcast, zB in der ARD-Audiothek. Muss ich Deutschland 3000 erklären? Dacht ich’s mir. Jeannine Michaelsen? Die erfreut mit viel klugem und am Ende, quasi in der Nachspielzeit mit einem Plädoyer für einen verantwortungsvollen Umgang mit der unglücklichen Kombi „Jugendliche“ & „soziale Medien“ wie wir ihn uns nur wünschen können.
📺 Unfamiliar
Mini-Serie, bei netflix gesehen. Meret und Simon sind frühere Agenten, die sich neben einem Restaurant und einem normalen Leben als Nebenverdienst ein privates SafeHouse aufgebaut haben. Alles läuft viele Jahre ganz prima, bis auf einmal ein paar Personen aus ihrer Vergangenheit auftauchen und die beiden nicht nur mit alten Feindschaften, sondern auch mit ihren eigenen geheimnissen konfrontieren.
Die Geschichte ist spannend genug, die Charaktere gut genug gespielt, dass wir auch für diese sechs Folgen nur zwei Abende brauchten.
📺 The Veil
Mini-Serie in der ZDF-Mediathek. Kann man eigentlich Elisabeth Moss genug lobhudeln? Ich vermute: Nein. Hier spielt sie eine Agentin, die ein vermutliches IS-Mitglied aus einem Flüchtlingslager heraus holen soll und dann – mit sagen wir mal: unkonventionellen Methoden – versucht herauszufinden, was für einen Anschlag diese geplant hat. Das ist sowohl psychologisch als auch auf Action-Ebene spannend und Sie lasen es schon: Ich bin immer begeistert von Frau Moss aber so richtig gut wird das durch ihre absolut ebenbürtige Gegenspielerin Yumna Marwan.
(1 Abend)
*) Familie Fischer schaut alte Action-Filme, weil sie sich mit 20 dafür zu fein war und nur nepalesisches Programmkino im Original ohne Untertitel schaute
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