Aktuell habe ich morgens so etwas wie eine Routine: Was lustiges träumen, dann klingelt der Wecker; im Aufwachen beginne ich mit den Bewegungs- und Dehnungsübungen für Hüfte und Knie, die eh im Liegen müssen. Alt werden ist nix für Feiglinge.
Aufstehen, runter, Jalousien hoch, die neuen hübschen Deko-Rollos in irgendeine nett anzusehende Ordnung, Radio an, damit Geräusch im leeren Haus ist; die Kaffeemaschine beauftragen, mir einen Milchschaumkakao herzustellen.
Den langsam trinken, dabei Internet lesen; dann langsam in die ersten ToDos gleiten. Wenn der zweite Bildschirm dafür endgültig nötig wird, hoch ins Büro – mit einem Zwischenstop an der Zahnbürste.
Das ist eine sehr gemütliche, angenehme Routine und ich mag sie sehr.
Leider halten Routinen bei mir im Normalfall höchstens etwa drei bis vier Wochen und ich bin sehr gespannt, was dann kommt.
Routinen spielten auch eine große Rolle, als die kluge Frau letztens mit mir über Diagnosen sprach. Quasi erst ein Häkchen bei „ach, doch nicht“, als ich das Vorhandensein von Routinen erwähnte, das dann doch umgetragen wurde zu „ach doch“, als ich die kurze Haltbarkeit erwähnte.
Ich bin wirklich sehr gespannt.
Mittags landete ein T-Shirt im Briefkasten. Ich mag diese Art ein Fan-Shirt zu tragen, ohne das übliche Bild oder Plattencover auf der Brust zu haben. Und ganz ehrlich gesagt auch, dass es vermutich nicht jeder etwas sagt.

Außerdem: Schauen Sie doch nur, wie wunderschön dieses Ampersand ist!
Am Schreibtisch zu viel mit dem Thema Scheidung befasst; immerhin weiß ich jetzt vermutlich alles zum Thema, zum Job des Anwalts und allem drumherum. Ich möchte das nicht.
Lob von wiederum meinem Anwalt bekommen, dass ich so datensparsam arbeite. Das hingegen möchte ich.
Überhaupt komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass meine Nische bei der aktuellen Entwicklung des Webs im exakten Gegenteil aller aktuellen Trends liegt. In guter, individueller Handarbeit ohne KI aber mit Beratung. In freier Interpretation eines bekannten Werbeslogans: „Es gibt sie noch, die guten Websites“ quasi – und man könnte glatt daraus eine Haltung formulieren. Ach ja, hab ich ja schon.
Früher habe ich gedacht, ich gestalte Internetseiten. Also damals, als ich begann. Heute habe ich hintereinander 65 Mails gesichtet, sortiert, verstanden, bei Bedarf Links darin geklickt, weil eine Kundin vom Hoster A zu Hoster B umzieht und alle Seiten sich drei-, vier- und fünfmal absichern wollen oder müssen.

Aber dann ging irgendwo ein Mailserver aus und es ward leise.
Geguckt: In einem retro-Anfall Diese Drombuschs. Wenn – wovon ich ausgehe, denn die Serie war ja damals ein super-Erfolg – diese Personen abbilden, wie man in den 80ern lebte, dann verstehe ich einiges. Fassen wir zusammen: Keiner spricht mit niemandem, egal ob verheiratet, befreundet, verfeindet, verwandt oder verheiratet und wenn doch, dann werden Floskeln ausgetauscht oder sich angeschrieen. Nichts dazwischen. Faszinierend.
Allen geht es prinzipiell furchtbar, aber wenn man sie fragt, ist alles bestens. Und wenn mal nicht, sagt niemand, was wirklich los ist, sondern es hagelt wieder Floskeln – diesmal halt vorwurfsvolle.
Er sieht seinen einzigen Lebenssinn in geschäftlichem Erfolg, sie darin, dass sie als Hausfrau und Mutter gebraucht wird und meine Güte.
Ab fünf dann aufziehende Migräne. Auch das möchte ich nicht.
Sie haben Fragen? Sie wünschen sich ein Thema, über das ich mal bloggen soll?
Schreiben Sie’s auf!
Alle bisherigen Antworten finden Sie übrigens hier.

1A T-Shirt! Und ja, ist es.
:)
Die geschilderte Drombusch-Dymnamik entspricht exakt meinem Büro-Alltag. Zum Glück minus Anschreien.
Oh.