Mal einen Blick auf die Statistiken dieses kleinen Blogs geworfen und mich gefreut, dass Sie alle in großer Anzahl hier sind, schon lange hier sind, immer wieder kommen und immer wieder Freunde mitbringen.
Danke, dass Sie hier sind, echt jetzt mal.
Gleich drei Pakete lagen im amazon-Locker und ich mag die frühen Morgenstunden im Städtchen – also direkt nach dem Aufwachen zum Locker gefahren.
Auf dem Rückweg kam ich an der alten Schule vorbei und da die Liebste und ich letztens versucht hatten, unsere Erinnerungen daran abzugleichen, welche Klassen- und Fachräume noch einmal wo genau?? gewesen waren*, einmal die Schleife ums Schulgelände gefahren.

Konnte ja niemand ahnen, dass das in einem Mexican Stand Off mit einem Reh endet.
*) Nein, sonst haben wir nichts zu tun.
Das Reh genoss dann übrigens noch eine ganze Weile seine Macht und sprang dann über den Zaun in den Park der Schule, wo – wie ich dann sah – ein paar Kollegen bewundernd zugesehen hatten. Gegen ein Reh verlieren – da komm ich übrigens gut drauf klar.
Aber der Park, der ließ mich dann nicht los. Der Park, den wir als Schüler nicht betreten durften. Der Park, der damals ein Kloster in bester Lage in der Stadt und heute hauptsächlich ungenutzt halt nur noch zwei Schulgebäude umgibt.
Kloster bzw Schule, für die wir immer mal wieder Geld aus unserem mageren Taschengeld oder beim Schullauf gelaufene Runden um den Schulhof sammeln durften.
Die Schule, die – wie alle anderen privaten Schulen – sehr ordentlich vom Staat finanziert wird und die trotzdem seit ein paar Jahren leider, leider, ja, doof, ein freiwilliges Schulgeld nehmen muss.
Die Schule, die gerade in der Stadt um Spenden bettelt, weil sie sich so gerne ein Amphit-Theater in den Park setzen möchte, weil sie das woanders so schön fanden. Evtl könnte man auch eine Nutzung von „externen“ überlegen!
Er ließ mich also nicht los und ich schaute mal, wie groß der Park (rot) eigentlich ist – sagen wir mal im Verhältnis zum großen Park (blau) an der Wilhelmshöhe, also unserem städtischen Prachtbau mit Saal und Bühne.

Ok.
Es ist übrigens nicht der Neid, der mich antreibt, mich so zu ärgern. Es ist zum einen die Ungerechtigkeit und zum anderen die Bigotterie, wie man als angebliche wohltätige Organisation auf einem Millionen-Grundstück sitzen und trotzdem über Geldnot jammern kann. Und wie man dieses Grundstück so selbstverständlich bei den Menschen der Stadt im Hirn verankern kann, dass reflexmäßig empört „nein, DAS geht nicht“ als Antwort kommt, wenn man jemandem, der die Geschichte der armen katholischen Schule in die Stadt trägt, vorschlägt, sie könnten ja ihre Immobilie mal anknabbern.
Der Arbeitssonntag war äußerst mäßig – hinter dem harmlosen Wort „Daten-Umzug“ versteckte sich ein zigfach immer wieder abgebrocher Down- und dann wieder Upload von großen Datenmengen, die immer wieder in Fehlermeldungen endeten, so dass ich irgendwann Ordner für Ordner draggen und droppen musste. Das macht weder Freude noch werde ich dafür bezahlt.

Nachmittags fuhren wir an einen See, der uns empfohlen worden war. Wie immer hatten wir nicht daran gedacht, dass auch andere Menschen dieses Wissen haben könnten und waren überrascht, als es sehr, sehr voll war. Weil wir manchmal sehr, sehr dumm sind.
Auf dem Rückweg besprachen wir ein paar große Dinge und ich bin jetzt froh, dass es nur noch 2 Tage bis zum Wochenende sind.
Vi ses.
Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
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Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.
