5.12.2020 – #wmdedgt

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

Zur Woche bleibt zu sagen: So langsam bekam ich so langsam wieder etwas mehr Alltag und Struktur und auch Konzentrationsfähigkeit. Which was nice.

Gestern Abend trafen wir uns wieder zum Zoomonopoly – in einem um eine ganz zauberhafte neue Begleitung erweiterten Kreis. Die gewann dann auch gleich haushoch – ich weiß nicht mehr genau, ob das so geplant gewesen war, aber nun denn. Wir merken uns das.

Wieder gemerkt: Zoom ist super, um sich zu sehen. Aber auch begriffen: Ein paar Dinge sind anders und vielleicht auch anstrengender. Sitzt man zu viert in einer Kneipe – Kneipe, Sie erinnern sich vielleicht? – dann rutscht man vollkommen selbstverständlich mal so, mal so auch in Zweiergespräche. Geht technisch bei Zoom natürlich auch, ist aber nicht so organisch und stört.
Vor allem aber begriff ich, dass mir der Wechsel nach dem Klick auf „Meeting beenden“ zu abrupt ist. In der Kneipe ist da: Aufstehen, zahlen, Jacken an, rausgehen, Auto suchen, nach Hause fahren. Im Zoom: Klick – und allein zu Hause.
Das muss ich üben.

Ob man allerdings nach einem Zoom-Treffen noch trauriger ist als vorher weil man so sehr merkt, dass der Abend eben eigentlich hätte anders verlaufen sollen – so mit Umarmen und Anstoßen und so – das muss man vermutlich von Fall zu Fall abwägen.

Aber genug von gestern.

8:30 Uhr: Aufgewacht; obwohl ich erst um zwei zum Schlafen gekommen war – ich parngere das an. Aber als ich begann, von einem ehemaligen Freund zu träumen, der kein Freund mehr ist, weil er mich geschäftlich zu gerne ausnutzte – und träumte dass er wieder versuchte, mich geschäftlich auszunutzen, lieber wach geblieben.
Außerdem wurde ein See-Besuchsbeschluss gefasst.

12:30 Uhr: Rückkehr vom See und Frühstück. Der See und die gerade erwachenden Enten taten was sie konnten und stimmten uns friedlich; das Frühstück tat sein Übriges.
Außerdem hatte die Steuerberaterin darum gebeten, ob ich ihr die November-Buchhaltung schnell reinreichen könne, damit sie dann fundierter berechnen könne, was ich denn von der Soforthilfe vom April behalten und was ich zurückzahlen müsse.
Denn gestern war die entsprechende Mail vom Land NRW gekommen. Freundlich geschrieben und ich kann mir aussuchen, ob ich dieses oder nächstes Jahr zurückzahle – auch wenn ich noch gar nicht weiß, wie viel es sein wird.
Wie ich gestern Abend lernte, war ich ganz zu Recht trotzdem skeptisch, den Link in der Mail anzuklicken – denn der führt, wie ich erfuhr, nicht auf das Formular zum Aussuchen, sondern zu einem „Ah nett, Sie wollen dieses Jahr zurückzahlen
Gehen wir davon aus, dass das ein Usability-Fail und keine böse Absicht ist.
Buchhaltung für November auf jeden Fall fertig. Am fünften. Irre.

13:30 Uhr: Versucht zu schlafen. Versucht zu baden. Beides blöd.

16:45 Uhr: Mit der Liebsten eine Runde durch die Stadt gefahren. Also: Ich fuhr und hielt und wartete vor verschiedenen Geschäften, sie ging durch die Läden und holte hier, da und dort Kleinigkeiten raus. Kleinstadtleben eben – hier gibts nicht alles bequem in einem Kiez und Laufweite.
Außerdem musste sie noch kurz in die Schule und wie letztens schon gesagt, fahre ich da manchmal gern mit. Auf dem Rückweg sprachen wir lange darüber, ob es nur mir so vorkommt, dass Grundschulen immer mehr verniedlichen und es vielleicht auch eine Schwelle gibt, wo das nicht mehr motivierend, sondern nur noch Chichi zum Selbstzweck ist. Und ob die Schwelle nicht vielleicht stellenweise auch überschritten ist. Ich denke darüber nach.
Und weils so schön mit uns war, haben wir das Café Audi danach noch an eine neue Stelle gestellt und der Sonne beim Untergehen zugeschaut.

Zu Hause dann vor den Kopfschmerzen resigniert, die ich eigentlich schon den ganzen Tag hatte und mich wieder hingelegt.
Vorher noch einen Döner-Beschluss gefasst und für heute Abend beschlossen, den nächsten Film unserer kleinen Steven Spielberg-Retrospktive zu sehen.

Video des Tages:

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2 Kommentare

  1. Mir geht es am Ende von Video-Konferenzen ähnlich. Dieses rausgehen und dabei noch ein wenig Smalltalk halten fehlt mir. Das Ende ist immer so abrupt.

    Immer wenn Sie vom Café Audi sprechen, dann betone ich das „Audi“ im Kopf wie „Audrey“ und es hört sich gleich viel mondäner an.

Kommentare sind geschlossen.

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