8.5.2020

Gestern war mir nicht nach Bloggen. Gestern hatte ich ein Gespräch mit jemandem, welches das ganze „Familiendrama“ noch einmal in einem anderen Licht darstellte. Und es wurde alles viel trauriger.
Ich fürchte, wenn das alles irgendwann einmal vorbei sein sollte, dann gibt das einen von diesen ganz schlimmen Blogartikeln.

Gestern Abend aber, da gabs dann noch ein bisschen Licht. Die ein oder andere wird es vielleicht mitbekommen haben – und ich hatte ja auch davon berichtet, dass Johnny Haeusler dazu aufgerufen hatte, ihm Stimmen oder Instrumente zu Queens Bohemian Rhapsody zu schicken. Weil das Stück ja seit Jahren den gemeinsamen Abschluss der re:publica bildet. Und weil die re:publica ja nun dieses Jahr nicht wie gewohnt stattfinden konnte. Und weil das traurig ist.

Gestern Abend, pünktlich zum Abschluss der ersten reinen online-re:publica, gab es dann die Premiere.
Oder, wie ich sagte: Look, Mamaaaa, I’m on the interwebs. Mit zig anderen tollen Menschen. Und ich bin sehr stolz darauf, dabei zu sein. Die Liebste auch.

Heut Nacht schlecht geschlafen – Sie kennen das: Der Tag ist blöd, die Frust-Pizza scheint eine gute Lösung zu sein und wenn man dann mit einem leichten Völlegefühl im Bett liegt und die Augen nicht zu kriegt, erinnert man sich, dass man ja auch keine 45 mehr ist.

Also früh aufgewacht und früh ins Büro hoch gegangen. Eine kleine Website quasi fertig gemacht, dabei viele Dinge copy-pasten müssen, die meine Besonnenheitsgrenze kratzten. Aber das ist ja auch so eine Erkenntnis des Erwachsenseins: Man kann sich nicht immer alles aussuchen, wenn man gelegentlich Geld zum Einkaufen braucht.
Und so lange keine Menschen verletzt werden …
Noch ein Gespräch mit einer wannabe-Kundin geführt. 30 Minuten, in denen ich vielleicht einen Sprechanteil von 2 Minuten hatte. und sie ca 7 Minuten über die Website sprach. Der Rest der Zeit verging mit Name- und Projekt-Dropping. Dummerweise kannte ich die meisten Beteiligten auch und wenn ich das erwähnte, wurde das Thema schneller gewechselt als man „Backstage“ sagen kann.
Ich muss noch überlegen, wie ich damit umgehe.

Irgendwann nachmittags dann das Wochenende eingeläutet, noch ein halbes Stündchen Schlaf nachgeholt und gleich kommt eine Freundin. Dank eines großen Esstisches werden wir sehr regelkonform miteinander essen können.

Zu Schule und Corona gelesen:

Debatte über Schul-Öffnungen Irgendwie, irgendwo, irgendwann
Das Recht auf Bildung wird beliebig, weil die Politik konkrete Lösungen scheut.

Volle Kraft zurück
Vier Tage ist die Schule nun offen. Die Vorbereitungen meiner Schule sind besser gelaufen als es den Umständen nach zu erwarten war. […] Es funktioniert trotzdem nicht.

Zu Corona allgemein gelesen*:

Die Patienten werden sehr schnell sehr still
Eine Pflegerin erzählt, wie sich Corona-Patienten von anderen Kranken unterscheiden und was ihre Versorgung so aufwendig macht.“*

*) und dabei sehr traurig geworden über die Menschen, die all das schlicht verneinen.

Sosnst so Gelesen:

Kiki schreibt über Medienkompetenz und ich bin vor lauter Nicken von der Liebsten gefragt worden, ob ich mir schon wieder das Bohemian Rhapsody-Video anschaue.
Aber man kann sich nicht darüber wundern, dass Menschen wie Naidoo, Schweiger oder Hildmann, die aus der Musik- und der Verlagsbranche kommen und dort ihren Aufstieg hatten, kapiert haben, dass es mit freier Presse nicht sehr weit her ist, sondern alles, alles, alles nur marketinggesteuert ist.

Und noch was ganz anderes gelesen

und dabei gedacht: „Macht Euch die Erde untertan“ war der schlimmste Satz, den jemals jemand irgendwohin schreiben konnte. Aber falls Sie sich fragen, warum wir heute alle Heuschnupfen haben, könnten Sie hier eine Antwort finden:
Every single tree was male
After buying a house with his wife, who suffers from allergies, Tom Ogren wanted to get rid of anything on his property that might trigger an attack. He began examining the neighbourhood when he noticed something unusual

3 Kommentare

  1. Das mit den männlichen Bäumen (letzter Link) verstehe ich nicht ganz. Sind nicht die weitaus meisten Pflanzen, bis auf wenige Ausnahmen, zweigeschlechtlich?

  2. Dieser youtube Film zu Bohemian Rhapsody ist ganz große Klasse geworden. Ich hab ihn mir schon dreimal angesehen und den Link an verschiedenste Leute geschickt.
    Corona ist schrecklich und macht mir Angst und es gibt schreckliche Meinungen zu schwierigen Themen. Aber mindestens einmal täglich stoße ich auch auf etwas Tolles im Internet oder in meiner Stadt oder in der Zeitung und denke mir, es ist unglaublich wie viel Fantasie, Kreativität und Gemeinsamkeit in unserer Gesellschaft durch diese plötzliche Vollbremsung unseres Lebens zu Tage kommen. Wie viele Menchen Neues ausprobieren, neu denken, wagen und einfach mal machen. Und ich wünsche mir sehr, dass wir diese Kreativität und diesen Mut in die „Zeit danach“ retten können und nicht wieder in das alte Hamsterrad zurückkehren.

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