6.10.2020 – proud like a god

Gestern Abend doch noch mal sehr an diesem Internet gefreut. Und das kam so: Kiki hatte eine Folge „What makes this song great?“ verlinkt und sich gewünscht, ihr Musikunterricht wäre so verlaufen. Ja, das wünschte ich mir auch.
Vorsicht übrigens, bevor Sie diesen Link klicken – irgendjemand bezeichnete den Kanal von Rick Beato gestern Abend als eines der schwarzen Löcher des Internets. Man surft kurz vorbei und taucht nie wieder – oder Stunden später erst – wieder auf.
Die Folge („Jump“ von Van Halen) hatte ich nun schon gesehen und so klickte ich mich weiter und landete bei einem Interview mit Joe Satriani und das war so, so, so großartig.
Ich twitterte meine Begeisterung raus und merkte einen Moment später: Es kennt doch wieder niemand einen Gitarristen, der in den 80ern mit der Shredder-Welle bekannt wurde und seitdem obskure Instrumental-Alben zwischen Heavy und Irgendwas herausbringt. Aber Pustekuchen. Menschen erfreuten sich an dem Link und an der Musik und das war schön.
Eigentlich bin ich recht leicht zu erfreuen.

Heute Schreibtisch; noch bei der Frühstücksrunde am Handy hatte ich nämlich eine Anfrage eines lokalen Unternehms bekommen und die freute mich a) sowieso und b) in der aktuellen, Schreibtisch-leer-Situation ganz besonders und erforderte eine klug formulierte Antwort. Wenn Sie mögen, drücken Sie ruhig mal einen Daumen.

Eine Rechnung vom Gericht bezahlt. Der Plan sieht vor, dass ich auch diese Geld zurück bekomme und wenn Sie eh gerade dabei sind, die Daumen zu drücken …

Dann durch einen nicht mehr rekonstruierbaren Zufall (ich vermute, es ging ursprünglich um Trump) auf eine Website über den „Umgang mit Narzisten“ gestoßen. Und vollkommen festgelesen.
Sie erinnern sich vielleicht an den frühen Sommer, als ein Familienmitglied beschloss, es sei an der Zeit mir mal wieder ein paar Breitseiten vor meinen Bug zu schießen. Ich hatte im Rahmen der Bewältigung damals schon über Narzismus nachgedacht und gelesen. Aber auf dieser Website heute Morgen … ich saß nur noch nickend vor dem Rechner.
Service-Hinweis: Falls Sie auch darüber nachdenken, ob das Verhältnis zu einem bestimmten Menschen in Ihrem Umfeld vielleicht aus solch krankhaften Gründen so anstrengend ist: Die Website bietet da einen kleinen Test an.

Dann die Liebste von der Schule abgeholt. Die hatte nämlich aus Gründen ihren Augen-Check auf heute geschoben und mir fiel die Aufgabe zu, sie von ihrem letzten Termin in der Schule (bis 12:30 Uhr) zum Doc nach Dortmund zu fahren (ab 12:30 Uhr).
Ja, der Fehler in der Organisation war uns bekannt. Aber wozu haben Audis so ein schlechtes Image, wenn man es nicht dann und wann mal benutzen kann? Haha.
Nee, zum Glück kam sie eher aus dem Termin raus und wir waren fast pünktlich da. Und sonst auch alles gut: Nein, keine Netzhautablösung. Danke für die lieben Wünsche!

Bis wir wieder zu Hause waren, war der Nachmittag schon ziemlich rum – Freuden der Kleinstadt im Stauland NRW.
Dann endlich mal frühstücken und noch etwas Kleinkram und schon wars quasi dunkel.

Heute vor zehn Jahren waren wir übrigens im Wald:

Ich hätte dann noch zweimal Beifang für Sie:

Melisa Erkurt schreibt darüber, wie die soziale Herkunft bestimmt, wie man auftritt – egal, in welcher Umgebung man sich selbst aktuell bewegt:

Nach einem unglaublich langen Tag komme ich völlig durchnässt und kaputt zu Hause an. Als ich am nächsten Tag einer Freundin von meiner Odyssee berichte, fragt sie mich, wieso ich kein Taxi genommen habe? Das war nicht einmal auf meinem Radar. Geld auszugeben, damit mich wer fährt, die Idee kommt mir erst gar nicht.

Melisa Erkurt auf taz.de: Arbeiterkind mit Arbeiterkinder-Budget: Lernen, sich einen Raum zu nehmen

Während angeblich jetzt für Lehrkräfte in NRW Endgeräte angeschaft werden sollen, zeigt Penny Herzmolekül, Lehrerin aus NRW in einen kleinen Screenshot, dass im Gegenteil bring your own device schon nicht mehr ausreicht:

„Während der Online-Fortbildung müssen Sie auf Fenster/Dokumente zugreifen können. Bitte nutzen Sie dafür noch ein weiteres [eigenes] Endgerät!“

Penny Herzmolekül auf twitter (Thread)

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
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Oder, wenn Ihnen Geld so unpersönlich ist, hier meine Wishlist finden; Sie finden dort formschöne und Freude-spendende Geschenke zwischen acht und sechstausend Euro.

8 Kommentare

  1. Die Seite ,,Umgang mit Narzissten“ hat mir seinerzeit als Einstieg auch sehr geholfen. Besonders das Verständnis der narzisstischen ,,Methoden“ (z.B. ,,Gaslighting“) hat mir geholfen zu kapieren, dass nicht *ich* verrückt und verdreht bin.

    (Ok — verrückt bin ich trotzdem, aber eben anders als gedacht …)

Kommentare sind geschlossen.

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