Wirre Menschen hatten wirre E-Mails geschrieben, in denen wirre „mach aus dieser Seite jene, verschieb diesen Block nach da und dafür den nach da und da müssen wir nochmal gucken, aber mach schon mal fertig und ganz wichtig, dass die Möppel noch Platz finden, aber wir wissen nicht wie und auch nicht, wann die Möppel fertig produziert sind, nein wir haben keine Fotos, aber mach sie schon mal rein“-Anweisungen standen und weil ich versprochen hatte, dass sie Anfang der Woche etwas zum Gucken haben, fing das Wochenende am Schreibtisch an.
Solche Mails sind nicht der Lieblingsteil meiner Arbeit und ein Grund dafür, dass ich vor der Übernahme der Inhalte immer erst eine Struktur festlege – so streng und fest es eben geht. Dieser Job läuft über eine Agentur, die hat diesen Punkt verpasst und bis jetzt sehr agil mit den Kundinnen gearbeitet und ich bin ein bisschen gespannt, ob sie im letzten Meeting verstanden haben, dass die Autorenkorrekturen, für die sie mir unterschrieben haben, dass die nach Stundenaufwand extra kosten die gleichen Autorenkorrekturen sind, die sie uns jetzt geschickt und als „jaja, das sind natürlich Autorenkorrekturen“ abgenickt hatten. Trotzdem ich ja nicht mehr so unken will, habe ich ein mittelschlechtes Bauchgefühl.
Ohne weiter in Details zu gehen muss sind solche Jobs auch der Grund, warum ich noch einmal darüber nachdenken muss, für welche Menschen ich nicht arbeiten möchte und wie ich das formulieren kann.
Vollkommen ohne Zusammenhang: Meinen Sie, dass Eso-Schwurbler sich selbst als Eso-Schwurbler verstehen und von dem Satz „ich arbeite nicht für Eso-Schwurbler“ angesprochen fühlen?
Ja, ich weiß die Antwort.
Ab mittags sollte dann Wochenende sein, eventuell habe ich die beiden Teile des Tages durch ein Schläfchen sauber getrennt.
Wochenends machen wir Ausflüge, Sie kennen das. Vor ein paar Wochen hatte Frau Herzbruch ein paar echt interessante Fotos auf Insta gehabt; auf Nachfrage erklärte sie, das sei das Museum Insel Hombroich. Da wollte ich auch hin.
Wetterapp gecheckt, zum Glück vormittags früh genug das Batmobil an den Strom gehängt, sorgsam überlegt, welches Objektiv ich wohl auf der Kamera haben wollte und losgefahren. Alles soweit bestens.
Naja bis auf den Regen, der an der Neusser Stadtgrenze begann.

Wir sind dann – nach langen Jahren mal wieder – an einen Flughafen gefahren. Einmal durchbummeln, einen Kaffee trinken, früher haben wir das öfter gemacht. Ich weiß nicht, ob es an meiner Einstellungen zu Flugreisen, daran, dass wirklich weniger geflogen wird oder einfach daran lag, dass es ein später Samstagnachmittag war, aber: das wirkte alles etwas trostlos. Und dass geschätzt etwa ein Drittel der Ladenflächen leer stehen – also nicht dass ich das aus unserer Fußgängerzone nicht so kenne, aber das kann nicht am Wochentag liegen.
Seltsam.
Ebenfalls seltsam: Hätte ich eine Dashcam im Auto, ich hätte heute eine Folge DashcamDrivers Germany alleine füllen können. Mit einem Linienbus der auf der dritten Spur ganz links einen Tesla gerammt hatte und einem dieser Typen, die so spät darüber nachdenken, ob sie abfahren wollen oder nicht, dass sie dann auf der Sperrfläche vor der Leitplanke stehen und sich aus dem Stand wieder in den fahrenden Verkehr einfädeln müssen.
Abends dann das für gestern ja schon einmal geplante Hummus-Sesam-Dings-Essen und eine Doku über dieses bevorstehende Sport-Ereignis. fein, das
Schön, dass Sie hier sind.
Zeugs
Glückwunsch an last.fm! Einer der ältesten Dienste im Web ist nach 19 Jahren wieder unabhängig.
Ich bin fast genau so lange da.
Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
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Mit großer Spontanfreude das *Agile* dieser Agentur wiedererkannt (es ist das MINDSET, weisstu unsere WERTE) und die Leute, die sich selbst und ihr Angebot als *nicht Esoterisch* einordnen. Ü-ber-haupt nicht, alles klar, aber irgendwie ist das die Zusammenarbeit, bei der man drauflegt, ob mit Geld oder mit Anderem.
:))))
ich fühle mich sehr verstanden