8.7.2026 ach guck

Ich erzähle das aus Chronistenpflicht, falls jemand in 100 oder 200 Jahren dieses Café besucht und nachlesen möchte, wie es damals war, als sich die Erde veränderte.

Vanessa

Sehr ähnliche Sätze habe ich selbst schon selbst gesagt – so „letzter kühler Sommer Deines Lebens“ und so Sätze, diese Sätze mit denen man Wahrheiten ausspricht und sich gleichzeitig aber selbst schützt, weil das Entsetzen hinter dem Zynismus nicht so zu sehen ist und weil es eh immer angenehmer ist, jemand anderem eine unangenehme Wahrheit um die Ohren zu hauen, als sie selbst zu hören. Jetzt habe ich bei Vanessa diesen Satz gelesen und dann noch einmal und nochmal und dann drehte sich mein Magen etwas und dann wurden die Augen etwas feucht, … well: weil.


Schauen Sie nur, Lisa hat wieder einen Ort zum Schreiben gefunden!


Mein Bauchgefühl war vom ersten Moment an: Das ist kein guter Webhoster.
Damals, also damals als ich begann, hier online herumzustromern und nicht als die hier auftauchten die heute behaupten, sie wären von Beginn an da gewesen, damals vor 2000, da hatten in einem sehr angenehmen „Grundversorger“-Gedanken viele Stadtwerke die Idee, sie müssten auch Internet-Provider und Webhoster sein. Ein paar davon haben das etwas länger überlebt, wurden irgendwann von den Stadtwerken in Privatunternehmen ausgegliedert, haben sogar das überlebt und eine ganz spezielle Spezies von IT-Admins in Firmen, die steht da total drauf. Wer von Ihnen in einem ähnlichen Berufsumfeld unterwegs ist wie ich, die steht weder auf diese Hoster noch auf Firmen-IT-Admins, denn sie weiß: Die Admins sprechen mit niemandem, die keine MS-Zertifikate aufweisen kann. Aber in meinem Umfeld da meiden wir Microsoft wie Heidi Klum die Reiswaffel und schon ist das Problem offensichtlich.
Und die Hoster leben eh in einer Parallelwelt mit Systemhaus-Denke.
Jedenfalls sind jetzt alle sauer auf den Boten (mich), der ihnen mitteilte, dass der Webhoster mit üblichen CMSystemen zum Beispiel nicht arbeiten kann, weil alles eingestellt ist wie 2005. Gut, sie hätten das vor Monaten schon in meinem Angebot lesen können, aber nun. Und ich versuche das bis jetzt programmierte vom Server herunter zu bekommen, lande aber immer in dieser grammatikalisch mutigen, schön denglischen Fehlermeldung

Und ich habe weder oben noch unten noch vorne noch hinten gute Laune darob. Rechts und links auch nicht.


Fast auf ein Phishing hereingefallen und zum Glück hat mich meine eigene Grundregel gerettet. Nein, eigentlich muss es heißen: Auf ein Phishing hereingefallen, da es zufällig der Wahrheit entsprach, aber Dank der ersten Direktive ist nichts passiert.
Ich erwähnte ja, dass ich nach weniger als vier Wochen schon wieder eine neue Kreditkarte bekam und dementsprechend sind da quasi täglich Mails in der Inbox, die eine fehlgeschlagene Zahlung bemängeln.
Genau das gleiche tut ein Phishing-Versuch, der unter dem Namen von EasyPark versucht, an Daten zu bekommen und es passte einfach alles. Mein Spam-Filter hatte vier von diesen Mails richtig weg-gelöscht, aber einen in die Inbox kommen lassen und ich seufzte und …
Nein, ich klickte nicht drauf, sondern ich gab „easypark.com“ in den Browser ein, korrigierte dort meine Zahlungsdaten und alles war gut. Bis ich bei der Kontrolle des Spam-Ordners die anderen Mails sah und begriff, wie knapp ich an einem Fehler vorbei geschliddert war.
Also – #serviceblog: Folgen Sie der ersten Direktive: Klicken Sie nie in einer E-Mail etwas an. Suchen Sie immer die Website des Anbieters selbst auf und loggen sich dort ein!


Nachmittags gelernt, dass es mehr als den einen Weg gibt, ein Hospiz zu verlassen. Unfreiwillig. Für alle Beteiligten emotional ein wenig verwirrend und anstrengend.

Zeugs

Ich kann diesem Artikel aus eigener Erfahrung nur vollkommen zustimmen: Freundschaften mit Frauen sind einfach die besseren. (Sorrynotsorry, liebe Menners)

Mein Partner sagt: „Mit Frauen kann ich eher echte Gespräche führen. Außerdem habe ich keinen Bock auf dieses Abgemännere.“ Ein Krautreporter-Mitglied formuliert es in der Umfrage, die ich für diesen Text erstellte, so: „Weniger Macho-Scheiß, bessere Gespräche.“

Mirjam Ratmann beid en Krautreportern:
Mein Partner hat nur weibliche Freundinnen – und das ist gut so
(Sie wissen ja; Als Mitglied darf ich Ihnen diesen Link schenken und ich liebe es)

Ich möchte ergänzen: Je nachdem von wo Du wechkomms kann es allerdings ein ganz klein wenig schwer sein, neue Freundinnen kennen zu lernen, denn je nach sozialem Umfeld denken Frauen sofort, man wolle etwas von ihnen und dann sagste „wollen wir mal Kaffee trinken?“ und dann sagen sie „oh, voll gern, ich frage mal Wolfgang, wann er kann, sprich Du doch mit Steffi“. Ich finde das in vieler Hinsicht sehr traurig.

Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen,
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

2 Kommentare

  1. Der Liebste hat eine ganze Menge Freundinnen (wollte erst Fraundinnen schreiben, aber ist ja albern). Eine Mischung aus ehemaligen Mitschülerinnen, Kommilitoninnen und Mitbewohnerinnen, aber tatsächlich auch einige, die aus Beziehungen, Affären oder zumindest den Anbahnungsversuchen dazu entstanden sind und dann doch Freundschaften wurden. Ist auch möglich.

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