4.11.2018

Es gibt nicht viel zu berichten. Der Tag ist geprägt von einem sanften, grauen Novemberblues.
Irgendwann hab ich das leicht verstaubte Logic mal wieder aufgemacht und ein bisschen Musik gemacht. Ohne Anfangs-Idee nur mit der einen Hand auf dem Keyboard ein bisschen durch die Sounds geblättert und herausgekommen ist etwas, was vermutlich näher am Soundtrack von Vikings ist als man es möchte, wenn man gerade eben nicht versucht hat, etwas zu kopieren.

Erinnert mich aber an damals, als wir alle im Probenraum rumhingen und auf unseren Gitarristen warteten. Als er dann kam war er ganz aufgeregt, er hatte – deswegen war er zu spät – gerade noch einen kompletten Song fertig geschrieben, was wirklich Schönes wie er fand, er musste es uns unbedingt zeigen, … Moment … er holte schnell die Gitarre aus dem Koffer, wischte ein paar Noten von einem Hocker, setzte sich und spielte uns sein neues Stück vor. Es war wirklich schön, sein Text war an vielen Stellen noch Phantasietext aber eine Hook war deutlich erkennbar, es war wirklich toll, schöne Strophe, catchy Refrain, nur … wir drucksten etwas rum, als er fertig war und uns erwartungsvoll ansah. Aber es musste ja raus: „Sorry, aber Du hast »Jessie« noch einmal geschrieben“
Ja, so etwas passiert, manchmal schreibt man ein Lied nochmal, ohne es zu merken.

Ach komm, in so einen Tag passen ein paar Fragen doch ganz gut.

  1. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?
    Ich vermute, ich würde mich aufhängen.
  2. Was hat dich früher froh gemacht?
    Ich glaube die gleichen Dinge wie heute: Gute Freunde, gute Musik, das Meer, ein weiter Horizont.
  3. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?
    Aktuell mag ich diese Strickjacke, die so etwas Jedi-Style hat über einer dunklen Hose ganz gern.
  4. Was liegt auf deinem Nachttisch?
    Körnerkissen, Fernbedienung, Handyladekabel, Kindle, eine Flasche Wasser.
  5. Wie geduldig bist du?
    Das kommt darauf an. Wenn ich es selbst eilig habe gar nicht. Aber da ich versuche durchs Leben zu kommen, ohne mich allzu arg von anderen treiben zu lassen – meist schon. Hoffe ich, ich möchte es nämlich auch gern sein.
  6. Wer ist dein gefallener Held?
    Nach langem Nachdenken über die Frage muss ich feststellen, dass ich bei der Wahl meiner Helden wohl schon immer ein ganz glückliches Händchen hatte.
  7. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?
    Nö. Erpressbar ist man ja eh nur, wenn man nicht zu den Dingen stehen kann, die man tut. Oder bei denen man sich fotografieren lässt.
  8. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?
    Die Liebste. Die Sylvia.
  9. Meditierst du gern?
    Ja, sehr. Ich denke nicht oft genug daran; habe Meditation zu lange eingesetzt, um damit etwas zu erreichen (Entspannung oder so) – und das ist ja nun vollkommener Blödsinn. Und jetzt habe ich noch keine Gewohnheit in meinem tagesablauf entwickelt.
  10. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?
    Ich arbeite gerade arg daran, da Methoden für mich zu entwickeln. Den schlechten Tag als solchen anzuerkennen und gedanklich abzuschließen. Noch etwas Schönes am Ende des Tages zu machen.

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2 Kommentare

  1. m2c: Schlechte Tage möglichst schnell abzuhaken funktioniert hier nur so semi. Es beschäftigt dann doch. Letztlich hilft mir etwas völlig fremdes zu tun, also etwas was man selten oder noch nie gemacht hat. Kopf hat etwas zu tun und die schlimmen Einschlafgedanken werden mit einem Hörbuch bekämpft. Der nächste Tag sieht immer besser aus 🙂

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