4.1.2019 – musically friday

(irgendwas mit gut und lang geschlafen)

Nach dem Aufstehen hausgeelft und dann – Überraschung! – ein paar Punkte auf der noch-to-do-Liste für den Remix angearbeitet. Inzwischen hatte ich eine Liste gemacht – denn eine der anspruchsvolleren Aufgaben bei einem Song, den man komplett neu anlegt, ist es ja auch zu wissen, wann man aufhören muss. Also ab wann man nur noch verschlimmbessert.
Man kann eigentlich eine Menge über sich und über gutes Arbeiten lernen, wenn man über so einen Weihnachtsferienspaßremix nachdenkt.

MINT? Frühstücken gegangen. Am Nebentisch saß ein unterbeschäftigtes Kind das ein Physikbuch dabei hatte und seine Umwelt mit astronomischen Fachfragen erfreute. Die erste war: Wie weit ist der Jupiter von der Sonne entfernt?

  • Ich: (stocke im Gespräch und beginne im Kopf zu rechnen)
  • Liebste: Du rechnest das jetzt nicht ernstha… Du weißt sowas nicht!
  • Ich: (schiebe Tasse, Teller und andere Gegenstände auf dem Tisch hin und her, um Abstände zu markieren)
  • Liebste: Das ist nicht Dein Ernst!
  • Ich: 40 Lichtminuten!
  • Liebste: Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie viel eine Lichtminute ist und ich möchte nicht, dass das stimmt. Aber (googelt los) ich kann Dir das in Kilometern sagen.

Tja, was soll ich sagen: Es sind 42 Lichtminuten und ich finde das für eine grobe Schätzung mittel Kakakotasse, Teller und Marmeladentopf ganz ok und ich gestehe, ich bin da stolz drauf. Ich weiß, MINT ist furchtbar uncool, aber ich mag, dass ich da Grundwissen habe. Selbstbeweihräucherung Ende.

Mit Sylvia telefoniert. Als Fachfrau für (elektronische) Musik und Qualitätsmanagement schien sie mir exakt die richtige zu sein, um den aktuellen Stand des Remix mal Probe zu hören. Die Idee sollte sich bestätigen, sie brachte wertvollste Ideen und Rückmeldungen ein.
Kinder, ich sag Ihnen: Augen auf bei der Wahl der Freunde. Jemand, die einem auch mal sagt (und von der man es auch hören kann wenn sie es tut): Nee, ist Mist – so jemand ist einfach Gold wert.

(So sieht das aus, was ich da tue. Ich finds nebenbei auch irgendwie sehr ästhetisch)

Außerdem hat sie gesagt, ich soll den Bass lauter machen und Menschen, die den Bass lauter wollen, kann man gar nicht hoch genug schätzen.

Aus dem Maschinenraum: Ich habe die Permalinkstruktur dieses Blogs geändert. Das bedeutet für Sie als Leserin exakt gar nichts, selbst wenn Sie schon mal irgendwie hier rüber einen Link gesetzt haben.
Falls Sie aber selbst ein Blog haben und dazu Fragen im Kopf – dann wissen Sie jetzt, dass ich mich mit sowas auskenne und sogar im laufenden Betrieb eines Blogs die Permalink-Struktur ändere. Wo da doch alle (inklusive mir selbst) eher „Um Gottes Willen – nicht!“ rufen würden.

Aus Absurdistan: Vor vielen Jahren nannte ich das, was ich beruflich so tun wollte mal „Internetconsulting“. Als ich damals ein Auto leaste, war das dem örtlichen Autohaus zu fremdartig und sie strichen kurzerhand und rückfragenlos das „Internet“ raus. Seitdem habe ich versucht, die Zeile „Christian Fischer Consulting“ auf den Rechnungen und Briefen geändert zu bekommen. Nach ca. 6 Jahren hat das irgendwann geklappt.
Gerade sprach ich mit dem Mac-Mann, der mir ein Angebot geschickt hatte und fragte ihn, woher denn die Zeile „Christian Fischer Consulting“ im Angebot käme. „Ja, die kommt von der Schufa und geht so von da an die Leasing“, sprach er.
Ich kopftischte hart.
Eine Namensänderung bei der Schufa – das wird bestimmt ein Spaß mit unüberschaubaren Folgen.

Musik gehört. So richtig – also hingesetzt, nichts anderes dabei getan, nichts zu lesen bei der Hand und auch kein Handy. Wie großartig ist das denn? Hab ich früher öfter gemacht (jaja, wir hatten ja auch nichts, aber).
Dringend öfter tun.
#Serviceblog: Hier, das hab ich gehört. Schöne Coverversionen von schönen Songs.

Du findest Tagebuchbloggen der alten Schule gut?
Hier kannst Du mir ’ne Mark in die Kaffeekasse werfen!

2 Kommentare

  1. Und nun höre ich das erste Mal im Alter 50+ das Wort ‚Lichtminute‘ und bin schwer beeindruckt von Deinen Voodoo-Kenntnissen. Was es alles gibt!

  2. Hihi. Ich habe – und das ist es vielleicht worauf ich eigentlich stolz bin – nichts gewusst, was nicht Stoff der Unter- oder vielleicht Mittelstufe ist. Aber – zumindest in meiner Filterblase – ist es einfach vollkommen selbstverständlich bei allen MINT-Themen sofort „Kann ich nicht!“ zu rufen. Statt dessen habe das eben nicht getan und im Kopf gesucht, ob ich Infos habe, die mir helfen können und tatsächlich nur zwei Dinge, die ich wusste, kombiniert. Naja, vielleicht hab ich auch noch etwas räumliches Vorstelllungsvermögen und etwas Glück gehabt, dass mich das nicht im Stich ließ 🙂

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