7.2.2024 – viele kleine Stiche

Erstmal Schreibtisch. Ach wie schön: Eine Anfrage einer Schule, weil ihnen die letzte Schul-Website die ich gemacht habe so gut gefällt. So etwas mag ich sehr. Jetzt muss ich nur noch sehen, wie ich das mit dem gestern gefassten Entschluss zusammen passt, nichts neues anzunehmen, bevor nicht diese ganzen Stapel verschwunden sind.

Versucht, in allgemein verständlichen Worten einer Kundin zu erklären, warum die Meldung über eine veraltete PHP-Version für sie Relevanz hat. Ich lande dann immer bei so etwas wie
– PHP = Windows
– WordPress = Word
und fühle mich dann eigentlich ob der groben Falschheit des Vergleichs etwas schmutzig.

Den ersten Kunden seit 20 Jahren erlebt, dem ich die Eigenheiten des DNS nicht erklären musste. Für Laiinnen: Dieses Domain Name Server – System ist quasi eine Art dezentrales, laufend auf viele Server kopiertes Telefonbuch für das Internet. Dort wird einer schönen, von Menschen lesbaren Adresse wie hmbl.blog eine IP-Adresse gemacht – also so etwas wie 123.456.789.123.
Diese vielen Server gleichen sich alle ständig miteinander ab, so dass es reicht, an einer Stelle eine Änderung – zB bei einem Domainumzug von einem zum anderen Anbieter – ins System hineinzuwerfen und nach Zeitraum X wissen dann alle Server Bescheid.
X ist heutzutage ein relativ kurzer Zeitraum von meist nur ein paar Minuten, konnte aber früher durchaus mal eine Woche lang sein – und das war dann eine Woche, in der zB Telekom-Kundinnen die Website beim alten Hoster sahen und Vodafone-Kundinnen beim neuen. Ach ja: Mails gingen auch jeweils an den alten oder den neuen Server.
Bei aller mikrosekundengenauen Präzision in der Computerwelt sonst war das Kundinnen nicht immer leicht zu erklären.

Quasi mitten in der Arbei den Editor gewechselt. Programmierinnen wissen, was das bedeutet. Allen anderen sei gesagt: Es ist, als ob eine Taxifahrerin mitten auf der Strecke vom linksgelenkten Mercedes S-Klasse mit Automatik auf einen rechtsgelenkten Tesla umsteigt. Mit Fahgästin im Auto auf der Autobahn. Beide prima, beide sehr anderes.
Jetzt Nova statt Visual Studio Code. Mal sehen, ob der Umstieg von Dauer ist.

Post bekommen und mich so sehr gefreut.

Weiter Spaß mit Instagram. Seit bestimmt einer Woche spielen wir jetzt das Spiel „IG hat Ihnen einen Passcode auf Ihr Telefon/Ihre E-Mail-Adresse geschickt“. Leider ist das immer gelogen.
Und so bekomme ich kein Passwort und ohne Passwort kann ich weder eine facebook-Page noch meine appleMusic-Seite claimen. Aber es ist alles ganz einfach, vor allem durch die Kopplung von Diensten ergeben sich ja ungeahnte Synergien.

Auf den Ohren: Nesrine: „live with Metropole Orkest“ Unfassbar gut.

Zwischendurch auf dem Weg zum Altpapiercontainer im Radio die Meldung gehört, dass die Bundesnetzagentur Zahlen veröffentlicht hat: Im Jahr 2022 haben sich 40.000 Menschen über verloren gegangene Päckchen und Pakete so geärgert, dass sie sich beschwert haben. Punkt, Schluss, nächste Meldung.
In meinem Kopf entstanden so spontan und deutlich ein paar Fragen, dass sie vermutlich wie kleine Textbausteine im Auto herumflogen: Warum über ein Jahr später? Wie viele waren es im Jahr davor? Weiß man etwas über eine Dunkelziffer, wie viele sich nicht beschweren, deren Pakete aber trotzdem verschwunden sind? Sind diese 40.000 verschwundenen 1% aller verschickten Pakete? Vielleicht 10%? Oder 90%? Insgesamt also: Was soll bitte diese Meldung ohne jeden Kontext? Und vor allem – am aller, aller wichtigsten: Sitzt da jetzt irgendwo eine Nachrichtenredaktion und findet, sie hätte guten Journalismus – oder überhaupt auch nur ihren Job gemacht?

Zum Ende des Arbeitstages eineinhalb Stunden Arbeit mit einem Klick ins jenseits befördert. Ich werkelte war gezwungen in einem Online-Editor zu arbeiten – ohne History und mit einem gewissen Eigenleben ausgestattet, so dass mir nichts übrig blieb, als alles wieder auf Default zurück zu setzen.
Einatmen. Ausatmen.
Vi ses.

Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen,
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

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