8.9.2020 – Ereignislos mit einzelnen Höhepunkten

(nein, nicht was Sie denken, Sie Ferkel. Zwinkersmiley. Natürlich niemand wird hier Ferkel genannt, wenn sie Höhepunkte mag*)

Aus Gründen hatte ich heute nach ca einer halben Stunde am Schreibtisch nichts mehr zu tun. Prima, ein Tag frei! Aber Pustekuchen. Irgendwo zwischen „wenn Du nichts zu tun hast wirst Du morgen verhungern“ und „Pass auf Dich auf, das hast Du im BurnOut gelernt“ schlingerte mein Geist wild hin und her und ließ mich nicht zur Ruhe kommen. Super Sache.

Mittags hatte ich mich zu einem Telefonat verabredet und das war super. Ein für Außenstehende vielleicht etwas verwirrendess Gespräch aber die Idee am anderen Ende der Telefonleitung gefiel mir sehr, der schnelle, interessierte Geist, die die Idee produziert hatte, auch und das war sehr sehr großartig. Und wenn am Ende alles gut geht, dann werde ich, dann werden wir am Ende Hypertext produzieren. Also Hypertext in seiner ursprünglichen, revolutionären, sehr philosophischen Bedeutung.
Ich freue mich sehr.

Als Gegengewicht fuhren die Liebste und ich dann ins nächste Städtchen zum Shoppen und das wars dann auch schon fast.
Einzig ein kleiner Moment im Eisgeschäft war noch bemerkenswert. Als ich reinkam telefonierte die eine Eisfachverkäuferin gerade und ich hörte noch das Fragment „… ich hab doch jetzt keinen Zollstock hier …“.
Dann sah sie mich und lachte und fragte mich, ob ich mich wohl kurz in die Tür stellen können und wie groß ich sei – um abzuschätzen wie hoch die Türöffung sei.
Und dann bedankte sie sich sehr herzlich und meinte: „Sie wissen ja: Blonde Frauen und Zahlen schätzen, das geht nicht“. Und telefonierte weiter.
Ich hab wohl selbst mit Maske so blöd geguckt, dass ihre Kollegin vorsichtig sagte: „Das hätte ich jetzt nicht gesagt“.
Als sie aufgelegt hatte und wieder reinkam, haben wir ihr dann beide gesagt, sie solle sich nicht so kleinmachen. Hoffentlich konnte sie es hören.

Irgendwo auf Instagram sah ich heute eine Schauspielerin, die von Dreharbeiten berichtet und erzählt, dass sie halt außer in den Szenen selbst immer Masken tragen. Und ich dachte, dass es doch schön wäre, wennauch in einem Film die Pandemie normal wäre und die Menschen halte einen MNS trügen. Drehbuchautoren? Regisseurinnen? Wie wärs?

Und jetzt gehen Sie bitte rüber zur Frau Herzbruch und lesen, wie Handball geht. Das ist deutlich unterhaltsamer als alles, was mir heute geschah. Mein Lieblingsabsatz ist …

Wenn ich die Jungs wie heute morgen spielen sehe […] dann weiß ich ganz genau, wie es sich anfühlt, was gerade passiert. Das ist ein lustiger Effekt. Handball ist ein Sport, in dem sehr viel gefühlt wird, gerne Schmerz. Es gibt keinerlei Eleganz, alles geht wahnsinnig schnell, und es wird nie getrabt. Stehen (naja, nicht wirklich) oder sprinten, nichts dazwischen.

Naja, und die anderen auch, das ist wirklich unterhaltsam zu lesen.

Ich hab nur noch ein Bild von gestern; für mehr hats heute nicht gereicht.

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*) Edit: Natürlich wird hier niemand Ferkel genannt, langjährige Leserinnen wissen das, denke ich. Nicht-langjährige könnten denken, ich hätte was gegen Sex, (nö) dabei wollte ich eher über die altbackene Formulierung „Sie Ferkel“ schranzen. Humor im Web, keine unkomplizierte Sache.

7 Kommentare

  1. Warum bin ich eigentlich beim Gedanken an die Höhepunkte sexueller Natur ein Ferkel?

    Abgesehen davon natürlich, dass mich das auf Sie bezogen gar nix angeht – Sex ist schön und wunderbar und ganz natürlich.

    Das Verrücken der Thematik in die Schmuddelecke betrübt mich immer.

    1. Auch Ihnen ein herzliches Willkommen hier in diesem kleinen Blog. Sie werden sicherlich den Humor hier noch schätzen 🙂

  2. Ich denke, was Peter über Paul scherzt, sagt mehr über Peter als über Paul.
    Nicht, dass ich in diesem Themenkreis unentspannt wäre – im Gegenteil. Aber die Macht der Worte gilt ja auch hier. Mit „nicht so gemeint“ oder „ist doch nur ein Scherz“ wird die nicht abgeschwächt. Genauso wenig wie die mitgemeinte Chirurgin präsent ist, wenn vom Chirurgen gesprochen wird.

    1. Vielleicht einfach ein Missverständnis? Manchmal gehört zum richtigen decodieren ja Wissen über den Absender (ich weiß nicht, wie lang Sie hier mitlesen?) und zum Codieren Rücksicht auf die Empfänger (und ja, diese meine Form des Humors ist nicht mehr ganz in Mode).
      Ich hab da mal eine Erweiterung dran geschrieben.

  3. Ach, danke für den Lacher, den ich soeben in meinen Kaffee geprustet habe. ;)))

    Ich lese schon seit einigen Monaten mit, bis hierher still.

    Die angedachte Ebene jedenfalls befindet sich ohne die nachgesetzte Erläuterung tatsächlich noch immer außerhalb meiner Erfassungskapazität.

    Ein Erklären raubt den Witz, schon klar – und da ich auf diesem Auge offenbar blind bin …

Kommentare sind geschlossen.

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