4.8.2022 – Beifang

Absolut nichts über heute zu erzählen, daher hauptsächlich

Zeugs

Kleiner Nachtrag zu gestern, als ich ja Greta Thunbergs (und meine) Ansicht, man müsse alles verändern teilte. Ich ergänze heute eine etwas ältere Kolumne von Christian Stöcker mit dem schönen Titel „Wir müssen aufhören, auf diese Leute zu hören“, die für den Anfang mal etwas konkreter wird:

Es ist in dieser Zeit ständiger dramatischer Umbrüche unumgänglich, seinen Blick auf so manches ebenso dramatisch zu verändern. Zum Beispiel den Blick auf die politischen Entscheidungen, die uns in die Lage gebracht haben, in der wir uns gerade befinden. Und den Blick auf die Leute, die uns diese Entscheidungen eingebrockt haben. […] Wir haben uns politisch von Leuten in die falsche Richtung führen lassen, die mit dieser falschen Richtung viel Geld verdient haben. Von den Lobbyverbänden der Kohle-, Öl- und Gasbranchen, von den Lobbyverbänden gewisser Industrien, allen voran der Automobilindustrie.

Christian Stöcker auf spiegel.de:
Energiepolitik: Wir müssen aufhören, auf diese Leute zu hören

Es ist für Sie bestimmt nicht überraschend, wenn ich sage, dass mich vollkommen fasziniert, wie unsere Köpfe arbeiten. Wie wir denken, wie wir damit arbeiten, wie wir kommunizieren – großartig. Theresa Bäuerlein hat da etwas für mich vorbereitet und verspricht: Dieser Text wird ändern, was du über dein Denken denkst

Unsere Kultur glaubt an die Stärke individuellen Denkens, das Genie grübelt einsam. Das ist falsch. […] Anders, als wir es gelernt haben, ist kluges kreatives Denken demnach nicht vor allem eine Frage der Qualität eines individuellen Privathirns. Vielmehr hängt es davon ab, wo du bist, mit wem du redest und welche Hilfsmittel du nutzt. Ob du während deines Tages spazieren gehst, ins Grüne schaust oder ein Nickerchen machst – Tätigkeiten also, die wir als Freizeit, nicht als Arbeit bezeichnen würde. Anders gesagt: Dein Denkerfolg ist nicht nur deine Leistung. Er hängt von unzähligen Faktoren außerhalb deines Kopfes ab. […] In jedem Fall ist es gut, sich klarzumachen, dass Intelligenz nicht nur davon abhängt, was man in seinem Schädel hat. Sondern auch davon, was alles mit diesem Schädel in Verbindung steht.

Theresa Bäuerlein auf krautreporter.de:
Dieser Text wird ändern, was du über dein Denken denkst

Wenn aber – Achtung, Überleitung aus der Hölle – das mit dem Denken aber nicht mehr so sauber funktionert, sondern zum Beispiel Gefühle, im worst case dunkle Gefühle die Führung übernommen haben, dann brauchen wir Hilfe. Tut mir Hals, Nase oder Ohr weh, geh ich zum HNO, tut mir die Seele weh, geht noch lang nicht jede zum Seelendoktor. (Ich kanns ja nur empfehlen, aber das wussten Sie).
Einer der Gründe könnte sein, dass so richtig niemand durchblickt: Verhaltens- oder tiefenpsychologische Therapie? Oder systemisch? Was macht eine Psychaterin und was eine Therapeutin? Und wie geh ich das an, wenn eh alles gerade so anstrengend ist?
Pia Saunders hat nachgefragt und eine ganze Liste an nützlichem Wissen zusammen getragen:

Wer sich den Arm gebrochen hat, fährt in die Notaufnahme. Wer aber zum ersten Mal eine Depression oder eine Angststörung erlebt, weiß oft nicht, was zu tun ist. Und dann ist da ja auch noch die Scham. Psychisch krank? Ich doch nicht! Oft ist Wissen dann die beste Medizin. Wer weiß, welche Therapieverfahren es gibt und wie man einen Therapieplatz finden kann, kann auch schneller Hilfe in Anspruch nehmen. Ich habe deshalb den Autoren eines Grundlagenwerkes für Psychotherapie nach den absoluten Therapie-Basics gefragt, die jeder Mensch im Notfall wissen sollte, egal ob man selbst, Freunde oder Verwandte betroffen sind. […] Er hat mir nicht nur erzählt, wie man die Therapie findet, die zu einem passt, sondern auch, woran man erkennt, ob die Therapie erfolgreich ist – und wann man aufhören sollte.

Prof. Dr. Jürgen Hoyer im Interview mit Pia saunders von den krautreportern:
Interview: Welche Psychotherapie ist die richtige für mich?

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