6.9.2023 – Snippets

Ach guck, gestern der erste #wmdedgt ohne mich seit gefühlt einer Dekade. Zu müde, zu wenig sortierbares und erzählenswertes gestern. Muss mich erst in all das reingrooven.

Ach guck. Physios sind also jetzt hier im Umkreis auch so ausgebucht, dass ich keine Chance habe, in angemessener Zeit einen Termin für die mir verschriebenen Einheiten zu bekommen. Denken Sie sich hier bitte ein Bild der bei der WM jubelnden Angela Merkel mit angezogenen Ärmchen hin.

Keine weiteren Verschlechterungen an der Beweglichkeits-Front und ich feiere das sehr. Und in guten Momenten, frisch nach selbst aus dem Web zusammen gesuchten Übungen denke ich sogar, schon kleine Verbesserungen zu spüren.
Voller Übermut in den Testmodus gegangen und ein Kaltgetränk mit Trinkhalm gekauft. Nein, das ist keine Lösung.
Aber eine schöne Situation mit dem Burger-King-Mann gehabt:

  • Habt Ihr Eistee?
  • Jup. Zitrone.
  • Dann einen großen Eistee.
  • Mit alles?
  • Jup.
  • Zweites Fenster bidde!
    – – –
    Hat der „mit alles?“ gefragt??
    Habe ich „Ja“ gesagt???
    – – –
  • Hej! Hast Du mich gerade „Mit alles?“ gefragt?
  • Nein. Ich habe „Mit Eis?“ gefragt, das andere is doch Döner, weissu?
  • Ja, das macht mehr Sinn. Aber Eis ist prima.
  • Ey, Bro, jetzt haben wir Insider!

Ich bin über 50 und er hat mich „Bro“ genannt. Was kann jetzt noch schiefgehen?

Die Arbeit, die wirklich getan werden musste – es gab da Kleinigkeiten – ist getan, seit 10:05 Uhr lebe ich jetzt die AU. Naja, und alle paar Stunden schiebe ich Dateien und Mails und Domains von einem Sever auf den anderen – aber das besteht ja eh hauptsächlich aus Warten.

Im Status-Fenster des Mails-von-A-nach-B-Programms sehe ich die Betreffzeilen aus vielen Jahren E-Mail vorbeihuschen. Viel zu viel der Dinge, die ich meine, aufheben zu müssen (ja, ich hab alle Twitter-Statusmeldungen aus 2007 noch), viel zu viel formeller Scheiß im Ordner „Home-Office“.
Beginnende Freundschaften, auch mal endende Freundschaften, die letzte DM eines Menschen, den ich als Freund betrachtete und die mich immer noch sprachlos hinterlässt; Menschen bei denen ich „ach ja?“ denke, Menschen bei denen ich glücklich bin, dass aus einem ersten förmlichen Anschreiben und seltenen Mails ein steter Strom mit dem üblichen Betreff-Chaos wurde.
Sehr viel Leben.

Aber: Einen der Angstgegner auf dieser Baustelle heute erledigt. Das Umzugschaos lichtet sich und das ist bestimmt gut gegen Stress und weniger Stress ist bestimmt auch für was gut.
Ratschlag: Ziehen Sie nie Domains außerhalb des .de-Kosmos um, wenn Sie nicht nervöse Stunden erleben wollen.

Ich hab das alles nicht gewollt.

In meinen Timelines bei Mastodon und Bluesky freuen sich die Menschen, dass es auf A so supi ist, während es auf B ja nicht so nett ist (oder andersherum) – aber egal wo: Man ist sich einig, dass das beste daran ist, von Plattform X weg zu sein, weil es da ja so toxisch war. Und ich vermisse in den Unterhaltungen das Thema, wie man denn dafür sorgen kann, dass weder A noch B den gleichen Weg wie X gehen? Das Verhalten der Menschen wird selten thematisiert und es ist doch nicht die Plattform, die toxisch ist?*
Und die Empörung, dass es auf A Menschen gibt, die versuchen, etwas besser zu machen steht an Empörung den Empörungswellen auf X nicht nach. Die Häme und Brutalität, mit der eine frühere Konsens-Internet-Gallionsfigur weggehasst wird, auch nicht.

Falls Sie übrigens einen Bluesky-Invite haben möchten: Sagen Sie Bescheid. First come, first served.

*) Ja, natürlich ist mir klar, dass es technische Mechanismen gibt, die schlechtes Verhalten leichter oder schwerer machen, aber das ist doch nicht alles?

Kleinstadt ist auch, wenn Dich Deine Stamm-Physio drei Stunden später nochmal anruft und sagt „Wir können Dich doch nicht alleine lassen!“ Es ist nicht alles schlecht.

Sie haben Fragen? Sie wünschen sich ein Thema, über das ich mal bloggen soll?
Schreiben Sie’s auf!

5 Kommentare

  1. Ich mag deine Gedanken über die drei sozialen Netzwerke (schon den Post zu Twitter vor paar Monaten). Seit ich weg bin von Twitter, blogge ich wieder mehr und lese andere Blogs wieder über RSS. Das gefällt mir ganz gut. Mit Mastodon und seit gestern Bluesky bin ich noch nicht so recht warm geworden und mir fehlen die ganzen Aufregereien und Frontenbildungen auch gar nicht. Deshalb hab ich wahrscheinlich auch nicht mitbekommen wie es gegen die Internet-Gallionsfigur geht. Ich muss dazu demnächst auch mal bloggen.

    1. Ich galube, es kommt halt auch sehr darauf an, was man sucht. Blogs sind eine andere Nische, eine, die mir sehr gut gefällt – aber sie sind eben langsamer. Ich glaube, genau das gefällt mir :)

  2. ich lass mal diesen Link da zum Thema CMD, zumindest die Massagetechniken find ich echt hilfreich und benutze sie öfter. Gute Besserung!

    https://youtu.be/Ppk7KmhGm-E?si=eQOBsdpCSjNft0QT

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