Work: Gestern Abend war das deutsche Internet (bzw Teile davon) kurz nicht da und so etwas bedeutet für Menschen wie mich dann oft: Am nächsten Tag noch einmal hinterher feudeln. Ein Newsletter-Server fühlte sich nicht mehr richtig angebunden und meine Fritzbox hatte den Kontakt zu den Vodafone-Servern verloren, die meine Festnetznummer bereit stellen. Muss man erstmal drauf kommen.
Nachmittags ein Zoom, der vermutlich mein Angebot ein bisschen um eine Dienstleistung vergrößert, die nicht mit geschobenen Pixeln oder gecodeten Zeilen zu tun hat. Und ich finde das sehr freudig spannend.
Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.
Dazwischen das, was in meinen Angeboten als „Übernahme Ihrer Inhalte und Aufbau der Seiten“ aufgeführt wird.
Life: In der Inbox liegt frisch eine Mail, die da lautet (ich paraphrasiere): „Mach doch“ und die bezieht sich auf etwas, was ich vor einigen Wochen als „mutigste Mail meines Lebens“ bezeichnet hatte – und in diesen knappen Worten steckt damit das OK der einen Person, die ihr OK geben musste.
Abends dröges veganes Essen.


Balance: An sich alles ziemlich ok – ich hätte sogar in meinem Übermut nach ein paar gerade laufenden Tagen das Wort „stabil“ benutzt, würde ich nicht feststellen müssen, dass literally jedes graue Wölkchen am Himmel schon die Stimmung trüben kann. Thin ice also, aber auf einem sehr guten Level. Der schwarze Hund liegt nicht mehr auf den Schultern, aber er sitzt neben mir und ist bereit, jede noch so kleine Chance zu nutzen, um es sich da wieder bequem zu machen. Falls Sie es nicht heraus lesen konnten: Das ist ein riesiger Fortschritt, das ist super.
#Service-Blog: Wenn Sie auch via IP und Fritzbox noch Festnetznummern laufen haben, schauen Sie doch mal kurz in Ihre Fritzbox rein. Ein Neustart und ein bisschen Warten haben bei mir schon alles gelöst.
Vor Jahren geschah in einer nicht näher genannten Gruppe etwas, was mich für mein ganzes Leben etwas wichtiges gelehrt hat:
Vorweg: Diese (ehrenamtliche) Gruppe traf sich immer Montagabends, weil ab Dienstag weitere Meetings mit anderen Gruppen stattfanden, die im Umkreis zum gleichen Thema arbeiteten. Trotz des gleichen Themas gab es da durchaus unterschiedliche Herangehensweisen; man könnte es auch eine gewisse Konkurrenz-Situation nennen.
Daher wollten diese Meetings mit den anderen also jede Woche gut vorbereitet sein; konkret: dienstags das große Treffen mit allen Gruppen und dann die Woche über noch Fach-Arbeitskreise mit weniger ausgewählten fachlich zuständigen Beteiligten.
Fast immer gab es vor allem vor dem großen Dienstags-Meeting noch etwas zu recherchieren, zu tippen, drucken und kopieren, zu formulieren, ein Gespräch zu führen, Seilschaften vorzubereiten und was man sonst so vor Meetings so tut.
In der Gruppe waren zwei Personen, nennen wir sie A und B, die beide sprachen: „Sorry, Dienstags hab ich vor dem Meeting ganz schlecht Zeit, könntet Ihr anderen das bitte tun?!“
Vor allem B hatte es durchaus gut drauf, dabei ein bisschen vorwurfsvoll die anderen und auch gern A in die Verantwortung zu nehmen, so dass A ca alle zwei Wochen gezwungen war zu sagen: „Du, ich hab immer noch dienstags schlecht Zeit – so auch Morgen“
Schon nach ca zwei oder drei Jahren eskalierte so ein Gespräch dann komplett und irgendjemand der anderen fragte endlich: „Jetzt mal Klartext: was hindert Euch eigentlich dienstags immer?“
A sprach: „Einfach: Dienstag ist auch der Meeting-Tag in meinem Brotjob. Die Meetings dort gehen offiziell bis vier, manchmal länger, wie das eben so ist. Dann hab ich 45 Minuten Fahrt von der Arbeit, deswegen bin ich frühestens eine Viertelstunde vor dem großen Gruppentreffen überhaupt in der Stadt Dann noch parken, pullern, Platz suchen.“
Und sie ergänzte: „ich hab das auch schon diverse Mal erwähnt“ – die anderen erinnerte sich und nickten – „aber sag mal, B, was ist bei Dir dienstags denn immer so? Du hast das noch nie erzählt“
Und B sprach: „Muss ich ja auch nicht, aber gut: Dienstags ist ja immer Markt im Städtchen. Da gehe ich so gerne morgens von Stand zu Stand und plaudere mit den Marktfrauen. Danach treffen sich ganz viele nette Menschen noch im Café und da sitze ich auch so gern dabei. Dann laufe ich wieder den Berg hoch, verräume meine Einkäufe und koche aus den ganz frischen Sachen schnell das Essen für Abends, der Gatte ist ja nicht so firm in der Küche. Und dann muss ich auch schon los, ich bin gern ein Stündchen vor dem Meeting schon da, sitze schon mal im Raum und lese nochmal die Unterlagen quer“
Und ergänzte: „Und das will ich auch nicht aufgeben.“
Ich hingegen lernte auf die sehr, sehr harte Tour*, WIE SEHR Menschen nicht einmal im Ansatz das gleiche meinen müssen, nur weil sie die gleichen Worte sagen.
*) Obwohl ich weder A noch B, sondern nur im Raum war. Und vielleicht hat auch die Erinnerung die ein oder andere Situation etwas überhöht.
Ich komme gerade drauf, weil ich letztens noch für eine neue Kundin aufräumte, was meine Vorgängerin mit den Worten „Klar kann ich WordPress“ auf dem Server hinterlassen hat – und da hab ich diese längst verjährte, aber – wie ich finde – anekdotisch halbwegs unterhaltsame Geschichte plötzlich wieder im Kopf gehabt.
Schön, dass Sie hier sind!
Danke fürs Teilhaben und Dabei-sein. Wenn Sie wollen:
Hier können Sie mir ’ne Mark in die virtuelle Kaffeekasse werfen,
Oder – wenn Ihnen Geld zu unpersönlich ist – hier ist meine Wishlist. Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke für wenige oder auch sehr viele Euro.

Congratulations on taming the dog!
Herzlichen Dank für die Dienstags-Geschichten von A und B. Da kann man ja echt noch was lernen für die Zukunft – und amüsant waren sie auch! :-)