9.10.2019 – can you look at yourself in the mirror?

Morgens bei der Manualtherapeutin angerufen um Termine abzusprechen und direkt einen Termin bekommen. Einer der wenigen wirklichen Vorteile dieser Kleinstadt.

Dann rief einer dieser vorgeblichenMicrosoft*-Typen an und wollte gerne meinen Computer übernehmen. Nachdem ich den letzten durch sehr gezieltes doof-stellen geschlagene 20 Minuten in der Leitung gehalten hatte, versuchte ich diesmal die Nummer „Kannst Du eigentlich morgens in den Spiegel gucken, wenn Dein Job ist, Leute zu belügen und betrügen?“ Er blieb erst standhaft und versuchte mir zu „beweisen“, dass er wirklich von Microsoft anrufe. Ich hab das ein paar Minuten mitgespielt, um dann zur Ausgangsfrage zurück zu kommen: „Are you proud of your job?
Yes I am“, meinte er und legte auf.

Das muss also noch gesteigert werden. Vielleicht muss ich das nächste mal fragen, ob er an einen Gott glaubt und sein Gott ihm sowas erlaubt.

Wer keine Lust auf solche Gespräche hat, blockiert die Nummer 0233646961 in seinem Telefon. #serviceblog

*) Ich habe ja schon 2011 über diese Masche geschrieben und freue mich deswegen jedesmal, wenn sie mich anrufen. Leider kann ich ihnen nur Zeit stehlen und nicht so Spaß haben, wie der CCC.

Weiter im Lightroom umgeschaut, was ich denn vor 13 Jahren so für Fotos gemacht hab. Man muss das gar nicht alles wegwerfen …

Eine hafenausfahrt im dichten Nebel.

Unglaublich gerädert im besten Sinne von der Manualtherapeutin wieder gekommen.

Kurz eine Kundin angerufen und nachgefragt, wie’s weiter geht; meine ToDo-Liste für sie ist nämlich leer und ich war etwas irritiert. Stimmt aber alles; der Ball liegt in ihrer Hälfte, wie man gern so sagt.
Weiteren Kleinkram vom Berg in Angriff genommen. Die beiden Angebote, von denen ich letztens erzählte – Sie erinnern sich: Eigentlich schon klar aber ich sagte, ich jubele erst, wenn ich hier Unterschriften habe – die Unterschriften also sind natürlich noch nicht da.

Im Rahmen meiner Musik-Digitalisierungsdings stieß ich auch wieder auf Jan Garbarek, einen norwegischen Saxophonisten, den ich sehr mag. Er war 1989 in einer kalten Höhle im Sauerland meine erste Begnung mit skandinavischem Jazz und hat mich damit für immer geprägt.
In den letzten beiden Jahren bin ich ihm etwas aus dem Weg gegangen, denn das Katz liebte ihn ebenso wie ich und sang immer kräftig mit – und man muss sich ja nicht unbedingt immer selbst in die Trauer reintriggern.

Trotzdem: Es muss digitalisiert werden was digitalisiert werden muss und bei der Gelegenheit dachte ich: „Was macht denn der Garbarek heute wohl so?“, stieß auf eine schlechte Website, aber auch auf aktuelle Tourtermine. Und dann wurde ich etwas aufgeregt und schickte hektisch eine Nachricht an die Liebste und jetzt haben wir Tickets und ich bin sehr, sehr glücklich darob.
Die Liebste hat zwar noch nie bewusst einen einzigen Ton von Herrn Garbarek gehört aber – und unter anderem deswegen ist sie es und niemand anderes – sie kommt natürlich mit.
Immer. Zu allem, was ich ihr vorschlage. Zu jedem fuckin’ Konzert. Jedem. Ohne Rückfrage.
Ich kann kaum in Worte fassen, wie großartig ich das finde. Immer wieder.

Danach – ja gut, das war bei Licht betrachtet die falsche Reihenfolge aber nun denn – danach also doch mal nach aktueller Musik gegoogelt, ein Video gefunden, mit der Maus willkürlich irgendwo in die Mitte des Zeitbalken geklickt, drei Töne gehört und vor Glück schon wieder nasse Augen gehabt.
Ich bin so. so. glücklich darob.

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