3.3.2021 – nur ein kleines Pieks für die Liebste aber ein großer Schritt …

Da hatte ich gestern doch glatt in meinen Gejammer über den ewig gleichen Arbeitsalltag vergessen zu erzählen, was ich denn eigentlich getan hatte. Es ist auf den ersten Blick vielleicht ziemlicher Nerd-Kram, aber durchaus wichtig: Ich habe nämlich eine Website, die ich gerade baue auf einen PageSpeed von 100 getrieben. PageSpeed ist Googles Messmethode, die Lade- und Anzeige-Geschwindigkeit einer Website einzuordnen und die Skala reicht von 0 ( = „lass es lieber“) bis zu 100 ( = „superst“). Die Geschwindigkeit ist ein Faktor für Google die Seite in den Ergebnissen nach vorn oder hinten zu schieben, weil sie davon ausgehen, dass die Besucherinnen gerne schnell ladende Seiten ansehen möchten.
Und irgendwann gestern, als ich so bei 97 landete, beschloss ich: „Die drei Punkte kriegste auch noch hin
Falls Sie zu so etwas also vielleicht mal Fragen haben …

Hier im Haus war heute die Stimmung durchweg eine fröhliche; wir freuten uns einfach beide die ganze Zeit auf die Impfung der Liebsten.
Irgendwo da draußen bekam ich währenddessen die abenteuerliche Meinung mit, nach einem Jahr Lockdown, den er schließlich (und das ohne jeden Grund, jaha!) aber auch ohne Murren mitgemacht habe, sei die Gesellschaft jetzt mal mit Solidarität für ihn dran, wenn er sich jetzt nicht impfen lassen wolle.
Unsolidarische Ellbogengesellschaft at it’s best.

Außerdem hatte ich ja versprochen, meine Gedanken zum Jazz als Inspiration für Leben, Zusammenarbeit oder Meetings und Auswahl von Eissorten zu formulieren. Voila:

  1. Jazz ist Kommunikation
    Wenn Du keine Noten hast, dann bleibt Dir erst einmal nichts anders, als derjenigen zuzuhören, die beginnt. Und den anderen, was sie damit machen. Und sich darauf zu beziehen.
    Sie werden es Dir danken, indem Sie Dich, wenn Du dann eine Idee vorstellst in der bestmöglichen Art und Weise stützen.
  2. Es gibt kein „Nein“.
    Da Improvisation ja gerne live auf einer Bühne passiert, kann man nicht abbrechen und sagen „Die Idee gefällt mir nicht“. Man hat vielleicht die Chance, noch ein bisschen etwas umzubiegen, aber erstmal hat man den Job, aus dem, was die anderen abieten das Geilste zu machen, was gerade geht. Sie werden es – siehe 1 – für Dich dann auch tun.
  3. Know the rules to break the rules
    Jazzer sind meist unfassbar musiktheoeretisch gebildet, wissen genau, welche Harmonie zu welcher anderen, welche Töne hier und da und dorthin passen und welche Wirkung sie damit erzeugen. Gerade deswegen oder trotzdem haben sie Spaß daran, diese Regeln zu brechen, um neues auszuprobieren. Nicht aus Prinzip, sondern um das Machbare auszureizen.

Nachmittags plumpste die Liebste aus sechs Stunden Zoom und es ging los. Wie ich spöttisch bemerkte: der erste Ausflug nach Monaten, der nicht an den See führte – sondern zu einer Lüdenscheider Schützenhalle. Schöner hätt ichs mir nicht vorstellen können.

Logischerweise war ich nicht mit drin, aber der Ablauf war wohl super organisiert, der Pieks nicht spürbar, alle nett und nach knapp einer halben Stunde kam die Liebste dann wieder raus. Und meine angestaute Angst wich einer sehr, sehr gründlichen Erleichterung; ich bin todmüde jetzt. Wird seinen Grund haben.
Zur Feier des Tages gings dann in einer ganz anderen Stadt als sonst ins Café Audi, dann nach Hause und jetzt noch „For All Mankind“.

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