5.11.2020 – #wmdedgt

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

7:00 Uhr:
Der Tag begann mit einem ganz hübschen Morgennebel über dem Städtchen. Ich komme ja sehr gerne hoch in mein Büro, denn vor dem Büro ist ja die Dachterasse und vor der Dachterasse ist einfach eine wirklich große Menge Blick. Als wir damals dieses Haus das erste Mal mit Kaufabsichten besuchten, da war diese Terasse definitiv ein Entscheidungs-Moment.

Entdeckt, dass ich doof war wie doof ich war. Vor vielen, vielen Jahren, Mitte der Neunziger hatte mir mal eine Freundin* zwei Cassetten aufgenommen. Darauf: Live, eine alternative-Band mit wirklich großartiger Musik, die mich sehr erwischte.
Cassetten verschwanden aus meinem Leben.
Live auch.
Als ich dann diverse Leben später ein Streaming-Angebot hatte, habe ich mir diese Alben wieder gesucht. Und schon viele Jahre später (heute) kam ich auf die Idee zu schauen, ob die Band vielleicht einfach mehr als diese drei Alben gemacht hatte – und so hab ich jetzt statt drei alten insgesamt neun Alben und ein Konzertvideo von 2017 und manchmal bin ich schon erstaunt, wie dumm ich so sein kann.
Bis jetzt trifft die Musik übergangslos weiter so in die Seele. Großartig.

*) Eine Freundin, übrigens, bei der ich wirklich wirklich gern wüsste, was aus ihr geworden ist. Ich hatte auch schon mal überlegt, der Macht des Webs zu vertrauen und ein „Hey, ich such Dich – bitte teilen“-Posting loszujagen aber das fand ich dann für einen kurzen Moment „Ich wollte nur mal wissen, was Du so machst. Oh, Du bist älter geworden. Ja, ich auch, aber bei mir will ich es nicht wahrhaben“ ein bisschen groß.
Oder? Ok. Tina (damals) P. aus B., falls Du das liest … Oder wenn eine von Ihnen mit dem Namen Johnny Jump Up was anfangen kann und Tina kennt?

Apple One abonniert. Wenn ich das richtig gesehen habe lohnt sich das ab dem Moment, wenn Sie mehr als ein Apple-Zusatzangebot (also zB Music, Cloud, Arcade, TVplus) bereits haben. Wenn Sie zu mehreren sind erst recht, denn es gibt einen Family-Tarif.

9:00 Uhr:
Begonnen, mich um ein Blog einer sehr geschätzen Bubble-Kollegin zu kümmern; aus zwei mach eins, quasi. Falls Sie zufällig auch noch eine Altlast bei wordpress.com herum liegen haben, die Sie gerne in ihr neues, schickes, selbstgehostetes WordPress-Blog integrieren möchten melden Sie sich ruhig.
Note 2 myself: Endlich mal die Angebots-Seite mit den Blog-Dienstleistungen fertig machen.

Aus Gründen das Wort „Egokratie“ erfunden. Na gut, offensichtlich hatten schon ein paar andere die selbe Idee, aber die meinen offensichtlich das gleiche wie ich.

Das Städtchen hatte sich derweil komplett in den Nebel verabschiedet. Wenn jetzt noch die drei Häuserreihen hier oben vom Nichts gefressen werden, darf Bastian bitte gern den Namen der Königin rufen und ich wäre das Kaff los.

10:00 Uhr:
Ein vielleicht-wannabe-Kundin-Gespäch geführt und ein bisschen Details abgefragt, was denn die Website so können soll. Ein gutes Gespräch, denke ich.
Und dankenswerterweise haben die Sprengungen im Nachbarhaus – also dem Geräuschpegel nach jedenfalls muss es sich um Sprengungen handeln – tatsächlich währenddessen Pause gemacht.

Dann mal Frühstück. Ganz crazy, nicht nebenbei am Rechner, überhaupt ohne irgendeinen Screen, ohne Papier in der Hand ohne Geräusch einfach nur am Tisch gesessen. Auf den schien die Sonne – ja, der Nebel ist weg, die Stadt aber noch da – und das waren zehn Minuten Frieden.

16:00 Uhr:
Scheibtisch, Schreibtisch, Schreibtisch, nur von einem dummerweise-nicht-so-entspannt-wie-das-Frühstück-Sandwich unterrochen. De Fakto habe ich heute den gesamten Tag in irgendwelchen WordPress-Installationen verbracht. Die bereits angesprochenen Zusammenführung zweier Blogs war dann fertig und nebenbei sicherten sich fünf weitere Blogs des sehr geschätzten Kollegen unten aus der Stadt – hups, der wäre ja auch weggewesen, wenn der Neben wirklich das Nichts gewesen wäre – der eine Reihe Sicherungen, Updates & Servereinstellungen an mich ausgelagert hatte.

Zwischendurch ein Angebot geschrieben und abgestimmt. Dabei ein anderes in der Hand gehabt, da wir zu zweit anbieten. Am spannendsten an anderer Menschen Angeboten mag ich meist am meisten die AGB – ich denke, es gibt dadrei Arten: Die Arschloch-AGB, die Standard-AGB und die, aus denen man die Erfahrungen der letzten Jahre heraus lesen kann. Letztere sind deutlich am amüsantesten zu lesen, denn man merkt die Knoten im Hirn, wenn der absurde Scheiß, der einem gerade passiert ist, irgendwie in allgemeingültige Sprache umgesetzt werden sollte.
Meine sind übrigens eindeutig Typ drei.

17:00 Uhr:
Feierabend. Wanne. Puh. Innerhalb von wenigen Tagen von „ich kann mich höchstens zwei Stunden konzentrieren“ auf knappe zehn Stunden ist vielleicht etwas krass gewesen. Heißt aber auch, dass ich wieder gesund bin.
Dann eine Nachricht von der Liebsten, sie käme jetzt auch.

18:20 Uhr:
Ein halbes Stündchen Café Audi und jetzt werden wir noch eine, vielleicht anderthalb Stunden so tun, als würden wir irgendeine Serie gucken. Oder #tvog oder so – bis wir ins Bett fallen, denke ich.

Sie finden Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
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2 Kommentare

  1. Hallo,
    jetzt lese ich schon eine Weile ganz still mit und nun ist der Zeitpunkt für einen Kommentar gekommen:
    Vielen Dank für die Erinnerung an Live!
    Ich bin damals (ja, das ist wirklich damals) bis Secret Samadhi gekommen und frage mich, warum ich dann aufgehört habe, Live zu hören. Das hole ich dann jetzt wohl auch mal nach 😉

    Vielen Dank für den/das Blog (kann ich mir nie merken), ich freue mich immer, mitlesen zu dürfen und auch zu lernen.

    Viele Grüße
    Claudia

    1. Na, dann erstmal herzlich willkommen 🙂
      … und: genau, bis Secret Samadhi bin ich auch gekommen. Keine Ahnung warum nicht weiter.
      Naja, vielleicht doch: Für die Bravo war ich zu alt und insgesamt habe ich eh keine Idee mehr, woher man damals Musik kennen lernte …
      Außer, wenn man etwas aufgenommen bekam. Ach ja. Ich traf die besagte Tina P. nicht mehr.

Kommentare sind geschlossen.

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