8.10.2018

Vor zehn Jahren belieferte uns noch ein DHL-Mann, der dachte richtig mit: Unsere Wohnung und das Büro lagen in der selben Straße und wenn samstags Pakete vom Computerhändler kamen, klingelte er an der Haustür und fragte, ob ich mit ihm eben rüber fahren wolle – die Computerteile müssten doch immer ins Büro. Und wochentags brachte er auch die die Privatpost mit ins Büro.
Inzwischen guckt mich der Bote strafend an, wenn ich den Mund auch nur aufmache und deutet dann wütend auf sein Headset; schließlich telefoniert er gerade mit einem Kumpel. Ob das Paket was er mir vor die Füße knallt überhaupt meins ist oder den Nachbarn gehört kann ich ja schließlich selbst auf dem Aufkleber lesen.
Wie ich gerade gelesen habe, haben wir’s damit noch ganz gut.

Denn Frau Schultze nimmt alle Pakete an, die in ihrer Straße im Berliner Stadtteil Friedrichshain nicht zugestellt werden. Damit macht sie sich viele Freunde. Doch der Deal, den sie mit dem Paketboten hat, ist nicht ganz legal.

tagesspiegel.de: Lieferung abzuholen bei Frau Schultze

Ich mag gerne elegante Software. Wobei „elegant“ für mich bedeutet, dass sie ein Problem für mich löst und dabei leicht zu bedienen ist und mir mein tägliches Leben so ein klein wenig besser macht. Dabei ist es egal, ob mein Layout-Programm sich meinem Workflow anpasst oder eine Kleinigkeit beim täglichen Vor-der-Kiste-Sitzen besser wird.
Aus der zweiten Kategorie, vielleicht sogar aus der Kategorie „vorher wusste ich gar nicht dass mich das stört“ möchte ich kurz den Bartender vorstellen.

Man könnte das als Werbung verstehen. Ich denke aber, dass Werbung etwas ist, wofür ich Geld bekäme – was nicht so ist. Ich empfehle gerne mal Dinge, die ich gut finde. Nun ja.

Zurück: Ein Programm für alle, die – wie ich – auf dem Mac reichlich zu viele Icons rechts oben neben der Uhr kleben haben. Weil viele Programm eben so im Hintergrund mitlaufen aber man sie gar nicht ständig im Blick haben muss.

Der Bartender organisiert alle diese Icons in zwei Reihen. Eine ist eingeblendet – darin habe ich die Icons, die ich echt brauche. Es sind nicht viele.
Die zweite Reihe kann ich auf Klick einblenden. Falls ich doch mal was nachschauen muss.

oben: die reduzierten Icons
unten: die versteckten Icons

„Elegant“ wird das Programm für mich dadurch, dass es Icons aus der zweiten, der versteckten Reihe für ein paar Minuten in den sichtbaren Bereich verschiebt, wenn dort eine Statusänderung angezeigt wurde.
Beispiel: Das Dropbox-Icon brauche ich eigentlich nicht, also ist es versteckt. Tut sich aber etwas in meiner Dropbox, weil mir zB jemand etwas dort ablegt, dann wäre es sinnvoll, das zu sehen.
Und exakt dann blendet Bartender das Icon auch ein.

Den Preis finde ich ein klein wenig hoch, aber der Nutzen ist echt nicht zu unterschätzen.
Zum Download hier entlang: macbartender.com

Im Kalender stand heute von acht bis achtzehn Uhr: „Bett kommt“.
Um dreizehn Uhr kam es, um vierzehn Uhr stand es und ich bin ein kleines bisschen glücklich. Jetzt muss nur noch der Haustrockner-Mann kommen und sich den Schimmel ansehen (der ruft einfach nicht zurück, es scheint, als hätten viele Menschen Feuchtigkeit im Haus), dann die Sachen aus dem alten Nähzimmer in mein altes Schlafzimmer und schon habe ich wieder so etwas wie ein Schlafzimmer. Ich kann es kaum erwarten.

Mögen Sie eigentlich auch so gerne schöne Coverversionen von schönen und/oder bekannten Songs? Meine aktuelle Playlist mit Covers ist  fast sechseinhalb Stunden lang und wenn Sie irgendetwas kennen, was da noch fehlt: Erzählen Sie es mir gern. Meine Playlist lässt sich auch abonnieren.

Ach komm, heute sind wir großzügig: Noch ein Musiktipp:

Er ist ein HBlock, er war ein Sohn Mannheims, er war Coach bei The Voice Kids und daneben ist er für mich einer der wenigen deutschen Musiker, die angenehm aus dieser Germanistikstudentenpseudomusik rausstechen, obwohl sie deutsch singen.

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