8.5.2025 – Lightbulb Moments

Riesige Verwirrung beim Aufwachen: Ich hatte geträumt, geträumt zu haben, der Liebsten etwas erzählt zu haben und bis ich meinen Unwillen über ihre im wachen Leben nicht vorhandene Freude an der Nachricht und meine Verwirrung sortiert hatte, war sie schon fast wieder zurück aus der Schule.

Eine Stunde bei der besten Physio-Frau der Welt auf der Liege gelegen, wie immer über dies und über das geplaudert, während sie mir L1 bis L5 mobilisierte. Diesmal kamen wir auf Neurodivergenz und mittendrin ließ sie mich plötzlich los, guckte mich an und sprach: „Jetzt verstehe ich meinen Neffen“. Und tat mir dann weiter weh. Geben und nehmen, giving and retrieving – könnte es besser sein?

Meine phantastischen Internet-People versorgten mich derweil mit der Adresse der deutschen Koryphäe für diese (vermutlich) meine Form des Tumors und ich soll schön grüßen – und nun endgültig und vollkommen ernstgemeint: Könnte es besser sein?
Ich warte jetzt das nächste MRT ab, bzw wenn ich da erst einen Termin in 2026 bekomme, dann fahr’ ich zur Koryphäe.

In der Projekt-Gruppe herrscht dieses „Huch? Fertig?“-Gefühl und ich musste arg an ein paar Zeilen denken, die ich mal nach dem Ende einer Theaterproduktion im kleinen Theaterverein zu Papier… äh … Blog brachte: … der Vorhang geht auf …
Das Atemberaubendste daran ist gar nicht mal, wie sehr man zusammenwachsen kann in so einer Zeit – das Beeindruckendste ist viel mehr, wie schnell man dann trotzdem in der Stadt blöd wortlos voreinander steht, wenn man sich drei Wochen später trifft. Daher: a) Immer sofort ein Anschluss-Projekt suchen, wenn es sich super angefühlt hat, oder die Menschen anders an sich binden.
Und b) wissen und akzeptieren, dass es halt so ist. Die Regisseurin eines Stückes und ich zum Beispiel, die wir einmal vor vielen Jahren von August bis Januar jeden Abend gemeinsam viele Stunden in diesem Theater verbracht haben, haben es jetzt schon, eine gute Dekade später schon, geschafft, mal einen Kaffee zu trinken und vor allem die gegenseitige Sympathie zu formulieren. Nur Geduld also!

Vor vier Tagen, in der Nacht vom vierten auf den fünften Mai hat in Dänemark in jedem Fenster eine Kerze gestanden, denn an dem Tag im Jahr 45 haben die Nazis in Dänemark kapituliert. Und die Kerzen symbolisieren den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit.
Lese ich heute durch das Internet, geht es hier heute hauptsächlich darum, ob eher die Haltung „Nu issses aber auch mal gut“ oder der Erinnerungskultur-Zeigefinger siegen. Das hat beides nichts mit einem gesunden Umgang zu tun. Aber naja, Hauptsache, wir haben keine Nazis, bis auf einen bedauerlichen Zwischenfall nie welche gehabt und werden nie welche haben, nicht wahr?
Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, warum heute kein Feiertag ist. (Aber ich in einem Land mit Trennung von Staat und Kirche, an einem Feiertag einer Religion, die nicht meine ist, für einen Kaffee in eine Autobahnraststätte fahren muss. Und dort keinesfalls tanzen darf.)

Aber vielleicht missverstehe ich den Begriff „Trennung“ ja auch? Immerhin gibts ein Liveticker bei der Tagesschau für die Wahl des neuen Chefs. Es stieg übrigens rosa Rauch auf und ich habe sehr gelacht.

Hier stand übrigens erst etwas deutlich sarkastischer Formuliertes, aber weil ich lernen musste, dass Mitglieder dieses kleinen Fischervereins sehr empfindlich sind und ich niemandes religiöse Gefühle, sondern nur so heftig wie möglich die Orga-Ebene verletzen will, hab ich ihn gestrichen.

Die von Frau Nessy empfohlene Folge Matzes Hotel mit Frau Stratmann möchte ich übrigens auch unbedingt empfehlen. Sehr beschäftigt hat mich der Part, in dem es darum geht, dass man sich mit jemandem versöhnen kann, ohne dass diejenige dabei ist. Und dass Versöhnung ein Entschluss ist und kein (womöglich streitender) Prozess.
Prompt habe ich mich gestern mal mit jemandem versöhnt, der das nie erfahren wird und bis jetzt fühlt sich das als Experiment sehr, sehr gut an. Ein bisschen erwachsen sogar, aber das sagt die olle Besserwisserin Stratmann im Podcast ja auch voraus ;)
’til now five of five, can recommend.

Mich am Schreibtisch mit einer matomo-Installation gestritten und eine halbe Stunden eine Texterin mit Grundsatz-SEO-Wissen druckbetankt. Und gleich zweimal Menschen am Telefon versichert, dass der Satz „und wir können alle Seiten Ihrer Website problemlos und mit kleinem Aufwand bearbeiten oder ergänzen“ bedeutet, dass wir alle Seiten der Website problemlos und mit kleinem Aufwand bearbeiten oder ergänzen können. Man nennt es Socialising.

Zum Tagesabschluss eine sehr feine Zusammenstellung von Falafel, Hummus, zwei Salatsorten, Aprikosen und Pommes auf einer Speisekarte entdeckt und recht gut gefunden.

Unfassbar müde.
Vi ses. Hoffentlich.

Sie haben Fragen? Sie wünschen sich ein Thema, über das ich mal bloggen soll?
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Alle bisherigen Antworten finden Sie übrigens hier.

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