8.3.2019 – keine Menschen

(irgendwas mit 9 Stunden geschlafen)

Undefinierbar krank aufgewacht. Selbstdiagnose: Erschöpfungszustand; das ist ja typisch, diese auf und ab-Wellen aus Erholung und Selbstüberschätzung und daraus resultierend wieder mich-übernehmen und dann wieder Erschöpfung. Mich bei meinem Arbeitgeber Krank gemeldet, das geht ja zum Glück auf dem kurzen Dienstweg recht gut.
Wie sagte Johannes letztens so schön?

Man arbeitet halt und hofft dabei, nicht allzu krank zu werden.

Klassentreffen. Die Zeit genutzt und „Klassentreffen“ in der Mediathek geguckt. Und sehr viel Spaß gehabt.
Nehmen Sie sich ruhig mal eine Filmlänge lang Zeit und gucken Sie’s sich an. „Sternstunde der Improvisation“ nennt die taz den Film und ich kann da nicht großartig widersprechen – und ich ertrage deutsche Filme sonst wirklich gar nicht mehr.
Aber schreibt man ihnen keinen Text, dann können deutsche Schauspielerinnen auf einmal sogar Tarantinoesk.

Wenn Dein Hemd das über Dich sagt, was ich vermute was Dein Hemd über Dich sagen soll und was Du vielleicht hoffst, was dein Hemd mir sagt, dann bitte ich Dich: Sag Du jetzt nichts.

(aus dem Kopf sinngemäß zitiert)

Vielleicht ist meine Abneigung gegen deutsches Kino/TV also keine gegen die Schauspielerinnen, sondern gegen die Autorinnen. Oder vielleicht sogar eins weiter gegen die Redaktionen und die, die es finanzieren – die immer nur bewährtes nehmen wollen. Theorie: So lang sich klamaukige Krimis bewähren, wird halt nichts anderes bezahlt und angenommen. Klingt das logisch?

ProTipp für zukünftige Kundinnen: Ich kann die Frage nach einem Preis für eine Website nicht beantworten, wenn ich nicht wenigstens ein paar Infos habe. Am wichtigsten dabei sind eigentlich die Funktionen, die die Website haben soll – also soll ein Kontaktformular, ein Blog, eine Terminverwaltung, ein Shop, ein Wiki, ein Stichwortverzeichnis, eine Registrierungsfunktion, … integriert sein?
Ich erwähne das vollkommen unbeeindruckt von aktuellen Ereignissen. Ich habe auch niemand eine lange Liste mit solchen und ähnlichen Fragen geschickt und niemand sprach mir auf den AB: „Danke für die E-Mail, ich muss aber erst wissen, was das kostet!“ Nein, nein. Niemand.

Hm? Je länger der Tag dauerte, desto gesunder fühlte ich mich; ob es vielleicht auch nur Angst war?

Menschenleere Fotos finde ich per se ja gut. Ausstellung/Buch/…, was ich plane (andere Geschichte) hat auch den Arbeitstitel „Lonely Landscapes“ – aber leider sind an den meisten Orten auch immer gleich Menschen.
Gestern hat Spectre den Weg auf mein Handy gefunden. Dafür, dass auf dem Platz ca 100 Menschen unterwegs waren, als ich das Bild machte, finde ich das Ergebnis recht ansprechend.
(Ja, die Tonwerte sind komplett verunglückt, aber das hab ich ja außerhalb eines Handybildschirms im Griff)

Apropos „PlugIns“ – ich habe gerade ein kostenloses Autotune-PlugIn entdeckt. Macht Euch auf was gefasst.

Gelesen und gut gefunden:

Niemand hat je gesagt: Wenn du keinen Sport machst, bist du kein richtiger Mann. Niemand hat je gesagt: Wenn du nicht vor der Volljährigkeit schon ein Poesiealbum voller Frauen vorweisen kannst, die du „gebumst“ hast, bist du kein richtiger Mann. […] In der Schule war ich ein Sonderling, gemobbt wurde ich jedoch nie. […] Allein, wenn die „coolen“ Sachen anstanden, war ich nie dabei. Da gab es zweifelsohne einen Zusammenhang: Mannsein und Coolsein waren irgendwie das Gleiche. Und beides führte zum bitter notwendigen – allein dieser Begriff! – „Erfolg bei Frauen“. Ich hatte nichts davon. […] Für den Jugendlichen, der ich war, konnte es keinen anderen Schluss geben: Das Problem war ich.

der Freitag: Sei dein Mann

(Ach, und wenn Ihr mal sehen wollt, wie man Musikvideos wie ein Boss macht: Man mampft Pølser, wenn man gerade nicht singt. Hier entlang.

Du findest Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier kannst Du mir ’ne Mark in die Kaffeekasse werfen!

3 Kommentare

  1. Die Zeit genutzt und „Klassentreffen“ in der Mediathek geguckt. Ein zwei Tränen der Rührung verdrückt. Sehr viel Spaß gehabt. Danke für diesen Tipp, das war richtig gut!

  2. Ich kenne einige Autor*innen und: Du hast mit „eins weiter“ völlig Recht. Die innovativen Sachen scheitern in den Redaktionen und bei der Finanzierung.

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