Irgendwo im Januar

Die Stunden dümpeln dahin. Wir essen, schlafen, gehen mal spazieren, schauen viel The good place – was uns sehr gefällt – räumen mal hier, mal da auf, schieben im Planer Küchenschränke* und träumen. Mein kleines Spaß-Programmierprojekt könnte ernsthafter werden und ich denke darüber nach, ob ich das möchte.

*) Nein danke, ich möchte keine Telefonnummer von Küchenplanern.

Wir reduzieren. Netflix ist gekündigt, wer meinen flickr-Account sucht, läuft ab jetzt ins Leere und eigentlich wollen wir auch noch mit Müllsack und 5-Sekunden-Regel* durchs Haus laufen.
Ich denke viel über Saschas letzte Kolumne nach und ob wir die Transformation hinbekommen.

*) Wir nehmen etwas in die Hand und wenn wir nicht innerhalb von 5 Sekunden sagen können, warum es wichtig ist, fliegt es raus. Wer „sparked joy“ sagt hat verloren

Die Welt da draußen wirkt sehr fremd und ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie ich am Montag wieder arbeiten soll.

Wird schon werden.

4 Kommentare

  1. Ach ja, geht weiter, immer. Allerdings würde ich, bezogen auf den genannten Text, sehr ungern auf Eigenschaften wie Anstand, Stil, Rücksicht, also elementare Eigenschaften im Umgang von Menschen mit einander verzichten wollen, egal wo wer auch mit seinen Ideen meint, das Richtige zu wissen, zu erkennen und gegebenen Falles anderen zu oktruieren. Umgangsformen haben noch nie geschadet. Wie heißt es so schön, und das ist keine unwesentliche Einsicht. „Es kommt nicht darauf an, was man sagt, sondern wie!“ Ich bin der festen Überzeugung, dass das der Knackpunkt aller sich bekämpfender Ideen, Vorstellungen und Grabenkämpfe ist.

    1. Ich habe jetzt wirklich lange über Ihren Kommentar nachgedacht und dann eine wirklich lange Antwort geschrieben. Als eigenen Artikel, weil mir das eh schon lange im Kopf rumwaberte.
      Und, auch wenn ich vollkommen anderer Ansicht bin: Danke für den nochmaligen Denkanstoß.

  2. Sascha Lobos Kommentar werde ich in den nächsten Tagen wohl noch öfter lesen. Da steckt viel drin, worüber ich nachdenken möchte. Ich gehöre zu denen, die sich in den 60er Jahren an der Elterngeneration abgearbeitet haben, und vieles erinnert mich heute bei Fridays for Future an unsere Wut damals. Es ist nicht schön auf der empfangenden Seite der Kritik zu stehen, aber vieles ist in den letzten Jahrzehnten völlig aus dem Ruder gelaufen und das muss aufhören. Allerdings halte ich nichts davon ganze Generationen gegeneinander auszuspielen. So verliert die Bewegung Unterstützer, die sie dringend braucht.

    1. Erstmal ganz viel ja.
      Und dann kam mir der Gedanke: Die Bewegung braucht gar nix. Wir brauchen, wenn wir weiterleben möchten. Und zwar wir alle, und das ist einfach so verflixt neu.

Kommentare sind geschlossen.

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