28.2.2021 – the scream of the butterfly

Lang und gut geschlafen, nach dem Aufwachen erstmal an den Schreibtisch – ich baue da gerade etwas, was mir sehr viel Freude macht, denn ich darf ausprobieren und mir neue Lösungen ausdenken und neben der Freude ist da ein Wochenendtag ohne äußere Störungen super für.

Irgendwann kam die Liebste vom ersten Kaffee hoch, gcukte fragend und wir fuhren zum See.

Da war es noch ziemlich ruhig und wir gingen das erste Mal dieses Jahr ganz rum. Also von der Strecke her – wir gingen halt bis hinten und zurück. Was für mich bedeutet, dass ich über die dunkle Jahreszeit kaum etwas an Form (haha, ich habe „ich“ und „in Form“ in einem Satz gesagt!) verloren habe und jetzt weiter darauf aufbauen kann und das finde ich äußerst super.

Damit das mit dem köperlichen Wohlfühlen nicht überhand nimmt, hab ich eine Rippe blockiert (ja, falscher Begriff, haddawaddadudda) und das Knie ziepte gestern wieder mal los. Aber wie sagte neulich noch wer? Es ziept ja immer was. Und dafür ist um den See gehen ja super.

Dann haben wir zusammen gefrühstückt, kamen dabei aus Gründen darauf, wie viele unserer Lehrerinnen damals wohl bemerkt hätten, wenn es jemand so richtig nicht gut gegangen wäre und einigten uns auf gute 5 Prozent. Erbärmlich. Vor allem, wenn man – wie unsere Schule es tat und tut – so sehr damit wirbt, dass man den jungen Menschen in seiner Gesamtheit und auf Basis der christlichen Werte fördern will. Dreckspack.

Hätten Sie uns dann in den nächsten Stunden gesucht: Da waren wir beide am Schreibtisch. Sie wissen ja, Lehrerinnen haben nur einen Halbtagssjob und Selbstständige liegen ja eh nur auf der faulen Haut.
Aber nachmittags trafen wir uns wieder und probierten mal aus, wie sich Cluedo auf dem iPad spielen lässt. Das wird ja noch dauern, bis man wieder Menschen treffen kann und dann schon mal ein paar Spiele ausprobiert zu haben ist sicher nicht verkehrt.
Ich hatte noch nie Cluedo gespielt und war erst sehr lost, aber nach einer Tutorial-Runde und einer weiteren, die wir beide miteinander gegen zwei KIs spielten, habe ich ein Gefühl dafür und es ist hübsch umgesetzt und lässt sich flüssig spielen und ich finde, das ist sehr ausbaufähig.

Dann fuhr ich nochmal raus: Ich wollte die letztens spontan gehabte und umgesetzte Idee weiter verfolgen, mal mit Bewegungsunschärfe zu arbeiten beim Fotos machen. Wer will schon immer Sonnenuntergänge am Feldrand sehen? Ich nicht. Der Feldrand interessiert mich nämlich gar nicht, mich interessieren die Farben. Diese zum Beispiel, denn der Himmel gab eigentlich wirklich sein Bestes:

Und gleich gibts ein sehr feistes Essen, das wir entdeckt haben. Was kann an einem Auflauf mit Tortellini und Gehacktem verkehrt sein? Eben.
Fassen wir zusammen: Das hat ein bisschen Aufmerksamkeit gekostet, aber dann wars ein gutes Wochenende.

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27.2.2021 – two in one

Mit Kopfschmerzen aufgewacht. Yay. Nicht Migräne, aber durchaus Entwicklungspotential in diese Richtung. Doppelyay.
Erst gedacht, dass eine schnellstmöglich durchgeführte Runde um den See die Lösung sein könnte, dann bemerkt, dass es nur noch ganze drei Grad waren, unwillig geworden, dann haben wir irgendwie noch blöd nebeneinander her geplant und plötzlich war der ganze Tag doof und vor allem ewig lang und arbeiten half auch weder der Liebsten noch mir beim Ablenken und wir mussten noch irgendwas im Fernsehen gucken und das war auch blöd und vielleicht nochmal ein halbes Stündchen die Augen zumachen war auch nicht hilfreich und die Kopfschmerzen wurden auch immer mieser und der ganze Tag zog sich endlos und war doof wie gesagt war alles doof und dann war es auch schon elf und ich konnte zumindest mal was frühstücken.
Aber das war alles total doof.

Und dann haben wir irgendwie doch noch kurz was am Schreibtisch gemacht und dann hab ich wenigstens mal bemerkt, dass der Rücken auch verspannt war und hab mal geschaut, was eine warme Wanne da wohl mit tut und danach schien die Sonne so schön und wir sind zum See gefahren und auf dem Weg wurde ein Pommesbeschluss gefasst und die große Bank direkt am Wasser war frei und die Pommes waren super und wir hatten das Gefühl, wirklich mal draußen zu sein – also nicht nur für einen Coronaverzweiflungsspaziergang, Sie kennen den Unterschied, nicht wahr? – und es war ein richtig schöner Nachmittag.

Dann mussten wir noch ein Stückchen ins Ruhrgebiet rein, denn der junge Mann und ich haben mir gestern die falsche Fernbedienung eingepackt und jetzt kann er seine Stereoanlage nicht mehr steuern und weil wir gestern eh schon einen Sushibeschluss für heute gefasst hatten, boten wir ihm an, sich auf der Hälfte zu treffen um zu tauschen. Na gut, jetzt kann man natürlich darüber streiten, ob ein Pommes- und ein Sushibeschluss an einem Tag zusammen Platz haben – aber wenn Sie das möchten, dann streiten Sie da ruhig drüber, wir haben derweil getestet und befunden: Das geht ganz wunderbar.

Jetzt The Voice Kids.

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26.2.2021 – I’m so excited.

Wie gesagt, die Tage verschwimmen etwas, der Donnerstag ist mit „Schreibtisch, kleiner See, Abendessen umgefallen“ ziemlich gut beschrieben.

Heute hingegen war sehr aufregend: Zum einen hatte ich gestern Abend noch kurzentschlossen auf eine Anzeige geantwortet und dann musste ich heute Morgen eine richtige Hose anziehen und im Auto wo hin fahren. „Wo hin“ bedeutete: Ein Stück ins Ruhrgebiet hinein, denn dort wartete ein junger Mann auf mich, der – wenn ich seine Wohnung mal deute kaum anderes tut, als HiFi-Geräte zu sammeln. Einer seiner CD-Player fand dann auf jeden Fall seinen Weg bei uns in die Mitte des Stereodreiecks.

Und nachmittags kam die eine Freundin, die wir gelegentlich treffen, frisch getestet bei uns in den Durchzug und wir schnackten, aßen Kuchen und nebenbei schob ich die Daten von ihrem alten auf ihr neues Handy. Früher hatten das andere für sie getan und das war immer sehr, sehr, sehr aufwändig gewesen und so war sie sehr begeistert, dass ich von den zwei Stunden, die die Handys arbeiteten höchstens alles zusammen eine halbe Stunde beteiligt war.
Ich persönlich habe die These, dass es an meinem fehlenden sexuellen Interesse an ihr liegt, dass es so wenig Mühe machte. Ist aber nur eine These.

Jetzt bin ich platt. Merke: Introverts werden sich echt wieder umgewöhnen müssen, wenn es irgendwann ein „danach“ gibt.

Außerdem bin sogar zu müde zum Internet-Lesen, deswegen habe ich auch keine Links für Sie. Es kommen aber wieder andere Zeiten.

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24.2.2021 – wer nicht dabei ist hats verpasst

Die Tage verschwimmen etwas. Ich habe gerade richtig viel zu tun und manchmal stolpere ich nur von einem Projekt zum anderen, aber noch ist alles im Fluss, die Zeitplanung klappt und alle fühlen sich gut.
In einem Job haben die Agentur, für die ich gern arbeite und ich die Rollen getauscht: nun arbeitet sie für mich und das ist … neu. Aber wie ich schon 1998 in einem Buch über Projektmanagement las: Wir Kleinen können uns gar nicht leisten, einen Dienstleister schlecht zu behandeln, denn er könnte im nächsten Job schon der Auftraggeber sein.
Alles also ziemlich prima.

Aber dass ich heute Morgen um fünf wach war und schon Code dachte, das mag mir vielleicht etwas sagen. Nun gut, ich bin dann hoch und habe den Code runtergeschrieben und gegen Zehn kam ich aus dem Flow raus und schickte eine Mail an die Kundin, damit wir zusammen da mal drauf gucken können.
Nach dem Sichten von etwa 28356 Templates, Vorlagen und Scripts für Fotografen-Seiten habe ich nämlich beschlossen, etwas eigenes zu entwickeln. In enger Absprache mit der Kundin, aber dafür nicht nur mehr oder weniger nah dran an ihren Vorstellungen, sondern genau so.

Mittags drehten die Liebste und ich eine Runde um den kleinen See, währenddessen kam eine Auftragsbestätigung, was mich in der Kombi zu einem euphorischen Tweet hinriss.

Aber das blieb auch so: Nochmal ein paar Stunden Flow und dann hab ich versucht, wenigstens etwas runterzukommen, denn um sieben hatten Sue und ich uns auf einen kleinen Clubhouse-Talk verabredet.

Das war sehr hübsch, auch wenn uns *hust* nicht die großen Mengen zuhörten. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht wichtig. An Clubhouse mag ich das Gefühl, das sich durch das Format einstellt: Es ist eben alles flüchtig und momentan und man kann reinschalten und wieder gehen. Was ich hingegen gar nicht mag ist der elitäre Charakter, der sich durch iPhone-Gebundenheit und Einladungspolitik ergibt. Na, mal sehen.

Danach noch eine Folge For All Mankind und dann meditiert und ins Bett.

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22.2.2021 – they made me cry again!

Die Liebste verlässt das Haus und ich bin durchaus schlecht gelaunt darob. Im Radio höre ich nacheinander die Berichte, dass die Bundesbildungsministerin über die Öffnungen froh ist – ebenso wie ein Landesschülersprecher. Und den darüber, dass die Infiziertenzahlen wieder ansteigen und mein Gehirn kann diese beiden Infos nicht zueinander bringen.

Außerdem bin ich einfach sehr gern mit ihr zusammen und ich muss gestehen, ich mag die Zeit, wenn sie hier im Haus ist und ich weiß: sie sitzt eine Etage weiter unten und arbeitet da. Und wir können uns kurz auf einen Kaffee treffen zwischendurch.
Aber das ist natürlich Luxus-Mimimi. Naja, ich sagte es ja schon mal: Ich freu mich auf die Rente.

Mir ein teures Cinch-Kabel bestellt. Dachte ich jedenfalls, bis dann in der Übersicht der auch gern bestellten Kabel welche für hohe dreistellige Preise auftauchen. Na gut, ich kann also HIFI aber nicht High End. Später vielleicht, man muss ja auch noch Pläne haben.

Aus Gründen heute sehr viel vor YouTube gesessen, denn ich musste viel warten. Aktuell verschlinge ich dann ein „First reaction on … “-Video nach dem anderen. Also die, wo sich junge Menschen auf Zuruf aus ihrer Community das erste mal mit Songs außerhalb der aktuellen Charts anhören. Also vielleicht Metallica, Led Zeppelin, AC/DC oder ähnliche Klassiker. Und das ist wirklich großartig zu sehen, wie diese alte Musik Menschen berührt.
Liebling heute: Dieses Mädchen, die sich „Comfortably Numb“ von Pink Floyd anhört und mittendrin unterbricht und fragt „Bin nur ich das, oder fühlt Ihr Euch auch auf einmal glücklicher?“. Und der dann bei Gilmores erstem Solo die Tränen kommen.

Die heutige Playlist: Two Girls React to Led Zeppelin – Stairway to Heaven LivePink Floyd- Wish You Were Here REACTIONPink Floyd – Comfortably Numb (Reaction)

Ich meine: Pink Floyd? Oder Stairway To Heaven? Das ist eigentlich so abgenudelt, dass schon 1992 in Wayne’s World im Gitarrenladen Stairway To Heaven-Verbot war. Ich finde es schön, jemandem dabei zuzusehen, wie sie das neu entdeckt und mit ganz unbeschwerten Gefühlen daran zu gehen.

Und darüber stieß ich dann noch auf eine klassiche Vocal Coach, die sich das erste Mal im Leben Bruce Dickinson von Iron Maiden anhört und einfach wegfliegt über seinen Gesang. Ich mag sowas wirklich sehr.

Und den späteren Nachmittag verbrachte ich dann bei einem Skypekaffee mit einem dieser Internetmenschen, einer der guten. Das war sehr, sehr schön.

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