7.4.2019 – Algoriddim

Gestern Abend waren wir bei Kruder und Dorfmeister.
Bitte wählen Sie:
Der defizit-orientierte Blick:
Ich musste das nach ca. einer halben Stunde abbrechen.

Der Blick auf meine Fortschritte des vergangenen Jahres:
Ich stand erst mit ca 3.000 Menschen in einer Schlange und dann in einer Halle, da spielte Musik, die war so laut, wie ich es seit ewigen Rockpoint-Zeiten nicht mehr erlebt habe und ich konnte es eine halbe Stunde lang genießen.

Suchen Sie sich was aus – und falls Sie irgendwo wohnen, wo die beiden noch hinkommen, dann gehen Sie hin. Das ist ziemlich … wow.

Wir begannen den Sonntag mit einem Gang um den See. Also: halbein Viertel rum und zurück und danach noch auf der Bank am Ufer in die Sonne blinzeln.
Das war sehr, sehr schön.
Auf dem Rückweg hörten wir die Eisdiele rufen – und wer wären wir, dem Flehen eines Eisbechers nicht zu folgen?
Das war auch sehr, sehr schön.

Zurück zu Hause dann den T1 fertig gebaut, das hat mich jetzt zwei Tage lange sehr froh gemacht. Lego hin, Kinderspielzeug her, Modelbau-Nerd blabla, dieses Ding ist sehr liebevoll und detailliert und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ihn zu bauen.

Beim ScrabbleWordfeud-Spielen mit Sylvia wollte ich gern kurz was chatten – bzw. eben gar nicht so kurz, sondern etwas länger, ich mochte nicht tippen und wozu haben unsere kleinen Telefone denn eine Spracherkennung? Ach ja, ich sprach Englisch.

Und das ist natürlich total lustig. So lustig dass ich es hier teilen muss sogar. Jedenfalls so lange man nicht darüber nachdenkt, dass diese Spracherkennung von einem der vier führenden IT-Unternehmen programmiert ist und trotzdem nur Müll da raus kommt. Da haben sich Menschen hingesetzt und haben Sprache analysiert und haben einen Algorithmus geschrieben und haben diverse Qualitätskontrollen durchlaufen und das Drecksding versteht nicht mal, wenn ich sage: „I really would like to share one thought with you – that I think that spending your time with …

Ich freue mich sehr auf eine Welt, in der Algorithmen von deutlich weniger fähigen Unternehmen die Rechtmäßigkeit meiner Krankschreibung oder meines Therapie-Antrags berechnen.
Oder bei der Polizei ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass ich straffällig werde. Das wird so super. Das ist alles so lustig.
Kinder, vertraut keinen Computern.

Abends sind wir dann nochmal kurz übern Berg ins Nachbarstädtchen gefahren, weil es dort wirklich gute Burger gibt, da in dem Café am Marktplatz. Dummes timing, denn auf dem Marktplatz war Mittelalterstadtfest und da wiederum waren geschätzt eine Million Menschen und das Café hatte deswegen eine eingeschränkte Karte und raten Sie mal, ob die vegetarischen Burger der Streichung zum Opfer gefallen waren.

Nun denn. Das war trotzdem ein sehr schönes und vor allem sehr erholsames Wochenende.

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