5.3.2019 – #wmdedgt

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

(irgendwas mit gut und lang geschlafen)

Gemäß dem Plan waren wir noch im Kino gestern Abend und meine Herren, das war aber mal ein guter Film. Wenn etwas gehyped wird, dann bin ich ja immer vorsichtig. Und zur Definition von „Hype“, da gehört auch so ein Oscar dazu – aber ich bin echt froh, das überwunden zu haben. Hätte ich vorher gewusst, dass wir ein RoadMovie gucken, wäre mir das leichter gefallen, aber dazu hätte ich mich ja vorher interessieren müssen und wenn etwas gehyped wird, dann lese ich auch nicht darüber und … – Sie verstehen das doch??
Auf jeden Fall: Schauen Sie sich ruhig diesen Film an, es ist ein guter.

Acht Uhr:
Vorbereitung, denn um halb zehn ist ein Termin bei einem Kunden. Nachdem er beim ersten Briefing letztes Jahr meinte, er brauche diese Suchmaschinen nicht, hat er jetzt festgestellt, dass er zu seinem Kernthema nicht gefunden wird. Nun ja, er hatte uns sein Kernthema auch gar nicht mitgeteilt.
Das passiert manchmal – stellen Sie sich (vereinfacht) vor, jemand fertigt Schrauben. Dann spricht er selbst natürlich über Kreuzschlitz und Schlitzschrauben, über Senkköpfe, verschiedene Metalle, über Inbus und Torx und und und – nur das Wort „Schraube“, das kommt evtl gar nicht mehr vor in seinen Texten weil es für ihn zu selbstverständlich ist.
Der Kunde – also sein zukünftiger Kunde – der ihn im Web finden soll, der tippt stumpf „Schraube“ in den Suchschlitz.

Ich werde das jetzt erklären fahren und Lösungsmöglichkeiten skizzieren.

Elf Uhr:
Nach dem Termin, der richtig gut war, war ich dann angenehmerweise schon nah an dem Nachbarörtchen, in dem die Liebste gerade mit einer Freundin einen Kaffee trank. Voller Vorfreude gesellte ich mich dazu, leider hat dieses an sich nette Treffen in der B-Note etwas Abzüge verdient. #schrecklicheToiletten #kalterKakao #zuEngeStühle #EllbogenVomNachbarnImKreuz

Egal. Bei den Goldenen Bloggern wurde dieses kleine Tagebuch mit den Worten „Wenn er so ist wie er schreibt, dann möchte man mit ihm gern einen Kafee trinken“ vorgestellt und ich trinke wirklich gerne Kaffee mit Menschen. Ich bin da auch recht gut drin.

Zwölf Uhr dreißig:
Back 2 the Schreibtisch. Da hatte ich mich über die Freitags-Mail der zuarbeitenden Kollegin so gefreut, dass ich komplett vergessen hatte zu antworten. War mir auf dem Weg zum Termin heute Morgen eingefallen und die Kombination Autogeräusch, CarPlay und Siri haben es tatsächlich geschafft, mir eine brauchbare Erinnerung in den Kalender zu schreiben. What a time to live.

Außerdem will jemand, für den ich über den Umweg einer Agentur gearbeitet habe gerne Lösung A in seiner Website haben. Bzw: Er will nicht Lösung A haben, er will Lösung A und zwar exakt umgesetzt mit Methode B.
Mein Lieblings-CMS löst A aber auf Methode C. Methode B und C haben beide Vor- und Nachteile, funktionieren aber beide tadellos und derjenige hat Problem A gar nicht. Egal, er möchte es anders gelöst haben.
Lege ich den Tonfall der Mails, die ich weiter geleitet bekomme zu Grunde, hat sich derjenige genau informiert, dass B nicht geht und besteht deswegen darauf. Um zu beweisen, dass die Agentur doof ist. Oder um den Preis zu drücken. Oder weil er beim Golf verloren hat. Man weiss es nicht.
Ich mag sowas sehr gerne.
Nicht.

Fünfzehn Uhr:
Mittagessen, und -pause, und dann wieder Schreibtisch, alles ziemlich unspektakulär. Aber ziemlich effektiv, ich hab ein bisschen Ruhe gefunden, mich um ein nettes kleines Programmierproblem zu kümmern. Ich tue das ja gerne, für meine Kunden auch immer wieder individuelle Lösungen finden – und sei es für so etwas simples wie eine Navigation; damit sie dann auch wirklich zur Site passt. Und wenn das nicht unter Druck passieren muss, sondern ich etwas Ruhe habe, das sind Flow-Momente, die ich sehr genieße.
Bis …

Neunzehn Uhr
… also am Schreibtisch verbracht. Dann spontan noch in ein eher selten besuchtes Nachbarstädtchen gefahren und versucht, die Burg über der Stadt bei Nacht zu fotografieren. Kein gutes Fotografier-Mojo heute.

Dann „ewige Helden“. Und eventuell stand hier auch noch etwas Ben & Jerrys rum. Could be worse.

2 Kommentare

  1. Klingt nach einem schönen Tag. Nicht hervorragend oder fantastisch, aber ausgeglichen schön. Solche Tage mag ich sehr.

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