6.6.2019 – spitze Spitzen

Gestern Abend bemerkten wir beide, dass wir beide exakt bis zum Ende der Feier gedacht hatten. Große Familienfeiern sind ja in den meisten Familien etwas anstrengend und als wir wieder zu Hause waren fiel uns auf, dass das Leben aller anderen ja frevelhafterweise ungeachtet unserer Termine einfach weiter gegangen war.

So also heute Morgen wieder ins Büro. Feste Nahrung klappt inzwischen wieder recht gut aber mir steckt da echt noch was in den Knochen – so ein Körper kann schon extrem schnell und extrem gründlich auf Notbetrieb umschalten und fährt dann erst langsam wieder hoch. Also: Heute den Arbeits-Pausen-Rhythmus zugunsten der Pausen ein bisschen anpassen.

Erinnern Sie sich an den Kunden, der mich die Nerven des ersten Quartals 2019 kostete? Er spielt jetzt zum Abschluss das „Rechnung? Nicht bekommen? Schickense doch nochmal. Oh, ich war ja nicht im Büro. Wann und wohin hatten Sie die Rechnung geschickt“-Spiel.
Was ein Spaß*. Not.

*) ja, ich weiß natürlich, was man dann tut. Es ist trotzdem kein Spaß.

Sonst ging der Tag recht ereignislos vorbei. Viel Code-Gebastel; ich bin gerade bei zwei Projekten an dem Punkt, die Design-Vorschläge in HTML-Templates umzuwandeln. Vermutlich ist es das, was die meisten Menschen denken, dass ich es nur mache: HTML schreiben.

Angenehmerweise tue ich das aber eben nicht nur; eine Anfrage erreichte mich in den letzten Tagen – eine aus dem, was wir früher Blogosphäre nannten – und da soll ich auch Ideen haben. Das freut mich immer sehr. (Also beides: Anfragen von Ihnen, die Sie hier mitlesen und auch, wenn ich dabei denken darf. Zwinker-Smiley)

Nutz ich also die Zeit und erzähl mal einen ersten kurzen Erfahrungsbericht über die Shakti Mat, die inzwischen hier ankam. In Kurzform: Das ist eine Matte mit jeder Menge Spitzen auf die man sich legen oder stellen kann. In Langform gibts da ’ne Website.
In der freundlichen Anleitung wird empfohlen, man solle sich die ersten Male noch mit T-Shirt oder Badetuch zwischen sich und der Matte hinlegen und ich kann das bestätigen. Ergänzend: Nehmen Sie nicht Ihr bestes T-Shirt, die Spitzen heißen Spitzen weil sie spitz sind.
Und dann: Erst au, dann wow. Ich hab jetzt dreimal jeweils eine Viertelstunde drauf gelegen und nach einem kurzen anfänglichen Schmerz ändert sich das Gefühl über „Ok“ zu „Och jo“ und dann zu einem wohligen „Hmmmm“. Der Rücken wird warm und lässt dabei komplett los – und für einen Schreibtischarbeiter wie mich ist das ziemlich perfekt.
Die Liebste hab ich nach einem langen, stressigen Arbeitstag auch einmal draufgepackt und sie saß danach ziemlich befreit grinsend* neben mir und musste gar nicht mehr so viel von des Tages Mühen erzählen; war alles nicht mehr so wichtig. Außerdem soll ich von ihr sagen: gar kein Au, aber ebenfalls sehr wow und bester Schlaf danach.

*) Ein bisschen wie auf CatNip; wenn Sie eine Katze haben, verstehen Sie was ich meine.

Über tiefere lebensverändernde Ergebnisse (Stressabbau, Depressionen weg, Weltfrieden, …) kann ich noch nicht berichten aber ehrlich gesagt ist das bisherige für mich schon super genug.

Draufgestellt (Fußreflexzonenmassage, Baby!) hab ich mich auch einmal. Für ca. eine zehntel Sekunde, die haben ja wohl den Schuss nicht gehört. Au!
Wenn man sich zB ein Cajon (oder was bei Ihnen so in der Wohnung rumsteht) davor stellt, sich draufsetzt und dann die Füße drauf stellt geht’s und ist ziemlich belebend.

2 Kommentare

  1. Sie sagen ja, die Spitzen bestünden aus dem gleichen, harten Kunststoff wie Legosteine. Deswegen hab ich eine ganz andere Hypothese, wie der Erfinder auf seine Idee kam… (Habe der Möwe aufgrund deines Postings kurzerhand eine Matte zum Geburtstag geschenkt. Nach dem ersten eigenen Ausprobieren noch nicht sicher, was das mit meinem Körpergefühl anstellt. Aber spannend.)

  2. Jaja, die Idee zur Matte entstand vermutlich nachts in einem Kinderzimmer 🙂
    Ich bin weiterhin recht angetan und finde das sehr entspannend. Bin aber immer noch in der T-Shirt-Phase.

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