6.9.2020 – lazy sunday

Nein, natürlich haben wir Schlag den Star nur geguckt und nicht zu Ende geguckt.

Als ich nach dem langen Schlaf runter kam, lugte die Sonne gerade um die Ecke und wir beschlossen, sofort und auf der Stelle zum See zu fahren – voll der Hoffnung, dass wir die ersten wären.
Hat auch ziemlich geklappt.
Wir sind übrigens definitiv in dem Alter angekommen, wo man verzückt stehenbleibt, weil 2m nebem dem Weg eine Schwanenfamilie – mit grau-plusterigen Teenie-Schwan! – gerade langsam aufwacht. Da wird ein Flügel gestreckt und geputzt, danach nochmal der Kopf unter den anderen Flügel gesteckt, träge ein vorbeikommender Hund angefaucht, das linke Bein gestreckt, die frech vorbei kommende Ente bekommt auch ein Fauchen und ich fürchte, wir haben da unangemessen lange gestanden.
Je mehr ich Menschen komisch finde, desto superer kann ich mit Tieren.

Auf dem Rückweg Brötchen geholt. Klingt so einfach, aber: Liebes 20-jähriges ich, wenn Du groß bist, bekommt man problemlos sogar im Kaff auch sonntags in diversen Bäckereien Brötchen und Croissants und alles. Wäre super, wenn nicht alle Bäckereien von irgendwelchen Ketten aufgekauft worden wären und alle erstens gleich und zweitens wie vorgestern gebacken schmecken würden.

Auch am See, nahezu gleiches Thema: Da wurde, ich vermute Coronabedingt, sehr lange ein ziemlicher Klotz direkt ans Ufer gebaut. Sieht aber echt schick aus, ich kann nicht klagen – wenn man es mir anbieten würde, würde ich wie im Donald Duck-Comic den ganzen Klotz an den Hubschrauber hängen, ein Land weiter nach Norden fliegen und gern drin wohnen.
Seit wenigen Wochen ist das Café darin eröffnet und wir hatten es uns schön vorgestellt, da mal auf der Terasse zu sitzen, wenn wir bei unseren See-Umrundungen mal vorbei kämen.
Und dann haben Sie das Schild der Bäckerei aus Langenholthausen davor aufgestellt und …
Ich muss mich kurz unterbrechen: Langenholthausen ist ein Vorort von Balve und Balve ist das Kaff, das die taz vor ein paar Jahren als Beispiel für richtig schlimmste Provinz mal portaitiert hat. Stellen Sie sich also ein eingemeindetes Dorf des schlimmsten Kaffs das die taz finden konnte vor, ein Dorf mit weit unter tausend Einwohnern zu dem die Wikipedia nichts weiter zu berichten weiß, als dass „die Pflege des Brauchtums für die Schützenbruderschaft St. Johannes 1831 e.V. eine wichtige Aufgabe [ist]. Das Schützenfest ist das erste im Balver Land.“ Stellen Sie sich dann vor, dort gibt es also eine Bäckerei und die traut sich jetzt mal was.
Exkurs Ende.
Nun, diese Bäckerei hat also jetzt da ein Café aufgemacht und dann sahen wir, was auf den Tischen stand und dann gibts für unseren Geschmack halt kein Café am See.

Auf jeden Fall war das ja auch schon alles sehr anstrengend gewesen und es erschien vollkommen folgerichtig, nach dem Frühstück noch ein bisschen vom Schlafdefizit der letzten Woche aufzuarbeiten.

Danach sind wir noch ins Nachbarstädtchen gefahren, haben uns einen Kaffee-to-drive geholt und uns mit Blick aufs Feld darüber gefreut, wie gut wirs miteinander haben.

gerade vorm Fenster

Mal sehen, was der Abend bringt. Da ist tatsächlich ein Film im linearen Fernsehen, den ich zwar im Kino sah, aber den ich gern noch mal sähe. Und wir haben gestern kurz in die Interview-Reihe mit Frank Elstner auf Netflix geschaut und ich fand seine Interview-Technik zwar etwas altmodisch distanziert, aber hatte sowohl an dem Gespräch mit Lena als auch an dem mit Charlotte Roche sehr viel Vergnügen. Beides sehr kluge Frauen, wie ich finde, denen ich sehr gerne zuhöre.
Und das Avengers-Projekt ist ja auch noch da. Ganz großartig, das alles, ganz großartig.

Cliffhanger: Mitte nächster Woche mach ich mal was ganz neues und ich bin schon etwas aufgeregt und ich verspreche Ihnen: Sie hören dann davon.

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