#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.
8:10 Uhr:
Gute Güte, bin ich im Moment morgens unausgeschlafen. Beim ersten Blick aufs Handy steht da allerdings die Nachricht eines meiner ältesten Freunde, dass er im Auto sitzt. Wir telefonieren gerne, wenn er auf längerer Strecke auf dem Weg zu Kunden ist und die Liste der ins Leer gelaufenen Versuche war in den letzten Wochen zu lang geworden. Also aufraffen und anrufen.
9:20 Uhr:
Wie schön: da haben wir uns doch trotz leichter Wortfindungsschwierigkeiten auf meiner Seite zu Beginn eine Stunde mal wieder gegenseitig auf den Stand gebracht. Guter Start in den Tag.
Dann mal direkt an den Schreibtisch, denn wenn ich eines über mich und den aktuellen Geisteszustand gelernt habe in den letzten Wochen, dann ist es: Sobald ich mir vor der Erwerbsarbeit auch nur eine Minute Ablenkung gönne, fällt es für jede abgelenkte Minute eine halbe Stunde schwerer, anzufangen.
(Ihnen ist klar, dass ich das hier vor der Arbeit live tippe und damit genau das tue, vor dem mich meine eigenen Worte warnen könnten?)
Während des Telefonates bestens von einer kleinen Slapstick-Situation auf der anderen Straßenseite unterhalten worden. Dort steht ein Bulli vom Maler, der dort irgendwo arbeitet. Geselle kommt raus, packt sich mit Material voll, zieht die Schiebetür zu; die widersetzt sich aber. Es mag an dem Kabel liegen, was unten raushängt, aber ich bin ja kein Handwerker, ich hab ja keine Ahnung. Aber ich kann Ihnen jetzt sagen: Es dauert sieben Mal mit viel Schwung die Bulli-Tür zuziehen, bis so ein Kabel kapituliert und sich in einen Teil im Bulli und einen Teil auf der Straße aufteilt.
Das war schon ganz lustig, die eigentliche Pointe kam aber dann, als der Geselle wieder rauskam, sich wieder voll packte und mit dem eben erlernten Schwung die Tür zu zog. Ohne Kabel hatte die Tür keinen Grund, sich zu widersetzen und man muss neidlose anerkennen: Der Geselle hat nichts fallenlassen, als er mit viel Schwung durch die Gegend stolperte.
12:00 Uhr:
Kurz was gefrühstückt und die Küche von den Resten des gestrigen Abends befreit, dann zurück an den Schreibtisch. Frau Grafikerin hatte eine Bitte formuliert, die zum Glück so spannend ist, dass ich absolut überhaupt gar keine Probleme hatte, mit der Arbeit zu beginnen: Es ist eins von diesen Dingen, die jede Kundin schon tausende Male auf Websites gesehen hat und wenn man’s dann einbauen soll, entsteht ein Rattenschwanz an Rückfragen und nach 14 getesteten Codeschnipseln mach ich’s dann gern selbst.
14:00 Uhr:
Got it. Die Grafikerin findet’s schön, wir warten das Feedback des Endkunden ab, um eventuell noch fine zu tunen.
Straßentauglich angezogen und die Liebste durch den strömenden Regen zur besten Physiofrau gebracht. Die Zeit bis ich sie da abholen sollte war exakt zu knapp, um sinnvoll wieder nach Hause zu fahren, also eine kleine Runde durch die Erschließungsgebiete gedreht; dabei fast von einem tiefergelegten BWM überfahren worden, der mit geschätzt 100 aus der geschlossenen Ortschaft raus beschleunigte und es grundfalsch von mir fand, den Radfahrer nicht in den Gegenverkehr hinein zu überholen.
Weird coincidence – hatten wir doch am Telefon heute morgen noch darüber gesprochen, wie der Genuss von DashCam-Videos im Internet doch unser beider Fahrverhalten ins komplett superpassiv-vorsichtige verändert hat. Und immerhin hat einer von uns mal von einem ProViDa-Fahrer in respektvollem Tonfall bescheinigt bekommen, es wäre wirklich schwer gewesen, an ihm dran zu bleiben. Und einer hat zum Geburtstag mal eine Fahrt im Testarossa geschenkt bekommen – mit dem erklärten Ziel schneller als 260 zu fahren, um einmal im Leben schneller gewesen zu sein, als die Wannabes in ihren abgeregelten Vertreter-Audis.
Nein, ich sage nicht, wer wer war. Oder ob sich die Geschehnisse auf uns beide oder nur einen verteilen.
18:00 Uhr:
Um drei waren wir dann bei einer Freundin und es gab Waffeln (9/10) und die richtig guten Gespräche; das war richtig gut.
Danach logischerweise Social Breakdown (doof), Spargelrisotto (super) und Medienkonsum auf der Couch (recht ok).
Schön, dass Sie da sind.
(Ja, ich hab den Counter wieder hochgesetzt. It means the world to me.)
Schaffen wir die 4000 Streams?
Das neue Album CIRCLES & SQUARES.
Seit dem 26.1. auf diesen und allen anderen Streaming-Diensten.


Meine Güte! Da ist ja wie eine gläserne Decke mit diesem Album! Ich hör‘ und hör‘!
;-)
Ach, DU bist das :D