5.6.2022 – #wmdedgt

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

Eigentlich begann der Tag ja um 0:00, als ich tatsächlich Schlag den Star bis zum Schluss guckte. Wie so ein Junger. Da traten Charlotte Würdig und Jeannine Michaelsen gegeneinander an und die eine mag ich sehr und die andere nicht so und wie immer an solchen Abenden ist es am besten, wenn mich die, die ich nicht so mag dann positiv überrascht und die andere trotzdem gewinnt.

8:50 Uhr:
Aufgewacht. Ups, ich wollte doch ab sieben am Schreibtisch sitzen. Klappt das mit den langen Abenden also doch nicht mehr so, als wäre ich noch so ein Junger.

9:15 Uhr:
Am Schreibtisch angekommen. Musik gesucht. Den Flöz betreten.

12:00 Uhr:
Na, das war doch schon mal was. Pause.
Große Freude über meine eigene Vorlage für ProcessWire, die mit jedem Projekt noch etwas detaillierter wird, aber einfach super ist.

13:00 Uhr:
In der Pause Mails wegsortiert und Spam gelöscht und die alten Aufnahmen der Überwachungskamera gelöscht. Falls Sie übrigens irgendeine Hybris Ihr eigen nennen, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich eine Kamera vor die Haustür zu hängen und morgens als erstes die Aufnahmen des letzten Tages zu sichten.
Zum einen gibt es nichts besseres, um die Belanglosigkeit des eigenen Lebens vorgeführt zu bekommen: (Es wird hell. Zur Arbeit. Postbotin. Paketbotin. Von der Arbeit. Blick in den Briefkasten und Müll raus. Zum Einkaufen weg. Vom Einkaufen kommen. Es wird dunkel. Repeat)
Und zum anderen sieht man sich mal so, wie man halt ist und nicht so, wie man sich vor den Spiegel stellt. Mit schlechter Haltung und Bitchface und die Haare werden auch immer weniger.
Sehr erdend – es sei denn man ist Zaphod Beeblebrox. Aber wer ist das schon?

Eventuell noch kurz ein Nickerchen gemacht; danach zurück an den Schreibtisch.

15:30 Uhr:
Die Liebste buk einen Kuchen und weil wir gerade gut darin sind, beide so vor uns hinzuprötteln und uns dabei den ganzen Tag nicht zu begegnen, haben wir uns verabredet, hingesetzt und Kaffee getrunken (sie) / gefrühstückt (ich).
Dabei festgestellt, dass ein Kind, das ich 2003 hier im Kaff durch die Gegend trug und fuhr (weil die alleinerziehende Mutter zur Physio musste und ich nah wohnte und Zeit hatte) jetzt achtzehn geworden ist. Ich hab ihr damals immer vorgesungen und manchmal stelle ich mir vor – wir haben schon lange, lange keinen Kontakt mehr – wie sie das, was ich sang, mal im Radio hört und ein seltsam vertrautes, heimeliges Gefühl bekommt; eines das Ihr niemand erklären kann, weil niemand außer ihr und mir das Lied kennt. Im Film wäre das so. Im Leben vermutlich nicht.

17:20 Uhr:
Die Sonne ist wieder durchgekommen und die Konzentrationsfähigkeit hat soeben die Grasnarbe erreicht: Wir fahren ins Feld. ins Café Audi. Was spricht dagegen, zweimal Kaffee zu trinken? Eben.

Aus Gründen der Liebsten die Kammerton-440Hz-Verschwörung (Was strengt mich dieser pseudowissenschaftliche Tonfall an) erklärt. Schön, was es alles gibt, nicht wahr? Dabei insgesamt darauf gekommen, wie sehr mich die ganze Eso-Ecke vor allem seit Corona anstrengt; wie sich meine Meinung von „Sollen sie halt machen, so lange sie niemand schaden“ zu „Oh schau, sie nehmen sehr bewusst anderer Menschen Schaden in Kauf – so ein Dreckspack“ geändert hat.

19:15 Uhr:
Bei Reinkommen signalisiert der Körper, dass es jetzt reicht.
Das war jetzt kein unterhaltsamer Tag aber tja nun.

Sie haben Fragen? Sie wünschen sich ein Thema, über das ich mal bloggen soll?
Schreiben Sie’s auf!

4 Kommentare

  1. „wie sich meine Meinung von „Sollen sie halt machen, so lange sie niemand schaden“ zu „Oh schau, sie nehmen sehr bewusst anderer Menschen Schaden in Kauf – so ein Dreckspack“ geändert hat.“
    Ich fand‘ für mich interessant, dass mein Empfinden genau andersrum ist. Vermutlich, weil ich mittlerweile keinerlei Empathie, Nerven, Gehirnschmalz oder Zeit dafür aufbringen möchte.

    Danke für die schöne Formulierung „die Konzentrationsfähigkeit hat soeben die Grasnarbe erreicht“ 🙂

    1. Das hab ich jetzt nicht verstanden, sorry. Was ist andersherum? Wofür keine Zeit mehr aufbringen?

  2. Oh, … Entschuldigung für die Verwirrung.
    Ich meinte, dass ich ‚früher‘ die emotionsgeladene und wertende Meinung in meinem Kopf hatte – und wenn notwendig wegen Diskussion etwas abgeschwächt in der Formulierung auch geäußert habe. Während ich jetzt – ja, vermutlich resigniert – nur noch denke „laßt mich in Ruh‘, macht euer Ding, aber geht mir aus’m Weg“.
    Bin ich mit dem Kommentar am Thema vorbeigeschrappt?

    1. Ach so. Nein, ich hatte einfach den Sinn nicht verstanden und war neugierig. Danke für die erklärenden Worte 🙂

Kommentare sind geschlossen.

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