7.11.2018 – mal eben

Ich kenne die Software, mit der ich arbeite. Also mein Grafikprogramm, meinen Code-Editor und so weiter. Was ich nicht kenne, ist die Software, auf die ich stoße wenn ich Websites erstelle. Also z.B. die Server, auf denen ein Kunde seine letzte Website hatte – und wo auch die neue hin soll, weil es schwer ist, zu erklären, warum sie oder er wechseln sollte.

Was das mit Tagebuchbloggen zu tun hat? Das ist einfach: Heute morgen so gegen viertel nach sieben war ich am Schreibtisch. Gestern Abend hatte ich für beide Websites, die ich Euch schon angekündigt hatte das „Go!“ bekommen.

Ziehe ich eine Website von meinem Server zu einem mir bekannten anderen Webhoster um, dauert so ein Umzug in der Regel zwischen zwanzig und vierzig Minuten. Also mach ich das doch mal eben, dachte ich mir.

Während ich diese Zeilen tippe ist es 15:50 Uhr, eine der beiden Sites ist online und um die andere ans Laufen zu bekommen hänge ich seit diversen Stunden in einem amerikanischen Support-Chat. Um die Relationen klar zu kriegen: Die erste Site war auch schon um viertel nach neun online – das hat nur so „lange“ gedauert, weil der Support bei dem Hoster erst um neun erreichbar war. Dann zwei Klicks und dem Upload zugucken.
Den Rest der Zeit hat Site Nummer zwei in Anspruch genommen. Sieben Stunden.

Und deswegen, liebe Kunden steht in meinem Angebot, dass ich mir vorbehalte den Aufwand, den ein Umzug zu einem mir unbekannten Webhoster verursacht nach Aufwand abzurechnen.

Kommen wir aber zu den schönen Dingen: Der Polo ist endlich online (also seit heute so gegen halb zehn). Polo ist ein Cartoonist, Zeichner, Maler,  … – Künstler eben und vermutlich sind Sie auch schon mal auf eine seiner Zeichnungen gestoßen – mir kam einiges bekannt vor. Und: Ich hatte echt viel Spaß beim Arbeiten – so hinterher, als die Inhalte kamen.
Also, guckense ruhig mal beim Polo vorbei; das Konzept und das Design hat der Peter Neuhaus gemacht und ich hab das CMS angepasst und die Umsetzung gemacht. www.polo-cartoon.de

Naja, und damit war der Tag dann auch irgendwie schon rum.

Falls Sie jetzt überhaupt keinen Schimmer haben, wovon ich spreche: Ich bin Webdesigner und -entwickler und falls Sie mal so jemanden brauchen, weil Ihr Blog schöner werden soll oder Ihre Firma eine neue Website braucht oder auch Ihre Band oder Ihr Hamsterzuchtverein – dann kommen Sie doch gern vorbei.

Peter und ich sprachen übrigens im Nachklang noch über unsere Erfahrungen mit dem amerikanischen Support – und schnell dann darüber dass uns bei aller Globalisierung, bei aller Internationalität in Job und Entertainment vermutlich immer noch eine Menge Zwischentöne fehlen. Spreche ich mit einem deutschen Support schaffe ich es meist innerhalb der ersten zwei Sätze klarzumachen, auf welchem technischen Niveau wir sprechen können – also dass zum Beispiel niemand sagen muss: „Öffnen Sie mal Ihren Browser, das ist das Ding mit dem »e«“ Das klappte heute nicht. Ob es an den prozessual festgelegte Strukturen des Gegenübers lag oder daran, dass ich den Zwischenton nicht traf – wer weiß?
Und auch bei Fernsehserien – wer weiß was wir alles dann doch verpassen? Würde der Amerikaner begreifen, wenn jemand sagt: „Der kommt aus Ostfriesland“ – begreifen wir im Gegensatz die Konnotation, wenn jemand erzählt, sie sei in Nebraska aufgewachsen?
Wir werden es nie erfahren.

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