29.8.2019

Gegen sechs aufgewacht und an den Schreibtisch gekrochen. Bewegen geht da noch nicht so gut – aber Code schreiben kann ich in dem Zustand, als wäre ich ein junger Gott.

Ich jung-gottete bis ca elf, machte einen Abstecher zum und drei Runden um den Teich, um mir die Rückenschmerzen weg zu laufen.
Jung-gottete weiter bis zwei, machte mit der Liebsten zwecks Kreislaufwiederinbetriebname einen Abstecher zum Teich, führte ein langes Telefonat – eines von den guten mit den guten Menschen – und drehte mit der erstaunlich fitten Liebsten noch eine kleine Runde um den Block.
Dann wars sechs und dann reichte es auch.


Ein paar Lesetipps hätte ich noch:

Zuerst was sowohl über das Sehnsuchtsland Dänemark und darüber, was rechte Politik anrichten kann (und wird):

All das hatte ich wahrlich nicht erwartet, als ich mich nach Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft 2015 für die Staatsbürgerschaftsprüfung anmeldete. Ich bestand ohne Probleme. Als ich mit dem Antragsprozess weitermachen wollte, hatte das Folketing, Dänemarks Parlament, diesen Test mit 30 Fragen rückwirkend für ungültig erklärt. Er sei zu leicht gewesen.
Dass bei der nun folgenden, viel schwereren Prüfung mit 40 Fragen die Durchfallquote in die Höhe schoss, wertete die Regierung als Erfolg.

Krautreporter: Was rechte Einwanderungspolitik bedeutet, spüre ich gerade am eigenen Leib – in Dänemark

Ein Selbstversuch im Social Web (nein, nicht auf Galileo-Niveau)

Wer der Meinung ist, auf Instagram sei zu viel gefiltert und weichgezeichnet, der sollte sich als Gegenmittel mal länger auf Tiktok umschauen: Mir fällt kein anderes soziales Netzwerk ein, in dem ich häufiger mit deutscher Durchschnitts-Mittelzentrum-Treppenhaus-Schrankwand-Einbauküche-Realität konfroniert worden wäre als auf Tiktok

Dirk von Gehlern: Was ich nach 24 Stunden TikTok gelernt habe

Über Wissen und Wissen und nicht-Wissen:

[Die Geschichte] offenbart, dass es unterschiedliche Formen von Wissen gibt. Der Chauffeur kannte jedes Wort des Vortrags und war in der Lage, alles korrekt wiederzugeben – aber verstanden hatte er nichts. Es war kein echtes Wissen.
In der Schule begegnet mir Chauffeur-Wissen jeden Tag. Schüler, die auswendig gelernte Merksätze abspulen können („a² + b² = c²“) aber durch (vermeintlich) leichte Fragen völlig aus der Spur geraten. Und auch im Berufsleben erleben wir solches – Menschen, die ein oberflächliches Wissen zur Schau stellen ohne den tieferen Sinn wirklich verstanden zu haben

Jan-Martin Klinge: 5 Minuten Schulleitung: Chauffeurs-Wissen

Und dann noch ein Sicherheitshinweis für Menschen, die am Mac sitzen:

[…] warnt vor einem Schwachpunkt in macOS: Sogenannte „Privileged Helper Tools“ erlauben Apps, Root-Rechte zu erlangen, um vom Nutzer abgesegnete Aktionen auszuführen – etwa das automatische Durchführen von Backups. Die Helper Tools seien aber oft nicht richtig abgesichert

heise.de: macOS: Zurückgelassene Helper-Tools als Sicherheitsproblem

2 Kommentare

  1. Da guck, so klein ist die Bloggerwelt. Im Zweifel hat die eigene Filterblase in sich noch mehr Schnittmengen als man sich vorstellen kann.
    Den Beitrag von Jan-Martin Klinge hatte ich mir auch schon markiert, weil ich die Chauffeursgeschichte ebenfalls so passend fand, dass ich sie dringend als Grundlage benutzen wollte, um da einen eigenen Test zu zu schreiben.
    Aber natürlich bin ich dazu noch nicht gekommen, weil ich nach dem ersten Runterschreiben zunächst die hundertsiebenundzwanzig Gemeinheiten wieder gestrichen habe, die ich gegen all die großkotzigen Chauffeurswissenverbreiter gerantet hatte – und dann blieb nicht mehr viel übrig von meinem Text, außer der Erkenntnis, dass ich viel zu oft mit Chauffeuren zu tun habe, die leider alle vorgeben, Führungspersonal zu sein.

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